Banks-Flughund
Art der Gattung Eigentliche Flughunde (Pteropus)
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Der Banks-Flughund (Pteropus fundatus) ist ein auf verschiedenen Banks-Inseln, die zu Vanuatu zählen, verbreitetes Fledertier in der Familie der Flughunde. Er zählt je nach Studie innerhalb der Gattung Pteropus zu einer Artengruppe, die nach dem Südmolukken-Flughund (Pteropus chrysoproctus) oder dem Salomonen-Flughund (Pteropus rayneri) benannt ist.[1]
| Banks-Flughund | ||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Pteropus fundatus | ||||||||||||
| Felten & Kock, 1972 |

Merkmale
Mit einer Kopf-Rumpf-Länge von etwa 150 mm ist die Art der kleinste auf Vanuatu verbreitete Flughund. Der orangegelbe Mantel aus langen Haaren um die Schultern steht im Kontrast zum graubraunen Fell des Kopfes und des Rückens. Unterseits kommt graues Fell mit gelben Schattierungen vor. Im Vergleich zum Vanuatu-Flughund (Pteropus anetianus) sind auch die Zähne im Verhältnis zum Kopf kleiner.[2] Der schwanzlose Flughund hat 99 bis 106 mm lange Unterarme, Hinterfüße von 26 bis 30 mm Länge und etwa 18 mm lange Ohren. Der Kopf ist durch eine längliche Schnauze und schwarze kurze Nasenöffnungen gekennzeichnet, die rohrförmig sind. Einige Haare an Kinn und Schnauze haben silbrige Spitzen. Die Drüsen an den Schultern der Männchen lassen die umliegende Haare borstig werden. An den Schienbeinen sind nur die oberen Bereiche behaart. Der Flughund hat dunkelbraune Flughäute. Im Oberkiefer sind die inneren Schneidezähne etwa doppelt so groß wie die daneben liegenden.[3]
Verbreitung und Lebensweise
Laut der Erstbeschreibung lebt dieser Flughund auf den Inseln Vanua Lava, Mota und Mota Lava. Die IUCN wünscht jedoch eine Bestätigung, da die Ähnlichkeit der Namen zu Verwechslungen geführt haben könnte. Die Inseln Gaua und Ureparapara liegen in der Nähe, so dass ein dortiges Vorkommen wahrscheinlich ist. Alle bekannten Funde stammen aus dem Flachland. Der Flughund besucht auf der Nahrungssuche tropische Wälder, Plantagen und Gärten.[4]
Aufgrund des kleinen Gebisses, wird eine Spezialisierung auf Nektar, zum Beispiel von Kokosnuss- und Kavablüten vermutet. Wenige Beobachtungen lassen auf Mota annehmen, dass die Tagesverstecke in Schraubenbäumen an der steilen Küste liegen. Dort werden wahrscheinlich auch die Blüten dieser Bäume gefressen. Die Tiere bilden kleinere Kolonien.[4] Sie starten ihre Ausflüge etwa 18 Uhr. Trächtige Weibchen wurden im Juni gefunden.[3]
Gefährdung
Wälder mit Bäumen, die als Ruheplatz dienen, werden gerodet und die Einheimischen jagen den Banks-Flughund als Fleischquelle. Außergewöhnliche Ereignisse wie Taifune oder Tsunamis können großen Schaden verursachen. Alle bekannten Reviere sind auf etwa 900 km² verteilt. Die IUCN listet den Banks-Flughund deshalb als stark gefährdet (endangered).[4]