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Provisorischer niederösterreichischer ständischer Ausschuss

Vorform eines Landesparlamentes in Niederösterreich From Wikipedia, the free encyclopedia

Der provisorische niederösterreichische ständische Ausschuss war in der Revolution von 1848/1849 im Kaisertum Österreich eine Vorform eines Landesparlamentes in Niederösterreich.

Geschichte

In Niederösterreich bestanden historisch die Niederösterreichischen Landstände. In der Märzrevolution wurde die Forderung nach einer Volksvertretung laut. Die Stände beschlossen am 15. März, einen ständischen Ausschuss zu bilden, der um gewählte Vertreter ergänzt werden sollten. Dieser provisorische niederösterreichische ständische Ausschuss sollte eine Verfassung beraten und den Weg für einen Landtag frei machen. Er wählte Vertreter in den Ständischen Zentralausschuss, der auf Reichsebene eine ähnliche Aufgabenstellung hatte. Daneben wählte er Victor Franz von Andrian-Werburg und Anastasius Grün in das Vorparlament.

Der provisorische niederösterreichische ständische Ausschuss bestand zunächst aus 24 Mitglieder, die zur Hälfte von den Niederösterreichischen Ständen und zur Hälfte vom Bürgerausschuss der Stadt Wien gewählt wurden. Ab dem 17. April kamen vier Abgeordnete für die 18 mitleidenden Städte und am 27. April zwei Abgeordnete der nichtständischen Giltenbesitzer hinzu.

Er trat in 15 Sitzungen zusammen. Neben einem Gesetz über die Grundlastenablösung wurde auch ein Wahlgesetz für einen Landtag beschlossen. Dieser wurde jedoch am 15. Juni abgesagt und trat nie zusammen. Erst 1861 wurde ein Landtag von Niederösterreich eingerichtet.

Liste der Abgeordneten

Weitere Informationen Kurie, Abgeordneter ...
Kurie Abgeordneter Anmerkung
Landeshauptmann als VorsitzenderAlbert Graf von Montecucculi
BürgerausschussAlexander Bach
StändeGraf August Breuner
StändeGraf Ferdinand Colloredo-Mannsfeld
StändeFreiherr Anton Doblhoff-Dier
BürgerausschussCarl Geroldwurde in die Frankfurter Nationalversammlung gewählt. Nachfolger wurde Johann Langer
BürgerausschussTheodor Hornbostelwurde in die Frankfurter Nationalversammlung gewählt. Nachfolger wurde Josef Voigt
StändeGraf Heinrich Hoyes
BürgerausschussAnton Hye
BürgerausschussFranz Jacks
StändeRitter Carl Kleyle
BürgerausschussJohann Mayer
StändeRitter Georg Mitis
StändeWilhelm Prälat von MölkStift Melk
StändeJohann Freiherr von Moser
StändeBernhard Prälat von NeustadtStift Neukloster
StändeGraf Anton Pergen
BürgerausschussFranz Plasun
BürgerausschussLudwig Robert
BürgerausschussErnest Schillingwurde in die Frankfurter Nationalversammlung gewählt. Nachfolger wurde Johann Kaspar Seiller
StändeAnton Ritter von Schmerlingwurde in die Frankfurter Nationalversammlung gewählt. Nachfolger wurde Graf Moritz Fries
BürgerausschussMatthäus Sieß
BürgerausschussMichael Spörlin
StändeAndreas Freiherr von Stifft
BürgerausschussLeopold von Wertheimstein
BürgerausschussJohann Kaspar Seillerals Nachfolger von Ernest Schilling
BürgerausschussJosef Voigtals Nachfolger von Theodor Hornbostel
BürgerausschussJohann Langerals Nachfolger von Carl Gerold
StändeGraf Moritz Friesals Nachfolger von Anton von Schmerling
mitleidende StädteFerdinand DienstlSyndikus von Krems
mitleidende StädteAloys MechtlerBürgermeister von Klosterneuburg
mitleidende StädteAnton GutschSyndikus von Perchtoldsdorf
mitleidende StädteEduard HuberSyndikus von Hainburg
mitleidende StädteMichael KriechbaumSyndikus von Klosterneuburg, als Stellvertreter
mitleidende StädteAloys FischerSyndikus von Gumpoldskirchen, als Stellvertreter
nichtständische GiltenbesitzerJosef Neumann
nichtständische GiltenbesitzerJosef Wimmer
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Ersatzmänner waren:

  • Ritter Friedrich Lichtenfels (Stände)
  • Ritter Raimund Manner (Stände)
  • Freiherr August Thysebaert (Stände)
  • Freiherr Karl Tinti (Stände)

Literatur

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