Ruwenzorifeinsänger
Art der Gattung Oreolais
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Der Ruwenzorifeinsänger (Oreolais ruwenzorii) ist eine Singvogelart aus der Familie der Halmsängerartigen (Cisticolidae), die in den Bergwäldern des Albert-Grabens verbreitet ist. Sie wird als nicht gefährdet (least concern) eingestuft.
| Ruwenzorifeinsänger | ||||||||||
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Ruwenzorifeinsänger (Oreolais ruwenzorii) an einem Wanderweg im Mgahinga-Gorilla-Nationalpark in Uganda | ||||||||||
| Systematik | ||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||
| Oreolais ruwenzorii | ||||||||||
| Jackson, 1904 |
Merkmale
Der Ruwenzorifeinsänger hat einen schlanken Körper. Er ähnelt dem Schmuckfeinsänger (Oreolais pulcher), dessen Verbreitungsgebiet sich jedoch nicht überschneidet. Zudem ist der Ruwnzorifeinsänger an der Oberseite blasser grau gefärbt, mit olivfarbenem Schimmer. Kehle und Brust sind zimtfarben mit einem aschgrauen bis schwärzlichen Brustband und eher gelblich als weißen Bereichen. Darüber hinaus weist der äußere Schwanz im Gegensatz zum Schmuckfeinsänger keine weißen Stellen auf. Der Schnabel ist schwarz und wie bei anderen Halmsängerartigen dünn und spitz.[1][2]
Zu den Lautäußerungen, die oft im Duett von einem Paar vorgetragen werden, gehören ein schriller und ein tieferer Ruf.[1]
Lebensweise
Die Art lebt vorzugsweise in Wäldern mit subtropisch/tropisch feuchtem Gebirgsklima, kommt aber auch in stark degradierten, ehemaligen Waldgebieten sowie nicht dicht bewaldeten, höheren Gebirgslagen vor.[3] Sie ist meist paarweise oder in kleinen Gruppen anzutreffen, schließt sich aber auch gemischten Vogelschwärmen an.[1]
Verbreitungsgebiet

Der Ruwenzorifeinsänger ist im Albert-Graben endemisch. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich über den Südwesten Ugandas, den Osten der Demokratischen Republik Kongo und den Westen von Ruanda und Burundi. Möglicherweise kommt die Art auch im Osten der beiden Länder sowie im Nordwesten von Tansania vor. Sie lebt in Höhen zwischen 1550 und 3100 Metern.[4] Nach BirdLife International kommt der Kivufeinsänger in elf gelisteten Important Bird Areas (IBAs) vor, die zu rund 87 % unter Naturschutz stehen. Diese umfassen in Uganda den Rwenzori Mountains National Park, den Kibale- und Mgahinga-Gorilla-Nationalpark, den Bwindi Impenetrable National Park und das Echuya Forest Reserve, in Ruanda den Vulkan-Nationalpark, Nyungwe- und Cyamudongowald, in der DR Kongo das Itombwe-Gebirge und in Burundi den Kibira-Nationalpark und das Bururi Forest Nature Reserve.[3]
Gefährdung
Die IUCN („Weltnaturschutzunion“) stuft die Art als nicht gefährdet (least concern) ein, jedoch den Populationstrend als abnehmend. Sie gilt als mittelstark an Waldlebensräume gebunden. Diese haben basierend auf Daten von Global Forest Watch aus dem Jahr 2022 in den zehn Jahren zuvor um 12,2 % abgenommen. Damit einhergehend wird eine Bestandsabnahme des Ruwenzorifeinsängers von 1 bis 19 % vermutet, die damit nicht rasch genug voranschreitet, um die Art als gefährdet einzustufen. Dazu müsste der geschätzte Populationsrückgang bei mindestens 30 % innerhalb von 10 Jahren bzw. mindestens 10 % bei kleinen Populationen unter 10.000 adulten Tieren liegen.[4]
Es gibt keine Hinweise darauf, dass die Art gehandelt wird. Sie ist zudem nicht im Washingtoner Artenschutzübereinkommen gelistet.[4]
Systematik
Die Art wurde 1902 in Ruwenzori gefunden und 1904 von Frederick John Jackson, einem britischen Ornithologen und Gründer der East Africa Natural History Society, als Apalis ruwenzorii wissenschaftlich erstbeschrieben.[2] Nach phylogenetischen Untersuchungen wurde die Art zusammen mit der Schwesterart Apalis pulchra dem Vorschlag von Nguembock et al. folgend der neuen Gattung Oreolais zugeordnet. Beide Arten sind am nächsten mit dem Rotkappensänger (Artisornis metopias) verwandt.[5][6]
Weblinks
- Rwenzori Apalis (Oreolais ruwenzorii) in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2024.2. Eingestellt von: BirdLife International, 2024.
- Species factsheet: Rwenzori Apalis Oreolais ruwenzorii. BirdLife International, 2024 (englisch).
- Ruwenzorifeinsänger (Oreolais ruwenzorii) bei Avibase
- Ruwenzorifeinsänger (Oreolais ruwenzorii) auf eBird.org
- Aufnahmen von Rufen und Gesängen bei xeno-canto.org
- Beobachtungen von Oreolais ruwenzorii. iNaturalist