Sächsische Ausbildungs- und Erprobungskanäle

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Sächsische Ausbildungs- und Erprobungskanäle (SAEK) war ein im September 1997 gestartetes medienbezogenes Aus- und Fortbildungsprojekt der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM) in Görlitz, Chemnitz, Zwickau, Bautzen, Plauen, Dresden, Torgau, Riesa und Leipzig.

Das SAEK-Gesamtprojekt verstand sich als Teil des Bürgerrundfunks in Deutschland.

2021 endete die Förderung des Projekts durch die Sächsische Landesmedienanstalt.[1][2]

Ziele

Medienkompetenz

Medieninteressierten Personen in Sachsen sollte das erforderliche technische und journalistische Grundwissen über die Fernseh- und Hörfunkproduktion vermittelt werden. Außerdem soll auf medienpädagogischer Grundlage ein verantwortungsbewusster und kritischer Umgang mit den Medien (Medienkompetenz) vermittelt werden.

Unter Medienkompetenz wurde in diesem Zusammenhang nicht vorrangig das Wissen um die Handhabung der Technik im Hörfunk und Fernsehen oder die Anwendung journalistischen Handwerks verstanden. Maßgeblich ist vielmehr primär der Erwerb übertragbaren medienspezifischen Handlungs- und Prinzipienwissens, welches Spielräume für frei gewähltes Handeln eröffnen sowie bisherige (Medien-)Erfahrungen und neue (Medien-)Wahrnehmungen strukturieren soll. Deshalb wird neben der Wissensvermittlung auch kommunikative und soziale Kompetenzen vermittelt.

Journalistische Weiterbildung

Ein weiteres Ziel von SAEK war die Weiterbildung von Journalisten, „Seiteneinsteigern“, zukünftigen Redakteuren und anderen beruflich Interessierten.

Diese Ausrichtung sollte unter anderem dazu beitragen, dass den sächsischen privaten Rundfunkveranstaltern ein qualifizierter Nachwuchs zur Verfügung steht, um die von diesen in den vergangenen Jahren geschaffene und kontinuierlich erweiterte Programmvielfalt und -qualität in Sachsen aufrechterhalten zu können.

Projektformen

Die SAEK-Ziele wurden anhand praktischer Arbeiten vermittelt, die regelmäßig darauf gerichtet sind, alleine oder in einer Gruppe einen grundsätzlich sendefähigen Beitrag, etwa in Form einer Reportage, eines Interviews oder gar eines Features oder Hörspiels, zu gestalten.

Angesichts dieser engen Verzahnung von Theorie und Praxis entstanden in den drei SAEK-Kombinationsprojekten (Hörfunk und Fernsehen), teilweise auch in schulischen Projekten, Hörfunk- und Fernsehredaktionen, die unter medienpädagogischer Anleitung ein wöchentlich aktuelles Hörfunkprogramm veranstalten, das täglich im Internet verbreitet wurde.

Teilprojekte

SAEK-Kombinationsprojekte für die Bereiche Hörfunk und Fernsehen

Diese Projektform wurde ab dem 1. Juli 2004 an den Standorten Dresden, Leipzig, Chemnitz durchgeführt. Sie diente der Aus- und Fortbildung von Personen, die an der Wirkungsweise und der Veranstaltung von Hörfunk und Fernsehen interessiert sind.

Schulisch geprägte SAEK-Projekte

Weiterhin wurden an den Standorten Dresden, Görlitz-Bautzen, Zwickau-Plauen und Riesa schulisch geprägte SAEK-Projekte betrieben. Sie unterschieden sich gegenüber den Kombinationsprojekten darin, dass deren Angebote vorwiegend und gezielt auf Schüler und Lehrer ausgerichtet sind.

Dabei wurden die Schüler überwiegend während der Unterrichtszeit oder im zeitlichen Anschluss daran – meist im Klassenverbund – im Bereich der elektronischen Kommunikationsmedien ausgebildet.

Die Durchführung der schulbezogenen Maßnahmen fand – je nach Bedarf – vor allem an den jeweiligen SAEK-Standorten, aber auch vor Ort in den Schulen oder sonstigen Lehreinrichtungen statt.

Professionell ausgerichtete Einzelprojekte

Projekte dieser Art sollten dazu beitragen, dass Journalisten, „Seiteneinsteiger“, zukünftige Redakteure und andere beruflich Interessierte ihre journalistische Kompetenz verbessern können.

In Umsetzung dieser Vorgabe wurde in Chemnitz ein professionell ausgerichtetes Hörfunkprojekt betrieben.

Einzelnachweise

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