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Rudi-Dutschke-Straße

Straße in Berlin-Kreuzberg From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Rudi-Dutschke-Straße ist eine Straße im Berliner Ortsteil Kreuzberg. Sie führt als Fortsetzung der Oranienstraße von der Lindenstraße/Axel-Springer-Straße bis zur Friedrichstraße, wo sie in die Kochstraße übergeht. Die Rudi-Dutschke-Straße entstand nach jahrelangen politischen und gerichtlichen Auseinandersetzungen durch Umbenennung des östlichen Abschnitts der Kochstraße. Die Umbenennung, die durch die überregionale Tageszeitung taz angeregt worden war, wurde am 30. April 2008 mit der Enthüllung eines Straßenschildes an der Ecke Rudi-Dutschke-/Axel-Springer-Straße vor dem Axel-Springer-Hochhaus vollzogen.[1]

Schnelle Fakten Basisdaten, Technische Daten ...
Rudi-Dutschke-Straße
Wappen
Straße in Berlin
Die Umbenennungsfeier am 30. April 2008
Basisdaten
Ort  Berlin
Ortsteil  Kreuzberg
Angelegt  30. April 2008
Neugestaltet 
Hist. Namen  Kochstraße
Name erhalten 
Anschluss­straßen 
Oranienstraße (östlich),
Kochstraße (westlich)
Querstraßen  Lindenstraße,
Axel-Springer-Straße,
Markgrafenstraße,
Charlottenstraße,
Friedrichstraße
Plätze 
Nummern­system 
Bauwerke  siehe: Sehenswürdigkeiten
U-Bahn-Stationen
Nutzergruppen Fußverkehr, Radverkehr, Autoverkehr, ÖPNV
Technische Daten
Straßengestaltung
Länge 490 Meter
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Benennung

Der Vorschlag der taz, die Kochstraße, in der damals auch das Verlagshaus der Zeitung lag,[2] aus Anlass des 25. Todestages Rudi Dutschkes auf dessen Namen umzubenennen,[1] stand Ende 2004 am Anfang einer jahrelangen Auseinandersetzung um die symbolkräftige Benennung nach dem Studentenführer.

Ein Mehrheitsbeschluss der Bezirksverordnetenversammlung von Friedrichshain-Kreuzberg sah zunächst die Umbenennung eines Teils der Kochstraße zum 1. April 2006 vor. Diese schob das Verwaltungsgericht am 29. August 2005 auf Klage von Anwohnern, darunter der Axel Springer AG und der Bundesingenieurkammer, auf. Während die taz seit Februar 2006 Unterschriften für die Umbenennung sammelte, initiierte die CDU des Bezirks eine Unterschriftenliste für ein Bürgerbegehren gegen eine Umbenennung. Durch diese kam ein Bürgerentscheid zustande, in dem eine Mehrheit am 21. Januar 2007 die Aufforderung an das Bezirksamt, die Umbenennung zurückzunehmen, ablehnte.

Am 9. Mai 2007 gab das Berliner Verwaltungsgericht bekannt, dass die Umbenennung rechtens sei und keine Grundrechte der Anlieger verletze, und lehnte damit die Anwohnerklage ab. Die Berufung ließ das Gericht nicht zu. Die Klägergemeinschaft beantragte daraufhin die Zulassung auf Berufung beim Oberverwaltungsgericht.[3] Am 21. April 2008 wies dieses den Antrag zurück: Die Umbenennung könne als Ausdruck der Meinungs- und Informationsfreiheit verstanden werden und sei daher kein Verstoß gegen Willkürverbot und staatliches Neutralitätsgebot.[3]

Bei der Umbenennung verstieß der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg gegen einen Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung aus dem Jahr 2005, Straßen nur noch nach Frauen neu- oder umzubenennen, um so einer Unterrepräsentierung von Frauen in Straßennamen entgegenzuwirken.[4]

Sehenswürdigkeiten

Von Westen (Friedrichstraße) nach Osten (Axel-Springer-Straße/Lindenstraße):

Siehe auch

Commons: Rudi-Dutschke-Straße (Berlin-Kreuzberg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur

Einzelnachweise

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