Mitinori Saitou
japanischer Biomediziner an der Universität Kyoto
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Mitinori Saitou (japanisch 斎藤 通紀 Saitō Michinori; * 1970)[1] ist ein japanischer Biomediziner an der Universität Kyōto.
Leben und Wirken
Saitou erwarb 1995 an der Universität Kyoto einen M.D. und 1999 ebendort bei Shoichiro Tsukita einen Ph.D. in Zellbiologie. Als Postdoktorand arbeitete er bei Azim Surani am Gurdon Institute der University of Cambridge. Ab 2003 leitete er eine eigene Arbeitsgruppe am RIKEN-Zentrum für Entwicklungsbiologie. 2009 erhielt Saitou eine Professur an der Universität Kyoto, von 2011 bis 2018 war er zusätzlich Forschungsdirektor am ERATO-Programm der Japan Science and Technology Agency. Seit 2018 ist er Direktor des Institute for the Advanced Study of Human Biology (WPI-ASHBi) am Institute for Advanced Study der Universität Kyoto. Seit 2023 arbeitet er wieder für die Japan Science and Technology Agency, diesmal in deren FOREST-Programm.
Mitinori Saitou konnte wesentliche Beiträge zur Aufklärung der Entwicklung der Keimbahn im Säugetier-Embryo leisten. Saitou und Mitarbeitern gelangen die in-vitro-Reproduktion der Entwicklung von Zellen der Keimbahn (Gametogenese) aus induzierten pluripotenten Stammzellen (iPS) und die Anzucht solcher Zellen in der Maus.[2]
Laut Datenbank Scopus hat Saitou (Stand November 2025) einen h-Index von 69.[3]
Auszeichnungen (Auswahl)
- 2016 Takeda-Medizinpreis[4]
- 2019 Asahi-Preis[5]
- 2020 Imperial Prize of the Japan Academy und Japan Academy Prize der Japanischen Akademie der Wissenschaften[6]
- 2020 Assoziiertes Mitglied der European Molecular Biology Organization[7]
- 2024 Keio Medical Science Prize[2]
Literatur
- Monika A. Ward: An interview with Professor Mitinori Saitou. In: Biology of Reproduction. Band 98, Nr. 2, 6. Dezember 2017, S. 150–152, doi:10.1093/biolre/iox171.
Weblinks
- Saitou Group und Mitinori Saitou beim ASHBi (ashbi.kyoto-u.ac.jp)
- Curriculum Vitae beim Center for iPS Cell Research and Application (cira.kyoto-u.ac.jp)