Preis (Gewinn)

Gewinn nach einer Wette, Wettbewerb oder aufgrund einer Auszeichnung From Wikipedia, the free encyclopedia

Ein Preis ist im Sport, in der Unterhaltungsindustrie, in Wirtschaft oder Gesellschaft eine für den Sieg vergebene oder als Gewinn ausgeschüttete Belohnung oder Auszeichnung.

DFB-Pokal

Allgemeines

Das Wort „Preis“ hat in diesem Kontext einen anderen Begriffsinhalt als der Preis oder Marktpreis, dem Tauschwert für Güter und Dienstleistungen. Dem verliehenen Preis ist keine unmittelbare Gegenleistung des Preis-Empfängers vorausgegangen, es sei denn, es handelt sich um eine Auslobung nach § 657 BGB oder Gewinnspiele gemäß § 763 BGB.

Preise sind Ehrerweisungen und werden oft in einzelnen Fachgebieten vergeben wie in der Forschung (Forschungspreise), Kultur (Kulturpreise; Filmpreise, Musikpreise), Kunst (Kunstpreise), Literatur (Literaturpreise), Umwelt (Umweltpreise) oder Wissenschaft (Wissenschaftspreise).[1] Einige Wettbewerbe tragen das Wort „Preis“ im Titel wie der Große Preis von Europa (Formel I), Preis von Europa oder der Prix de l’Arc de Triomphe (beides Galopprennen).

Arten

Man unterscheidet folgende Preise:

Pokale/Trophäen sind künstlerisch gestaltete Becher, Kelche oder Schalen aus Edelmetall, Glas oder Kristall.

Berühmte Sportwettbewerbe

Preise bei Großveranstaltungen

Preis als Auszeichnung

Saarländischer Verdienstorden

Nach einer Auszeichnung können die Ausgezeichneten als Preis ein Abzeichen (z. B. Sportabzeichen, Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland), eine Medaille, einen Pokal, eine Urkunde oder einen sonstigen Gegenstand (Filmpreise wie den Oscar, sportliche Auszeichnungen wie Medaillen, Pokale, Siegesprämien etc.) erhalten. In der Regel werden solche Preise durch eine Gemeinschaft verliehen, z. B. ein Komitee oder eine Jury. Der Preis gründet auf einer Leistung, nicht auf Zufall. Es gibt in der Regel keine Vertragspflichten.

Ein Preis kann mit einem Preisgeld verbunden sein, dieses wird auch „Dotierung“ genannt wie etwa der Deutsche Buchpreis. Die ausgezeichnete Person bezeichnet man als „Preisträger“.

Staatliche Preise werden zumeist von einem Amtsträger ausgehändigt, der Verleiher ist oft nicht (mehr) mit dem Stifter identisch. So ist Alfred Nobel, der den Nobelpreis gestiftet hat, längst verstorben. Seine Nobelpreise werden durch das Nobelpreiskomitee verliehen.

Sonstiges

Häufig werden Preise bei erfolgreichen Wettbewerben, Quizzen, Gewinnspielen oder Glücksspielen ausgegeben. Teilweise ist für einen Preis zuvor ein Wetteinsatz erforderlich, z. B. beim Lotto. Die Person, die den Preis erhält, wird als „Gewinner“ bezeichnet.

Ein Preis ist ein aufgrund einer Wette ausgegebener oder zumindest in Aussicht gestellter Gewinn von Preisgeld oder geldwerten Vorteilen (z. B. Dienstleistungen) aufgrund eines Zufalls oder aufgrund einer erbrachten Leistung. Der Preis kommt durch Vertragsabschluss zustande, er steht in der Regel von vornherein fest. Oft wird in einer Klausel auch der Zeitpunkt der Übergabe bestimmt.

Gewinne aufgrund einer Gewinnzusage sind gemäß § 661a BGB einklagbar; die Nichtausgabe des Gewinns bestimmt sich nach den §§ 241 ff. BGB, sofern das Spiel oder der Gewinn nicht sittenwidrig ist.

In Österreich wird die nicht an bestimmte Personen gerichtete Zusage einer Belohnung für eine Leistung oder einen Erfolg (Auslobung) durch die öffentliche Bekanntmachung gemäß § 860 ABGB verbindlich. Eine Auslobung, die eine Preisbewerbung zum Gegenstand hat, ist nur gültig, wenn in der Bekanntmachung eine Frist für die Bewerbung bestimmt ist. Auch in der Schweiz ist der Veranstalter beim Preisausschreiben an sein Preisversprechen gebunden (Art. 8 Abs. 1 OR).

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Einzelnachweise

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