Safia Al Bagdadi

deutsche Autorin, Moderatorin, Schauspielerin From Wikipedia, the free encyclopedia

Safia Al Bagdadi, auch bekannt als Safia Monney (* 1979 in Saarbrücken),[1] ist eine deutsch-französische Schauspielerin und Autorin.

Safia Monney in Paris 2017

Leben

Als Tochter einer französischen Übersetzerin und eines irakischen Soziologen wurde sie Safia Al Bagdadi in Saarbrücken geboren.[2] Hier verbrachte sie auch ihre ersten Lebensjahre.[3] Ihre Muttersprachen sind Deutsch und Französisch.[4] Sie erlangte ihre Schauspielausbildung am Konservatorium der Stadt Wien sowie an der International School for Acting München. Im Anschluss daran absolvierte sie den BA in Kommunikationswissenschaft an der LMU München.[5][6]

Während der Zeit an der Schauspielschule in Wien spielte Safia Al Bagdadi am Theater in der Josefstadt und wirkte an zahlreichen Schulproduktionen mit. Nach der Ausbildung folgte unter anderem ein Stück an den Münchner Kammerspielen (2004–2005)[7] und der Muffathalle München (2005–2006).[8]

In Film und Fernsehen war sie in Produktionen der TV-Sender ARD, RTL und Pro7 zu sehen. Zuletzt war sie 2022 in der belgisch-französischen Serie L'Opéra - Dancing in Paris unter der Regie von Cécile Ducrocq zu sehen.[9][10] Außerdem spielte sie in Independent-Kinofilmen wie etwa Detlef Bothes Feiertag mit.[11][4]

Seit 2008 lebt Safia Al Bagdadi in Paris und hat den Schwerpunkt aufs Schreiben verlegt.[12] Als Autorin erschien 2015 unter dem Pseudonym Safia Monney ihr Debütroman Am Ende ist noch längst nicht Schluss als Spitzentitel im Rowohlt Verlag (rororo).[6] Die schwarze Komödie um vier alte Männer auf der Reise ihres Lebens verkaufte sich bislang fast 20.000 Mal.

2018 und 2021 folgten ebenfalls unter dem Pseudonym Safia Monney die Romane Harte Zeiten für echte Kerle[13] und Ich traf Gott und sie heißt Miranda.[14][6]

Im Februar 2026 veröffentlichte sie dann erstmals einen Roman unter ihrem richtigen Namen, Safia Al Bagdadi,[3] Unser Haus mit Rutsche im Carl Hanser Verlag.[15] Der Familienroman ist von Al Bagdadis eigener Kindheit inspiriert und spielt unter anderem in den 1980er und 1990er Jahren im Saarland, dem Elsass und dem Irak.[16][17][18] Er erzählt auf täuschend leichte Weise aus Sicht der Tochter von multikulturellen Anspannungen und Klassenkonflikten innerhalb ihrer Familie in vermeintlich fröhlichen Kindheitsjahren, bis 1991 der Zweite Golfkrieg ausbricht und ihr Vater auf fanatische Weise der Religion verfällt.[16][19][18]

Werke

Filmografie

Kino

  • 2002: Feiertag
  • 2003: Chickensalad to disaster
  • 2007: Mikado

Kurzfilme

  • 2000: Wie die Zeit verrinnt
  • 2003: After traffic
  • 2003: Alles anders
  • 2008: Les jours d’après
  • 2008: L’arbre en nous à parlé

Fernsehen

Hörbuch

Auszeichnungen

  • 2004: Gewinnerin des Allegra Talentwettbewerbs für Moderation
Commons: Safia Al Bagdadi – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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