Richerius marqueti

Art der Gattung Richerius From Wikipedia, the free encyclopedia

Richerius marqueti (der Gattungsname ist dem Krabbenforscher Bertrand Richer de Forges, der Artname dem Krabbensammler Gérard Marquet dediziert) ist eine Art der Krabben und einziger Vertreter der Gattung Richerius. Sie kommen in Süßwasserläufen zwischen 180 und 500 m Höhe über dem Meeresspiegel auf Neukaledonien vor.[1]

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name der Gattung ...
Richerius marqueti
Systematik
Teilordnung: Krabben (Brachyura)
Überfamilie: Hymenosomatoidea
Familie: Hymenosomatidae
Unterfamilie: Odiomarinae
Gattung: Richerius
Art: Richerius marqueti
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Richerius
Guinot & de Mazancourt, 1996
Wissenschaftlicher Name der Art
Richerius marqueti
Guinot & de Mazancourt, 1996
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Merkmale

Richerius marqueti wird bis zu 5 mm lang. Der Carapax ist braun mit gelblichen Punkten. Er ist unter Ausschluss des Rostrums nur wenig breiter als lang, der Randsaum nahezu kreisförmig. Das Rostrum ist spatenförmig, abgebogen und sein Vorderrand bei Ansicht von oben konkav. Das Proepistom stellt sich als bauchseitige Erweiterung des Rostrums dar, ist aber nicht Teil desselben. Die Antennulen falten sich schräg entlang der ausgehöhlten Unterseite des Rostrums und sind bei Ansicht von oben verborgen. Die Antennen sind, zumindest an der Basis, deutlich von den Antennulen getrennt. Das Epistom ist mäßig entwickelt. Die dritten Maxillipeden klaffen im Bereich des Übergangs Ischium-Merus auseinander.[1]

Die Verbindung von Sternum und Pterygostom ist durch die Erweiterung des vierten Sterniten gut entwickelt. Die Milne-Edwards-Öffnungen sind von den Scherenbeinen getrennt. Die ersten beiden Sterniten sind nicht durch eine Naht getrennt, sie sind nur seitlich abgrenzbar. Die Naht zwischen zweiten und dritten Sterniten ist vollständig, die zwischen dritten und vierten nur seitlich sichtbar. Die Sternopleonalhöhle ist kurz und dreieckig.[1]

Die Somiten des Pleons und das Pleotelson (Verschmelzung aus sechstem Pleon-Somit und Telson) sind bei beiden Geschlechtern frei beweglich. Die Finger der Schreitbeine (P2 bis P5) tragen auf der Beugeseite keine Zähne. Das erste Gonopodium ist an der Basis gebogen und trägt keine Fortsätze. Der Uropode ist bei Männchen seitlich an das Pleotelson angelagert.[2] Die Scherenbeine der Männchen sind deutlich kräftiger als die Schreitbeine. Ihr Propodus ist aufgetrieben und mit langen weichen Borsten, Merus und Carpus mit steifen, regelmäßig angeordneten Borsten besetzt. Die Scherenbeine der Weibchen sind deutlich schlanker als bei Männchen, der Propodus ist nur leicht aufgetrieben und ohne lange Borsten, die Finger sind sehr lang mit fein gezahnten Schneideflächen. Die Schreitbeine sind bei beiden Geschlechtern relativ lang und ihre Ränder gleichmäßig mit langen Borsten besetzt.[1]

Einzelnachweise

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