Clipping (Medienbeobachtung)

Medienausschnitte, vor allem Zeitungsausschnitte From Wikipedia, the free encyclopedia

Als Clipping bzw. Presse-Clipping (engl. press cutting) werden in der Medienbeobachtung Medienausschnitte, klassisch vor allem Zeitungsausschnitte, bezeichnet.

Je nach Urheberrecht und Verwendungszweck wird der Medienbericht durch ein digitales oder analoges Faksimile des originalen Zeitungs- oder Online-Artikels dokumentiert und mit Quellenangaben sowie Zusatzinformationen wie Auflage, Reichweite, Verleger, Platzierung und so weiter ergänzt. Teilweise werden auch Original-Artikel ausgeschnitten und auf ein DIN-A4-Blatt aufgezogen. Beim elektronischen Clipping hat sich aufgrund seiner einfachen Druckbarkeit das Portable Document Format (PDF) durchgesetzt.

Arten des Clippings

In der Medienbeobachtung werden Clippings nach unterschiedlichen Medientypen und Quellenkategorien klassifiziert. Diese Einteilung erleichtert die systematische Analyse der Medienresonanz sowie die Bewertung der Reichweite, Relevanz und Tonalität der Berichterstattung.[1]

Fachmedien

Fachmedien sind spezialisierte Publikationen, die sich an ein klar definiertes berufliches oder themenspezifisches Publikum richten. Clippings aus Fachzeitschriften, Branchenportalen oder wissenschaftsnahen Medien weisen in der Regel hohe inhaltliche Tiefe auf und gelten als besonders relevant für Expertenkommunikation. Aufgrund ihrer speziellen Zielgruppe haben sie meist geringere Reichweiten, aber eine hohe Einflusskraft innerhalb des jeweiligen Fachgebiets.

Leitmedien

Leitmedien („Opinion Leader Media“) sind journalistische Medien mit besonders hoher Glaubwürdigkeit und Reichweite, die häufig die öffentliche Debatte prägen. Dazu zählen überregionale Tageszeitungen, große Nachrichtenportale oder öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten. Clippings aus Leitmedien besitzen in der Medienanalyse ein hohes Gewicht, da sie Trends in der öffentlichen Meinungsbildung setzen können.

Publikumsmedien

Publikumsmedien richten sich an eine breite Allgemeinheit. Sie umfassen Boulevardzeitungen, Massenmedien, Lifestyle-Magazine sowie generalistische Online-Portale. Clippings aus Publikumsmedien sind für Analysen zur öffentlichen Wahrnehmung von besonderer Bedeutung, besitzen jedoch häufig geringere inhaltliche Spezialisierung.

Regionale und lokale Medien

Regionale Medien berichten über Ereignisse mit geografischem Bezug. Clippings aus Regionalzeitungen, Lokalradio oder städtischen Nachrichtenportalen sind für Analysen mit lokalem Schwerpunkt relevant, etwa bei Standortthemen, kommunalen Projekten oder regionalen Unternehmen.

Online- und Social-Media-Clippings

Online-Clippings umfassen Inhalte von digitalen Nachrichtenportalen, Blogs sowie themenspezifischen Communities. Social-Media-Clippings stammen aus Plattformen wie X, Facebook, Instagram, LinkedIn oder Reddit. Diese Clippings ermöglichen die Echtzeitbeobachtung von Nutzerreaktionen und viralen Trends, weisen jedoch oft eine hohe inhaltliche Volatilität und variable Qualität auf.

Audiovisuelle Medien

Dazu zählen Fernseh- und Radiosendungen sowie Podcasts. Audiovisuelle Clippings werden häufig transkribiert, um eine textbasierte Analyse zu ermöglichen. Sie spielen eine zentrale Rolle bei Ereignissen mit hoher medialer Sichtbarkeit oder politischer Relevanz.

Siehe auch

Commons: Clipping – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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