Evonik-Tower

Bürohochhaus in Essen, RWE-Konzernzentrale From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Evonik-Tower wurde 1996 als RWE-Turm und höchstes Gebäude des Ruhrgebiets fertiggestellt und ist im Jahr 2026 mit dem Umzug von Evonik Industries unter seinem aktuellen Namen bekannt.[5]

Schnelle Fakten Basisdaten, Nutzung/Rechtliches ...
Evonik-Tower[1]
Evonik-Tower[2]
Evonik-Tower Essen
Basisdaten
Ort: Opernplatz 1 (Essen-Südviertel)
Bauzeit: Juli 1994–Dezember 1996
Baustil: moderne Architektur
Architekt: Christoph Ingenhoven, Ingenhoven Overdiek Kahlen & Partner
Koordinaten: 51° 26′ 53″ N,  0′ 51″ O
Evonik-Tower (Nordrhein-Westfalen)
Evonik-Tower (Nordrhein-Westfalen)
Nutzung/Rechtliches
Nutzung: Bürogebäude, Aussichtsplattform
Arbeitsplätze: bis zu 500
Technische Daten
Höhe: 127,0[3] m
Höhe bis zur Spitze: 162,0[3] m
Etagen: 30
Nutzungsfläche: 56.000 m²
Geschossfläche: 1.400 m²
Baustoff: Stahlbeton, Stahl, Fassade aus Glas
Baukosten: 300 Millionen DM[4]
Höhenvergleich
Essen: 1. (Liste)
Deutschland: 31. (Liste)
Anschrift
Stadt: Essen
Land: Deutschland
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Dazwischen wurde der Turm auch Westenergie-Turm genannt,[6] nachdem im Jahr 2020 die RWE AG umgezogen war.[7] Von 2016 bis 2020 war der Turm Sitz der Innogy und von 2020 bis 2024 der Sitz der Westenergie[8]. Nach umfassender Renovierung ist er ab 1. Juli 2026 Hauptsitz der Evonik Industries[9][10]. Außerdem hat die Rechtsanwaltskanzlei Luther (Unternehmen) rund 3.000 m² Bürofläche im Turm gemietet.[11]

Architektur

Das 127 Meter hohe Gebäude (Aussichtsplattform 120 Meter, Antenne 162 Meter) wurde vom Düsseldorfer Architekten Christoph Ingenhoven mit seinem damaligen Büro Ingenhoven Overdiek Kahlen & Partner entworfen. Baubeginn war im Juli 1994. Im Dezember 1996 war der Turm fertiggestellt. Seine Grundfläche entspricht einem Polygon mit 51 Ecken und 32 Metern Durchmesser. Der Westenergie-Turm hat drei Untergeschosse, das Erdgeschoss und 26 Bürogeschosse, die zusammen 56.000 Quadratmeter Fläche ergeben. Zwischen dem 17. und 18. Bürogeschoss liegen zwei Technikgeschosse. Von den insgesamt neun Aufzügen liegt einer außerhalb des Gebäudes. Insgesamt befinden sich hier bis zu 500 Arbeitsplätze.

Das Hochhaus ist ökologisch orientiert konzipiert. Es ermöglicht zwischen der doppelt verglasten Fassade eine natürliche Belüftung und gewinnt natürliche Energie aus Tageslicht und Sonnenwärme. Der Einsatz von energiespeichernden Materialien reduziert zugleich Lastspitzen.

Mit dem ehemaligen RWE-Turm erhielten die Planer mehrfach Auszeichnungen, darunter der Architekturpreis NRW 1998 und der CIMMIT Immobilien Award 1998.

Verbindung von Architektur und Kunst

Diverse Künstler haben sich mit der Architektur in Verbindung zur Kunst auseinandergesetzt. So bringt Lothar Baumgarten im Bereich des Mitarbeitercasinos und des Erdgeschosses skurrile Wortschöpfungen aus Wirtschaft, Politik und Kultur an den Wänden in neue Zusammenhänge. Der Essener Künstler Norbert Thomas schuf im Park hinter dem Turm die Edelstahlplastik Springende Linie. Richard Long verlegte, ebenfalls im Park, eine Steinplastik mit dem Namen Neandertal Line im Kontrast zur modernen Architektur. François Morellet schuf für jede einzelne Etage eine Plastik, die von Stockwerk zu Stockwerk in ihrer Form variiert.

Eigentumsverhältnisse

Das Gebäude befand sich bis 2014 im Eigentum von RWE. 2014 wurde der Turm einschließlich der Nebengebäude an den US-amerikanischen Immobilienfonds American Realty Capital Global Trust (ARC) verkauft, der die Immobilie langfristig an RWE vermietet.[12][13] Es handelt sich um eine Sale-Lease-Back- bzw. Sale-Rent-Back-Transaktion. Im Jahr 2019 wurde der erneute Verkauf der Immobilie durch ARC bekannt.[14] Im Jahr 2024 wurde das gesamte Ensemble des Turms und seiner umgebenden Bauten als Opernplatz Quartier vermarktet. Zu diesem Zeitpunkt wurde das Berliner Unternehmen Lianeo Real Estate als Eigentümer genannt.[15]

Siehe auch

Einzelnachweise

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