Kosrae-Flughund

Art der Gattung Eigentliche Flughunde (Pteropus) From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Kosrae-Flughund (Pteropus ualanus) ist eine auf der mikronesischen Insel Kosrae endemische Flughundart.[1]

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Kosrae-Flughund

Flugbild eines Kosrae-Flughundes

Systematik
Ordnung: Fledertiere (Chiroptera)
Familie: Flughunde (Pteropodidae)
Unterfamilie: Pteropodinae
Tribus: Pteropodini
Gattung: Pteropus
Art: Kosrae-Flughund
Wissenschaftlicher Name
Pteropus ualanus
Peters, 1883
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Verbreitungsgebiet des Kosrae-Flughundes

Taxonomie

Der Kosrae-Flughund ist eine Art aus der Gattung Pteropus in der Familie der Flughunde. Pteropus ualanus wurde erstmals 1824 von dem französischen Biologen René Primevère Lesson dokumentiert.[1] Der wissenschaftliche Name leitet sich von den altgriechischen Wörtern „πτέρυξ“ [Flügel] und „πούς“ [Fuß] ab. Das Epitheton stammt von „Ualan“, der früheren Bezeichnung für die Insel Kosrae. Das erste Exemplar wurde 1827 von dem deutschen Biologen Heinrich von Kittlitz gesammelt.[2]

Aussehen und Verhalten

Der Kosrae-Flughund ist ein mittelgroßer, braun gefärbter Flughund mit einer Kopf-Rumpf-Länge von etwa 20 cm, er hat ein dunkles Fell mit einer helleren Zeichnung um Schultern und Halsbereich, der sich durch seine Flugmembrane auszeichnet. Seine großen Augen ermöglichen eine gute visuelle Orientierung, da Flughunde keine Echoortung nutzen.

Der Kosrae-Flughund ernährt sich hauptsächlich von Fruchtsaft, den er im Mund auspresst. Bei weichen Früchten wie Bananen wird die ganze Frucht verzehrt. Gelegentlich nimmt er auch Nektar und Pollen zu sich. Dieses Ernährungsverhalten macht den Flughund auch zu einem wichtigen Bestäuber von Blütenpflanzen und Verbreiter von Pflanzensamen.

Artenschutz

Pteropus ualanus ist aufgrund seiner geografischen Lage anfällig für Populationsengpässe. Im Jahr 1926 wäre P. ualanus aufgrund einer unbekannten Krankheit beinahe ausgestorben.[3] Auch heute ist der Kosrae-Flughund nach der Einschätzung der International Union for Conservation of Nature (IUCN) gemäß der Roten Liste „vom Aussterben bedroht“ (Critically Endangered, CR). Die Anzahl der Tiere ist stark zurückgegangen, insbesondere durch Lebensraumverlust und Jagd, weshalb die Art zu den gefährdetsten Flughundarten der Welt zählt. Auch katastrophale Ereignisse wie Taifune können eine existentielle Bedrohung darstellen.[4][5] Gemäß den CITES-Kriterien ist der Handel mit der Art streng überwacht und reguliert wird, um eine weitere Gefährdung der Population zu verhindern.[6]

Einzelnachweise

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