Rheinisch-Westfälische Bank
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In der Geschichte des Deutschen Bankwesens gab es drei Banken unter der Firma Rheinisch-Westfälische Bank.

- Die Rheinisch-Westfälische Bank AG mit Sitz in Berlin, deren Gründungsdatum unbekannt ist, ging im Februar 1896 in Konkurs. Ihr Direktor Hermann Friedmann wurde wegen Urkundenfälschung verhaftet[1] und im Juli 1896 zu einer mehrjährigen Zuchthausstrafe verurteilt.[2] Zu den zahlreichen Geschädigten gehörte auch die Potsdamer Straßenbahn-Gesellschaft, deren Aufsichtsratsvorsitzender Friedmann war, die dadurch eine Million Mark verlor, so dass ihr Streckennetz zunächst nicht elektrifiziert werden konnte.
- Die Rheinisch-Westfälische Bank für Grundbesitz AG mit Sitz in Essen wurde 1905 gegründet, zu den Gründern zählten der A. Schaaffhausen’sche Bankverein und der Essener Bankverein.[3] Im Dezember 1923 verlegte die Bank ihren Sitz – wahrscheinlich wegen der Ruhrbesetzung – nach Hannover; offensichtlich gehörte sie zu dieser Zeit zum ebenfalls nach Hannover ausgewichenen Lothringen-Konzern, der Lothringen-Generaldirektor Otto Gehres war Vorsitzender des Aufsichtsrats.[4] Im Zug der Weltwirtschaftskrise wurde die zwischenzeitlich mit der Konzernmutter nach Bochum übersiedelte Bank zahlungsunfähig und musste liquidiert werden.[5]
- Die Rheinisch-Westfälische Bank AG mit Sitz in Düsseldorf war eine von zehn Regionalbanken, die 1948 bei der Zerschlagung der Deutsche Bank AG entstanden. 1952 wurde sie wesentlich vergrößert, als die Anzahl der Regionalbanken von zehn auf drei reduziert wurde. Im April 1956 erfolgte eine Umbenennung unter Firma Deutsche Bank West. Am 2. Mai 1957 schlossen sich die drei Regionalbanken rückwirkend zum 1. Januar 1957 zur neuen Deutsche Bank AG mit Sitz in Frankfurt am Main zusammen.[6]