Reginald F. Nicholson

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Reginald Fairfax Nicholson (* 15. Dezember 1852 in Washington, D.C.; † 19. Dezember 1939 in Bethesda, Maryland) war ein Konteradmiral der United States Navy. Er war unter anderem Kommandeur der Asiatischen Flotte der Vereinigten Staaten.

Reginald F. Nicholson

Leben

Herkunft und Kindheit

Reginald Nicholson war ein Sohn des Marineoffiziers Somerville Nicholson (1822–1905) und dessen Frau Hannah Maria Jones (1837–1897). Sein Bruder William Jones Nicholson (1856–1931) war während des Ersten Weltkriegs Brigadegeneral in der United States Army.

Bereits im Alter von elf Jahren wurde er im Jahr 1864 Offiziersbursche bei seinem Vater, der damals während des Amerikanischen Bürgerkriegs das an der Blockade der konföderierten Seehäfen beteiligte Kanonenboot State of Georgia kommandierte. Allerdings war er nur für 30 Tage in dieser Funktion tätig, dann setzte er seine unterbrochene Schulausbildung fort.

Ausbildung und erste Einsätze

Im Jahr 1873 absolvierte er die United States Naval Academy in Annapolis, Maryland. In der amerikanischen Kriegsmarine durchlief er anschließend alle Offiziersränge bis zum Konteradmiral. Während seiner militärischen Laufbahn absolvierte er sowohl Aufgaben als Seeoffizier an Bord verschiedener Kriegsschiffe als auch Tätigkeiten als Stabsoffizier auf dem Festland. Er diente zunächst im Fernmeldewesen (Signals Office) und dann an Bord verschiedener Kriegsschiffe im Atlantik und im Pazifik. Während seiner Tätigkeiten auf dem Festland wurde er zwischen 1877 und 1895 dreimal zum Stab der Marinewerft Washington versetzt. In den Jahren 1882 bis 1885 war er Stabsoffizier beim United States Hydrographic Office.

Im Dezember 1897 wurde Reginald Nicholson leitender Navigator auf dem Schlachtschiff Oregon. Dieses machte im März und April 1898 Schlagzeilen, als es mit Mühe eine von Unglücken und schlechtem Wetter begleitete Verlegung vom Pazifik in den Atlantik um Kap Hoorn überstand. Im weiteren Verlauf nahm die Oregon an den Kämpfen um Kuba im Rahmen des Spanisch-Amerikanischen Kriegs teil.

Laufbahn als Kommandeur

Anfang März 1899 erhielt Nicholson sein erstes Seekommando. Dabei handelte es sich um das Torpedoboot Rowan (TB-8), das allerdings bereits im Mai 1899 vorübergehend außer Dienst gestellt wurde. Anschließend kommandierte er bis 1901 das Kanonenboot Farragut (TB-11), das vor der amerikanischen Westküste im Pazifik operierte. Nach einer Zeit als Stabsoffizier beim Bureau of Navigation erhielt er im Jahr 1903 das Kommando über den neuen geschützten Kreuzer Tacoma (CL-20), der sich zu Beginn seiner Zeit als Kommandeur noch in der Fertigstellung befand. Das Schiff operierte zunächst im Pazifik und wurde dann in den Atlantik verlegt. Nicholson bekleidete diese Aufgabe bis zum Dezember 1905. Dann kehrte er zum Stab des Bureau of Navigation zurück. Von 1907 bis 1909 kommandierte er das Schlachtschiff USS Nebraska (BB-14), das als Teil der Great White Fleet einmal die Erde umrundete. Die USS Nebraska war aber nicht von Anfang an Teil dieses Unternehmens, sondern ersetzte in dessen Verlauf ein anderes Schlachtschiff. Zwischen 1909 und 1912 leitete Nicholson das Bureau of Navigation.

Am 24. Juli 1912 übernahm er als Nachfolger von Joseph B. Murdock das Kommando über die amerikanische Asienflotte (United States Asiatic Fleet), die Vorgängerorganisation der heutigen United States Pacific Fleet. Dieses Amt bekleidete er bis zum 3. Mai 1914, als er von Walter C. Cowles abgelöst wurde. Anschließend gehörte er bis zu seiner Pensionierung im Dezember 1914 dem Generalstab der Marineleitung (General Board of the United States Navy) an.

Erster Weltkrieg

Nach dem amerikanischen Eintritt in den Ersten Weltkrieg wurde Reginald Nicholson reaktiviert. Dabei diente er bis 1919 in Chile, Ecuador und Peru als Marineattaché. Im November 1919 ging er endgültig in den Ruhestand. Er starb am 19. Dezember 1939 im Marinekrankenhaus in Bethesda und wurde auf dem Nationalfriedhof Arlington beigesetzt.

Commons: Reginald F. Nicholson – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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