Rubrik (Liturgie)
Anweisungen für die Liturgie, zur Hervorhebung in roter Farbe geschrieben oder gedruckt
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Der Begriff Rubrik leitet sich vom lateinischen Wort rubrum ‚rot‘ ab und bezeichnet in den liturgischen Büchern Anweisungen für die Liturgie. Diese sind zur besseren Unterscheidung von den liturgischen Gebeten und Texten und zur Hervorhebung in roter Farbe geschrieben oder gedruckt.
Das Gebiet der Liturgiewissenschaft, das sich mit Rubriken beschäftigt, nennt man Rubrizistik oder Zeremonienlehre.
Rubrik ist außerdem eine alte Bezeichnung für eine Überschrift, die in roter Schrift geschrieben wurde. Ebenso werden die in rot geschriebenen Anfangsbuchstaben mittelalterlicher Handschriften als Rubriken bezeichnet. Sie dienten zum Schmuck und zur Gliederung des Textes (siehe Rubrizierung).
Abwertend wird eine formalistische, auf die genaueste Befolgung der liturgischen Rubriken ausgerichtete Haltung auch Rubrizismus genannt[1] genannt.
Siehe auch
Literatur
- Georg Kieffer: Rubrizistik oder Ritus des katholischen Gottesdienstes nach den Regeln der Heiligen römischen Kirche. 8. Auflage. Schöningh, Paderborn 1935, DNB 580366081.
- Wilhelm Lurz: Kurze Rubrizistik. 2. Auflage. Seitz, München 1958.