Rudolf Schmidt (Diplomat)

deutscher Jurist und Ministerialbeamter From Wikipedia, the free encyclopedia

Rudolf Josef Schmidt (* 4. Juni 1938 in Burghausen; † 6. November 2010) war ein deutscher Diplomat. Er war Botschafter in der Türkei.

Werdegang

Schmidt legte das Abitur in seiner Heimatstadt Burghausen ab und studierte anschließend Rechtswissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Dort wurde er 1967 mit der Dissertation Die Anfechtungsklage gegen Verwaltungsakte im französischen Verwaltungsrecht zum Doktor der Rechte promoviert.

1969 trat Schmidt in den Auswärtigen Dienst ein. Seine erste Auslandsverwendung führte ihn von 1973 bis 1975 an das Generalkonsulat in Zagreb. Daraufhin war er von 1975 bis 1977 an der Botschaft in Kinshasa, von 1977 bis 1979 an der Botschaft in Washington und von 1980 bis 1983 an der Ständigen Vertretung bei der NATO in Brüssel tätig. Nach einer Verwendung in der Zentrale des Auswärtigen Amts in Bonn wurde er von 1986 bis 1990 an der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei den Vereinten Nationen in New York eingesetzt. Daraufhin kehrte er erneut ins Auswärtige Amt zurück. Von 1994 bis 1998 war er an der Botschaft in Moskau tätig. Anschließend war er von 1998 bis 2000 Ständiger Vertreter der Bundesrepublik Deutschland bei der OSZE in Wien. Von 2000 bis zu seiner Pensionierung 2003 war er schließlich Botschafter in der Türkei und Leiter der Botschaft in Ankara. 2001 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse verliehen.

Nach seiner Pensionierung wirkte Schmidt im Auftrag des Auswärtigen Amts 2003 in Podgorica und von 2004 bis 2005 in Kabul. Von 2006 bis 2008 leitete er das Programm für die Diplomatenlehrgänge aus islamisch geprägten Ländern.

Schmidt war verheiratet und Vater dreier Kinder. Sein Nachlass ging an die Bibliothek des Leibniz-Zentrums Moderner Orient.

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