Puerto Iguazú
Stadt in Argentinien
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Puerto Iguazú ist eine 1901 gegründete Stadt an der Triple Frontera, dem Dreiländerdreieck zwischen Argentinien, Brasilien und Paraguay.
| Basisdaten | ||
|---|---|---|
| Fläche: | 766 km² | |
| Lage | 25° 37′ S, 54° 35′ W | |
| Höhe ü. d. M.: | 162 m | |
| Einwohnerzahl (2022): | 54.675 | |
| Dichte: | 71 Einw./km² | |
| Verwaltung | ||
| Provinz: | ||
| Departamento: | Iguazú | |
| Gründung: | 12. August 1901 | |
| Bürgermeister: | Claudio Raúl Filippa | |
| Sonstiges | ||
| Postleitzahl: | N3370 | |
| Telefonvorwahl: | +54 (3757) | |
| Website von Puerto Iguazú | ||
| Karte | ||
Geografie
Lage
Die Stadt liegt in der argentinischen Provinz Misiones im Departamento Iguazú an der Mündung des Río Iguazú in den Río Paraná. Bekannt ist die Stadt hauptsächlich wegen der etwa 18 Kilometer entfernt gelegenen Iguaçu-Wasserfälle (Cataratas de Iguazú) im angrenzenden Nationalparkgebiet.
Stadtgliederung
Das Stadtgebiet ist in drei Pfarrgemeinden aufgeteilt: In die Gemeinden Virgen del Carmen (Pfarrei des Bischofssitzes des Bistums Puerto Iguazú), Christo Redentor und San Roque González.
Geschichte
1901 führte Jordan Hummel, Sohn deutscher Einwanderer, auf der España die erste Reisegruppe zu den Iguazú-Wasserfällen an. Allerdings konnte das Schiff am Ende die Fälle auf dem Wasserweg nicht ganz erreichen. Eine der Reisendenden, Victoria Aguirre, war davon so enttäuscht, dass sie anschließend 5000 Pesos für den Bau eines Weges zu den Fällen spendete. Diese Geste leitete die Entwicklung zu einem bedeutenden Touristenort ein. Es entstanden im Ort, der zuerst Puerto Aguirre hieß, die ersten einfachen Hotels und Restaurants. 1915 erhielt er ein Telegrafenamt. Das erste große Hotel mit 40 Zimmern wurde 1922 eröffnet. Daneben wurde eine kleine Siedlung für die Bediensteten errichtet. 1928 eröffnete das erste Postamt. 1934 wurde der Nationalpark Iguazú geschaffen. 1943 wurde der Ort in Puerto Iguazú umbenannt. Seit 1949 ist Puerto Iguazú auf der Nationalstraße 12 von der Provinzhauptstadt Posadas zu erreichen. Ab 1951 hieß der Ort offiziell Eva Perón, bis ihr Ehemann Juan Perón 1955 gestürzt wurde. 1971 wurde die Stadtverwaltung geschaffen und 1978 der internationale Flughafen eröffnet. Die 1948 begonnene rasante Bevölkerungsentwicklung schwächte sich erst 1990 ab, als durch die Ley de Convertibilidad del Austral (Konvertibilitätsgesetz, das die argentinische Währung an den US-Dollar koppelte) das Leben auf der brasilianischen Seite der Grenze in Foz do Iguaçu wirtschaftlich attraktiver wurde.[1][2]
Kultur und Sehenswürdigkeiten

Haupteinnahmequelle der Stadt ist das Tourismusgeschäft. So ist das Stadtbild im Ortskern und am Ortseingang von zahlreichen Hotels und Restaurants geprägt. Bei Touristen beliebt ist die Fußgängerzone La Feirinha.[3] Der jährliche Carnaval Cataratas mit mehreren bunten Kostümgruppen, darunter auch aus Brasilien, zieht ebenfalls zahlreiche Besucher an.[4] Außerhalb des unmittelbaren Zentrums weicht der touristische Eindruck einem durchschnittlichen, teils verarmten provinziellen Stadtbild.
Touristischer Anziehungspunkt des Ortes ist neben dem Nationalpark Iguazú und den Wasserfällen der Aussichtspunkt tres hitos („Drei Grenzsteine“). Dieser Punkt bietet einen Rundblick über die Mündung des Iguazú in den Paraná und somit über die angrenzenden Ufer auf paraguayischer bzw. brasilianischer Seite. Jedes der drei Ufer ist jeweils ebenfalls mit einem übergroßen Grenzstein in den Landesfarben gekennzeichnet.
Klima
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Das Klimagebiet ist subtropisch. Eine Trockenzeit gibt es nicht. Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt etwa 24 °C.
Verkehr
Die Anbindung der Stadt besteht über den etwa zehn Kilometer entfernt gelegenen Flughafen. Die internationale Brücke Puente Internacional Tancredo Neves verbindet die argentinische Fernstraße Ruta National 12 (Verbindung mit der Provinzhauptstadt Posadas, ca. 280 km südwestlich) mit der brasilianischen BR-469 (Verbindung zur brasilianischen Nachbarstadt Foz do Iguaçu, etwa 15 km nördlich). Vom städtischen Terminal de Omnibus fahren Linienbusse zu den Wasserfällen auf argentinischer Seite, nach Foz do Iguaçu und Ciudad del Este sowie in andere Städte der Provinz Misiones und Argentiniens.[5]
Städtepartnerschaften

Mit den beiden Nachbarstädten im Dreiländereck, Ciudad del Este in Paraguay und Foz do Iguaçu in Brasilien, bestehen Städtepartnerschaften.[6]
Weblinks
- Offizielle Webseite: http://iguazu.gob.ar/


