Rutgers University
Universität in New Brunswick, New Jersey
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Die Rutgers University, offiziell Rutgers, The State University of New Jersey, ist die größte Hochschule im US-Bundesstaat New Jersey. Der Hauptcampus der Universität befindet sich in den Städten New Brunswick und Piscataway. Zwei kleinere Standorte liegen in Newark und in Camden. Rutgers bietet mehr als 100 Bachelor-Programme, 100 Master-Programme sowie 80 Doktoratsprogramme in 29 diplomvergebenden Schulen und Colleges, von denen 16 Graduate-Programme anbieten. Die Rutgers University gehört zu den besten staatlichen Universitäten der USA, den sogenannten Public Ivys, und ist Mitglied der Association of American Universities, einem seit 1900 bestehenden Verbund führender forschungsintensiver nordamerikanischer Universitäten. Im akademischen Jahr 2013/14 gingen 26 Fulbright-Stipendiaten auf die Rutgers University, die somit auf Rang 3 der Research Universities hinter der Harvard University und der University of Michigan lag.[8]
| Rutgers University | |
|---|---|
| Motto | Sol Iustitiae et Occidentem Illustra |
| Gründung | 10. November 1766 |
| Trägerschaft | staatlich |
| Ort | New Brunswick, Piscataway, Newark und Camden, USA |
| Präsident | Jonathan Holloway (seit Juli 2020)[1] |
| Studierende | > 66.000 (Angabe Webseite 2021)[2] |
| Mitarbeiter | > 14.900 (Angabe Webseite 2021)[3] |
| davon Dozenten | > 8.700 (Angabe Webseite 2021)[3] |
| davon Professoren | 1.017 (2008)[4] |
| Jahresetat | 4,3 Mrd. $ (USD) (2019/2020)[5] |
| Stiftungsvermögen | ca. 1,6 Mrd. $ (USD 2021[6], 2019: > 1,4 Mrd. $[7]) |
| Hochschulsport | Big Ten Conference |
| Netzwerke | Association of American Universities |
| Website | www.rutgers.edu |


Geschichte
Die heutige Universität ging aus dem 1766 gegründeten Queen’s College hervor und ist somit die achtälteste höhere Bildungseinrichtung (vgl. den Artikel Colonial Colleges) in den Vereinigten Staaten. Ursprünglich war sie mit der niederländisch-reformierten Kirche affiliiert, ist aber heute nicht mehr religiös orientiert. 1825 erhielt sie den heutigen Namen zu Ehren ihres Mäzens Henry Rutgers, einem Helden des Unabhängigkeitskrieges.[9] Der Hauptcampus der Universität befindet sich in den Städten New Brunswick und Piscataway. 1946 fusionierte die Rutgers mit der University of Newark, heute Newark Campus, und 1950 mit dem College of South Jersey und der South Jersey Law School, heute Camden Campus. Durch Verwaltungsakte von 1945 und 1956 wurde Rutgers zur State University of New Jersey erklärt.
Organisatorische Gliederung
New Brunswick / Piscataway Campus
- Angewandte und Berufspsychologie
- Ingenieurwissenschaften
- Kommunikations-, Informations- und Bibliothekswissenschaften
- Künste (Mason Gross School of the Arts)
- Künste und Wissenschaften
- Douglass College
- Livingston College
- Rutgers College
- University College – New Brunswick
- Management und Arbeitsbeziehungen
- Pädagogik
- Pharmazie (Ernest Mario School of Pharmacy)
- Pflege
- Planung und Öffentliche Richtlinien (Edward J. Bloustein School of Planning and Public Policy)
- Sozialarbeit
- Umwelt und Biologie
- Wirtschaftswissenschaften (Rutgers Business School – New Brunswick)
- Graduate School – New Brunswick
Camden Campus
- Künste und Wissenschaften
- Rechtswissenschaften
- Wirtschaftswissenschaften
- Graduate School – Camden
- University College – Camden
Newark Campus
- Künste und Wissenschaften
- Kriminaljustiz
- Öffentliche Angelegenheiten und Verwaltung
- Pflege
- Rechtswissenschaften
- Wirtschaftswissenschaften (Rutgers Business School – Newark)
- Graduate School – Newark
- University College – Newark
Zahlen zu den Studierenden
Im Herbst 2021 gab die Universität an, dass von den über 66.000 Studenten 54 % Frauen und 46 % Männer waren und dass die Zahl der ehemaligen Studenten (Alumni) 530.000 übersteige.[2] Im Herbst 2020 waren an der Universität 50.411 Personen in New Brunswick eingeschrieben,[10] 13.231 in Newark[11] und 7.076 in Camden[12]. Damit waren es insgesamt 70.718 Studierende. 35.844 der Studierenden in New Brunswick (71,1 %) strebten 2020 ihren ersten Studienabschluss an (in der Regel einen Bachelor), sie waren also undergraduates.[10] In Newark waren 9.118 (68,9 %) und in Camden 5.502 (77,8 %) der Studierenden undergraduates.
Sport

Die Sportteams der Rutgers University sind die Scarlet Knights. Die Hochschule ist Mitglied in der Big Ten Conference seit 1. Juli 2014.
Museen und Sammlungen

Die Rutgers University verwaltet mehrere Museen und Sammlungen, die für die Öffentlichkeit zugänglich sind:
- Das Jane Voorhees Zimmerli Art Museum auf dem College-Avenue-Campus verfügt über eine Sammlung von mehr als 60.000 Kunstwerken. Der Schwerpunkt liegt auf russischer und sowjetischer Kunst, französischer Kunst des 19. Jahrhunderts sowie amerikanischer Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts. Der Fokus liegt dabei auf Druckgrafiken des frühen 20. Jahrhunderts und zeitgenössischen Druckgrafiken.
- Das Rutgers University Geology Museum in der Geology Hall zeigt Exponate zu Geologie und Anthropologie mit einem Schwerpunkt auf der Naturgeschichte New Jerseys. Zu den größten Exponaten gehören eine Dinosaurierspur aus Towaco in New Jersey, ein Mastodon aus Salem County und eine ägyptische Mumie aus der Zeit der Ptolemäer.[13]
- Die Stedman Art Gallery auf dem Campus in Camden beherbergt eine Sammlung lokaler, nationaler und internationaler Kunstwerke und Ausstellungen und ist Teil des Rutgers Camden Center for the Arts.[14]
- Die „Edison Papers“ sind eine Sammlung von rund fünf Millionen Dokumenten zu Thomas Alva Edison. Fast 175.000 dieser Dokumente sind digitalisiert und können über die Website eingesehen werden.[15]
- Rutgers Gardens umfasst 20 Hektar mit Gartenbau-, Ausstellungs- und botanischen Gärten sowie Arboreten.[16]
Besondere Forschungsergebnisse
Die Suchmaschine Teoma wurde dort entwickelt.
Bekannte Professoren
- Ruth Adams (1914–2004), Professorin für Englisch und Dekanin des Douglass College
- Clayton Alderfer (1940–2015), Psychologe
- Ousseina Alidou (* 1963), nigrische Sprachwissenschaftlerin
- Käthe Bauer-Mengelberg (1894–1968), deutsch-amerikanische Soziologin
- John H. Dunning (1927–2009), britischer Ökonom
- Helen Fisher (1945–2024), Anthropologin
- Jerry Fodor (1935–2017), Philosoph und Kognitionswissenschaftler
- Gary L. Francione (* 1954), Rechtsprofessor und Tierrechtler
- Geoffrey Hendricks, Künstler
- Allan Kaprow (1927–2006), Künstler
- Gary Kuehn (* 1939), Künstler
- Alexander J. Motyl (* 1953), Politikwissenschaftler und Historiker
- Melitta Schachner Camartin (* 1943), deutsche Neurobiologin
- Endre Szemerédi (* 1940), ungarisch-amerikanischer Mathematiker, Abelpreis 2012
- Lionel Tiger (* 1937), Anthropologe
- Robert Trivers (1943–2026), Anthropologe und Biologie
Bekannte Absolventen
- Kenny Britt (* 1988), American-Football-Spieler
- Deron Cherry (* 1959), American-Football-Spieler
- Fred Engst (* 1952), Ökonom in China
- Calista Flockhart (* 1964), Schauspielerin
- Sebastian Joseph-Day (* 1995), American-Football-Spieler
- Carli Lloyd (* 1982), Fußballspielerin
- Isiah Pacheco (* 1999), American-Football-Spieler
- Judea Pearl (* 1936), Informatiker
- Ray Rice (* 1987), American-Football-Spieler
- Paul Robeson (1898–1976), American-Football-Spieler, Schauspieler, Sänger
- Sebastian Stan (* 1982), Schauspieler
- Xavier Tillman (* 1999), Basketballspieler
- Louise A. Tilly (1922–2002), Historikerin und Hochschullehrerin