Rudolf Werthen

belgischer Geiger und Dirigent From Wikipedia, the free encyclopedia

Rudolf Werthen (* 16. Juli 1946 in Mechelen/Provinz Antwerpen) ist ein belgischer Geiger und Dirigent.

Leben

Werthen besuchte bereits im Alter von neun Jahren die Musikakademie in Eeklo. Er studierte Violine bei André Gertler und Henryk Szeryng, besuchte Sommerkurse von David Oistrach und Leonid Kogan und gewann 1971 den siebenten Preis beim Concours Reine Elisabeth. In den darauffolgenden Jahren war er zeitweise Solist des Stuttgarter Kammerorchesters und Gastdirigent des NDR-Sinfonieorchesters und trat sowohl als Gastviolinist als auch -dirigent mit zahlreichen Orchestern und Ensembles in Deutschland, Finnland, Italien, den USA, Japan, den Niederlanden, Frankreich, Großbritannien und anderen Ländern auf. 1978 gründete er das Orchester I Fiamminghi, mit dem er als musikalischer Leiter weltweit auftrat und Werke von Arvo Pärt, Alan Hovhaness, Henryk Mikołaj Górecki, John Corigliano, Gija Kantscheli, Peteris Vasks, Toru Takemitsu, John Tavener, Astor Piazzolla und Orlando di Lasso für das amerikanische Schallplattenlabel Telarc einspielte. Auf Grund des internationalen Erfolgs ernannte die flämische Regierung das Orchester zum flämischen Kulturbotschafter.

Im Jahr 1988 wurde Werthen zum künstlerischen Leiter der Vlaamse Opera ernannt. Hier dirigierte er u. a. Aufführungen von Ariadne auf Naxos, Eugen Onegin, Macbeth, La Cenerentola, Der fliegende Holländer und Herzog Blaubarts Burg. Mit der La Monnaie inszenierte er Aufführungen von La Bohème in Brüssel, von Aida und Nabucco in Köln und Carmen in Brüssel, Köln, Lissabon und München.

Quellen

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