Ruß-Trägspinner

Schmetterling aus der Unterfamilie der Trägspinner From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Ruß-Trägspinner (Ocneria detrita, Syn.: Parocneria detrita[2]), auch Kleiner Schwammspinner oder nur Rußspinner, ist ein Schmetterling aus der Unterfamilie der Trägspinner (Lymantriinae) welcher in Frankreich, Italien, Teilen Mitteleuropas, Südost- und Osteuropas verbreitet ist.[3]

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Rußspinner

Rußspinner, Illustration aus Esper 1782[1]

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
Familie: Eulenfalter (Erebidae)
Unterfamilie: Trägspinner (Lymantriinae)
Gattung: Ocneria
Art: Rußspinner
Wissenschaftlicher Name
Ocneria detrita
(Esper, 1785)
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Beschreibung

Während die Grundfarbe der Männchen braungrau ist und sie eine unregelmäßige, dünne, dunklere Querlinie besitzen, sind die Weibchen etwas dunkler als die Männchen und zeichnungslos. Die Flügelspannweite beträgt 30 bis 34 Millimeter.

Raupe

Die Raupen haben eine dunkle, blaugraue fast schwarze Grundfarbe und eine weiße Rückenlinie. Am 9. und 10. Segment befinden sich obenauf rote behaarte Warzen. Ein wenig seitlicher befinden sich schwarzgrau behaarte Warzen und noch eine Reihe tiefer sind die Warzen orangerot. Über den Füßen befinden sich graue Warzen. Die Stigmen sind schwarz und die Bauchbeine rötlich grau. Der rundliche Kopf besitzt die gleiche Grundfarbe wie der Körper und ist auch gleich wie dieser weißlich bestäubt.

Puppe

Die Art verbringt ungefähr drei Wochen in ihrer schwarzen Puppe, mit grün und braunen Haarbüscheln, welche sich in einem lockeren Gespinst befindet.[4]

Verbreitung und Lebensraum

In Deutschland kommt die Art heute nur noch in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg vor. Sie bevorzugen trockenwarme, lichte Wälder mit Eichen und sandigen Böden z. B. Sandheiden, Binnendünen. Hier besiedeln sie bevorzugt Eichenbüsche.

Lebensweise

Die Falter fliegen in einer Generation von Anfang Juni und Juli. Die Raupen leben ab September in eine Gemeinschaftsgespinst in welchem sie als halbwüchsige Raupen bis Mai auch überwintern. Diese ernähren sich fast nur von Eichen (Quercus). Deshalb kommt die Art vor allem in Eichenwäldern vor.[3]

Status

In niedrigen Lagen Nordost Deutschlands war der Schmetterling lokal sehr verbreitet. Mittlerweile ist sie selten oder gar nicht mehr anzutreffen. In ihrem früheren Verbreitungsgebiet Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Bayern ist sehr selten geworden oder ganz verschwunden.

Belege

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