Recall (Marketing)
From Wikipedia, the free encyclopedia
Der Recall ist eine Methode die Wirkung von Werbung zu messen. Im Rahmen der Kaufverhaltensforschung wird zwischen dem Recall und der Recognition (Wiedererkennen) unterschieden. Der Recall kann unterteilt werden in freie Reproduktion und unterstützte Reproduktion. Bei ersterer wird der Proband gebeten, eine bestimmte Tatsache, Namen, Marke ohne Hilfe wiederzugeben. Bei der unterstützten Vorgehensweise können Hilfsmittel eingesetzt werden, dadurch ist sie subjektiver und schwerer zu vergleichen.
Die Recallforschung ist – trotz unklarer Zusammenhänge mit dem eigentlichen Kaufverhalten und methodischer Ungereimtheiten – ein verbreitetes Mittel zur Werbewirkungsmessung. Beim Recall wird nur das reine Behalten abgefragt, nicht das Verständnis und etwaige Kaufabsichten.
Wichtig ist, dass eine Marke, an die sich erinnert wird, Teil des Awareness Set (dt.: Bewusstsein) wird, und bei aktiven Kaufentscheidungen mit mittlerem bis hohen Involvement (dt.: Einbindung) und kognitivem Entscheidungsanteil bei der Auswahl berücksichtigt werden kann.
Recognition ist hingegen eher für passive Käufe – also gewohnheitsmäßige oder reizgesteuerte Kaufentscheidung – mit niedrigem Involvement relevant, da hier am Verkaufsort die wiedererkannte Marke bei der Auswahl berücksichtigt wird.
Literatur
- Kroeber-Riel: Konsumentenverhalten. 9. Auflage. Vahlen, 2009, ISBN 978-3-8006-3557-3.