Sadeness (Part I)

Lied von Enigma From Wikipedia, the free encyclopedia

Sadeness (Part I) ist ein Lied und die Debütsingle des deutschen New-Age-Musikprojektes Enigma, das im Oktober 1990 erschien.

Veröffentlichung1. Oktober 1990
Länge4:17
Autor(en)Michael Cretu, David Fairstein, Frank Peterson
Schnelle Fakten Enigma, Veröffentlichung ...
Sadeness (Part I)
Enigma
Veröffentlichung 1. Oktober 1990
Länge 4:17
Genre(s) New Age
Autor(en) Michael Cretu, David Fairstein, Frank Peterson
Produktion Michael Cretu
Album MCMXC a.D.
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Entstehung und Veröffentlichung

Das Lied wurde von den beiden Enigma-Mitgliedern Michael Cretu (als Curly M.C.) und Frank Peterson (als F. Gregorian), zusammen mit dem Koautor David Fairstein, geschrieben. Cretu zeichnete zudem auch für die Produktion verantwortlich.[1]

Die Erstveröffentlichung von Sadeness (Part I) erfolgte als Single am 1. Oktober 1990 bei Virgin Records. Diese erschien unter anderem als 7″-Single mit einem Remix als B-Seite (Katalognummer: 113 703) sowie als CD-Maxi-Single, die insgesamt vier verschiedene Versionen des Liedes beinhalet (Katalognummer: 663 703). Am 3. Dezember desselben Jahres erschien das Lied als Teil von Enigmas Debütalbum MCMXC a.D. (Katalognummer: 261 209), dessen erste Singleauskopplung es ist.[1] Im Jahr 2016 wurde mit Sadeness (Part II) eine Fortsetzung veröffentlicht, die als Single sowie Teil des Studioalbums The Fall of a Rebel Angel erschien.[2]

Im Lied wird der gregorianische Choral Procedamus in pace gesampelt, der 1976 von der Capella Antiqua München aufgenommen wurde. Die Verwendung der Aufnahme führte zu einem Gerichtsprozess und einem Vergleich zugunsten der Capella Antiqua.[3] Die Stimme des Sprechgesangs ist Sandra.

Inhalt

Der Liedtext ist mehrsprachig in französisch und Latein gehalten; während eines lateinischen Abschnitts ist ein Zitat aus Ps 24,7–8 EU enthalten. Ein sogenannte „Extended-Trance-Mix“ aus der CD-Maxi-Single enthält zusätzliche französische Sätze, die von einem Mann gesprochen wurden.

Musikvideo

Das dazugehörige Musikvideo entstand unter der Regie von Michel Guimbard.[4] Zu Beginn des Musikvideos sieht man einen Gelehrten an einem Schreibtisch sitzen (mögliche Referenz an Donatien Alphonse François de Sade), der daraufhin einschläft und bei einer Ruine auftaucht. Die Darstellung des Schlafes ähnelt Goyas Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer. Der Mann wandert durch die Ruine und kommt an ein Portal, das an Auguste Rodins Plastik Das Höllentor erinnert. Er trifft auf eine schöne succubusähnliche Frau (gespielt von Cathy Tastet). Diese flüstert lippensynchron auf verführerische Art: «Sade, dis-moi» und «Sade, donne-moi» (deutsch: „Sade, befiehl mir! Sade, gib’s mir!“), dazu folgt ein Stöhnen. Der Mann dreht sich um, versucht zu widerstehen, gibt schlussendlich seinen Bedürfnissen nach und wird durch das Höllentor gesaugt. Anschließend wacht er auf und entdeckt ein Licht auf ihn herabscheinen.[5]

Kommerzieller Erfolg

Chartplatzierungen

Weitere Informationen ChartsChart­plat­zie­rungen, Höchst­platzie­rung ...
Chartplatzierungen
ChartsChart­plat­zie­rungenHöchst­platzie­rungWo­chen
 Deutschland (GfK)[6]1 (26 Wo.)26
 Österreich (Ö3)[1]1 (17 Wo.)17
 Schweiz (IFPI)[7]1 (20 Wo.)20
 Vereinigte Staaten (Billboard)[8]5 (18 Wo.)18
 Vereinigtes Königreich (OCC)[9]1 (12 Wo.)12
Jahrescharts
ChartsJahres­charts (1990)Platzie­rung
 Deutschland (GfK)[10]42
ChartsJahres­charts (1991)Platzie­rung
 Deutschland (GfK)[11]3
 Österreich (Ö3)[12]8
 Schweiz (IFPI)[13]6
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Auszeichnungen für Musikverkäufe

Weitere Informationen Land/Region, Aus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe(Land/Region, Aus­zeich­nung, Ver­käu­fe) ...
Land/Region Aus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe
(Land/Region, Aus­zeich­nung, Ver­käu­fe)
Ver­käu­fe
 Australien (ARIA) Gold35.000
 Deutschland (BVMI) Platin500.000
 Frankreich (SNEP) Gold250.000
 Neuseeland (RMNZ) Gold5.000
 Niederlande (NVPI) Gold75.000
 Österreich (IFPI) Gold25.000
 Schweden (IFPI) Platin50.000
 Vereinigte Staaten (RIAA) Gold500.000
 Vereinigtes Königreich (BPI) Silber200.000
Insgesamt 1× Silber
6× Gold
2× Platin
1.640.000
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Hauptartikel: Enigma (Musikprojekt)/Auszeichnungen für Musikverkäufe

Coverversionen

  • 1991: Ed Starink (Album: Synthesizer Greatest, Vol. 6)
  • 2008: Gregorian (Album: Best of 1990–2010)

Einzelnachweise

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