Sampdoria Genua

italienischer Fußballverein aus der Stadt Genua From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Unione Calcio Sampdoria, kurz U.C. Sampdoria oder Sampdoria, im deutschsprachigen Raum bekannt als Sampdoria Genua, ist ein italienischer Fußballverein aus der ligurischen Hauptstadt Genua. Weitere Bezeichnungen sind La Samp, Il Doria und I Blucerchiati.

Schnelle Fakten Basisdaten, Erste Fußballmannschaft ...
Sampdoria Genua
Logo von Sampdoria Genua
Basisdaten
Name Unione Calcio Sampdoria S.p.A.
Sitz Genua, Italien
Gründung 12. August 1946
Farben blau-weiß
Präsident Matteo Manfredi
Website sampdoria.it
Erste Fußballmannschaft
Cheftrainer Angelo Gregucci
Spielstätte Stadio Luigi Ferraris
Plätze 34.901
Liga Serie B
2024/25 17. Platz
Heim
Auswärts
Ausweich
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Sampdoria Genua ist vierfacher Italienischer Pokalsieger, einmaliger Italienischer Meister und Italienischer Supercupsieger.

Heimspielstätte ist das 36.599 Zuschauer fassende Stadio Luigi Ferraris. Dieses teilt sich der Klub mit dem Stadtrivalen CFC Genua.

Geschichte

Die Mannschaft der U.C. Sampdoria um 1946
Stadio Luigi Ferraris, seit 1946 Heimstätte von Sampdoria Genua

Gegründet wurde die Unione Calcio Sampdoria am 12. August 1946. Der Verein entstand durch die Fusion von SG Sampierdarenese und SG Andrea Doria, aus deren Namen sich auch der Vereinsname Sampdoria ableitet. Seitdem spielte die Sampdoria die meiste Zeit in der Serie A, große Erfolge blieben allerdings lange Zeit aus. Bis in die 1980er war der vierte Tabellenplatz aus der Saison 1960/61 der größte Erfolg der Genuesen.

Dieser wurde in der Saison 1984/85 eingestellt. Außerdem gewann die Sampdoria in jener Spielzeit ihren ersten Titel: Gegen die AC Mailand holten sich die Blucerchiati den italienischen Pokal. Bis 1994 wurden drei weitere Titel in diesem Wettbewerb gefeiert. Dank dieser Erfolge qualifizierte man sich regelmäßig für den Europapokal der Pokalsieger, wo die Sampdoria ebenso für Aufsehen sorgte. 1989 erreichten die Genuesen zum ersten Mal das Finale dieses Wettbewerbs, in dem man sich im Wankdorfstadion in Bern dem FC Barcelona mit 0:2 geschlagen geben musste. Schon im Jahr darauf stand die Sampdoria erneut im Finale und dieses Mal wurde der Wettbewerb auch gewonnen: Im Göteborger Ullevi-Stadion wurde der RSC Anderlecht mit 2:0 besiegt. Gianluca Vialli erzielte dabei für die Sampdoria beide Treffer in der Verlängerung.

Den größten Erfolg der Vereinsgeschichte feierten die Blucerchiati aber in der folgenden Saison (1990/91), als sie sich vor der AC Mailand die italienische Meisterschaft sicherten. Dadurch qualifizierte sich der Verein für den Europapokal der Landesmeister 1991/92, wo die Sampdoria sich in ihrer Gruppe gegen Roter Stern Belgrad, dem RSC Anderlecht und Panathinaikos Athen durchsetzte und das Finale erreichte. Dort traf man wie schon drei Jahre zuvor auf den FC Barcelona. Aber auch im Wembley-Stadion behielten die Katalanen die Oberhand: Das Spiel ging mit 0:1 aus Sicht der Blucerchiati nach der Verlängerung verloren.

Architekt dieser erfolgreichen Mannschaft war der jugoslawische Trainer Vujadin Boškov, der die Sampdoria von 1986 bis 1992 betreute. Schlüsselspieler dieser Zeit waren unter anderem Torhüter Gianluca Pagliuca, Verteidiger Pietro Vierchowod, Mittelfeldspieler Attilio Lombardo und die Stürmer Gianluca Vialli und Roberto Mancini.

Nach 1994 gelang es der Sampdoria nicht mehr, an vergangene Erfolge anzuknüpfen. Zwar wurde bis zur Spielzeit 1997/98 immer ein einstelliger Tabellenplatz erreicht, doch in der Saison 1998/99 stiegen die Genuesen als Tabellensechzehnter in die Serie B ab. Erst in der Saison 2003/04 spielten die Blucerchiati wieder erstklassig.

Den größten Erfolg der jüngeren Vereinsgeschichte feierte die Sampdoria in der Spielzeit 2009/10, als die Mannschaft, angeführt von Kapitän Angelo Palombo und den beiden Stürmern Giampaolo Pazzini und Antonio Cassano, den vierten Tabellenplatz erreichte und sich damit die Teilnahme für die Play-offs der Champions League 2010/11 sicherte. In der letzten Qualifikationsrunde scheiterte man knapp an Werder Bremen: nach einer auswärtigen 1:3-Hinspielniederlage führte Genua im eigenen Stadion im Rückspiel bis zur Nachspielzeit mit 3:0, um dann ein Gegentor von Markus Rosenberg zu bekommen und so in die Verlängerung zu gehen. Sampdoria Genua gewann nach 120 Minuten mit 3:2, scheiterte jedoch aufgrund eines Gesamtspielstandes von 5:4. In der darauffolgenden Gruppenphase der Europa League schied die Mannschaft als Gruppendritter hinter der PSV Eindhoven und Metalist Charkiw sowie vor VSC Debrecen aus. Die nächste Enttäuschung folgte wenig später, denn zum Ende der Saison 2010/11 stieg die Sampdoria als Tabellenachtzehnter erneut in die Serie B ab.

Die Rückkehr in die höchste italienische Spielklasse ließ nicht lange auf sich warten. Als Tabellensechster erreichte Genua in der Saison 2011/12 die Aufstiegs-Play-offs, deren Sieger in die Serie A aufstieg. Im Halbfinale setzte man sich mit 3:2 im Gesamtergebnis gegen die US Sassuolo durch, in den Finalspielen wurde die AS Varese 3:2 und 1:0 besiegt. Am 21. Januar 2013 verstarb der amtierende Vereinspräsident Riccardo Garrone nach langer schwerer Krankheit.[1] Am Ende der Saison 2024/25 konnte der erste Abstieg des Vereins in die Drittklassigkeit nur knapp verhindert werden, als die US Salernitana im Play-out bezwungen wurde.

Vereinsfarben und -wappen

Tifosi von Sampdoria in der Curva Sud des Stadio Luigi Ferraris (2019)

Das Vereinslogo zeigt die Silhouette eines Pfeife rauchenden Seemanns namens Baciccia (Baptist).

Eine absolute Eigenheit und ein Charakteristikum im italienischen Profifußball stellen die Vereinsfarben der Sampdoria dar. Blucerchiato würde man im Deutschen etwa mit blauumrahmt oder blauumringt übersetzen. Der Großteil des Samp-Heimtrikots und -Klubemblems besteht aus einem kräftigen Blauton, der einen kleinen Ring aus den Farben weiß, rot-schwarz und nochmals weiß umschließt. Die Sampdoria-Spieler und -Fans bezeichnet man somit auch als Blucerchiati, als Blauumrahmte.

Daten und Fakten

Vereinserfolge

Weitere Informationen National, Titel ...
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Ligenverlauf

Erfolge der Jugendmannschaften

Individuelle Erfolge

Italiens Fußballer des Jahres (5)

Torschützenkönig

Serie A (3)

Europapokal der Pokalsieger (1)

Personal

Aktueller Kader der Saison 2025/26

Stand: 21. Februar 2026[2]

Weitere Informationen Nr., Position ...
Nr. Position Name
1 ItalienItalien TW Simone Ghidotti
2 ItalienItalien AB Mattia Viti (Leihe von OGC Nizza)
4 FrankreichFrankreich MF Jordan Ferri
5 ItalienItalien AB Alessandro Riccio
7 ItalienItalien MF Manuel Cicconi (Leihe von Carrarese Calcio)
8 ItalienItalien MF Matteo Ricci
9 ItalienItalien ST Massimo Coda
10 ItalienItalien ST Luigi Cherubini (Leihe von AS Rom)
11 Slowenien ST Tjaš Begić (Leihe von Parma Calcio 1913)
13 DeutschlandDeutschland AB Matteo Palma (Leihe von Udinese Calcio)
16 Schottland MF Liam Henderson
17 Bosnien und Herzegowina AB Dennis Hadžikadunić (Leihe von FK Rostow)
18 ItalienItalien AB Lorenzo Venuti
20 ItalienItalien MF Simone Pafundi (Leihe von Udinese Calcio)
21 ItalienItalien AB Simone Giordano
Nr. Position Name
23 ItalienItalien AB Fabio Depaoli
25 ItalienItalien AB Alex Ferrari
28 DanemarkDänemark MF Oliver Abildgaard
29 ItalienItalien AB Alessandro Di Pardo
30 ItalienItalien TW Nicola Ravaglia
33 ItalienItalien MF Francesco Conti
34 ItalienItalien MF Tommaso Casalino
39 ItalienItalien AB Lorenzo Malanca
50 ItalienItalien TW Tommaso Martinelli (Leihe von AC Florenz)
72 Tschechien MF Antonín Barák (Leihe von AC Florenz)
77 ItalienItalien ST Nicholas Pierini (Leihe von US Sassuolo)
92 ItalienItalien ST Edoardo Soleri (Leihe von Spezia Calcio)
94 ItalienItalien MF Salvatore Esposito (Leihe von Spezia Calcio)
98 Belgien TW Gaëtan Coucke
99 ItalienItalien ST Matteo Brunori (Leihe von FC Palermo)
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Ehemalige Spieler

Spielerrekorde

Roberto Mancini
Gianluca Vialli

Stand: Saisonende 2020/21; Fettgedruckte Spieler sind noch aktiv. Angegeben sind alle Pflichtspiele und -tore.

Weitere Informationen Einsätze, Tore ...
Einsätze
1 Italien Roberto Mancini1982–1997 566
2 Italien Pietro Vierchowod1983–1995 493
3 Italien Angelo Palombo2002–2017 459
4 Italien Moreno Mannini1984–1999 417
5 Italien Gaudenzio Bernasconi1954–1965 362
6 Italien Luca Pellegrini1980–1991 362
7 Italien Guido Vincenzi1958–1969 360
8 Italien Giancarlo Salvi1963–1964
1965–1976
327
9 Italien Gianluca Vialli1984–1992 321
10 Italien Attilio Lombardo1989–1995 306
Tore
1 Italien Roberto Mancini1982–1997 173
2 Italien Gianluca Vialli1984–1992 141
3 Italien Francesco Flachi1999–2007 111
4 Italien Fabio Quagliarella2006–2007
2016–0000
100
5 Italien Adriano Bassetto1946–1953 93
6 Italien Giuseppe Baldini1946–1950 73
7 Italien Vincenzo Montella1996–1999 66
8 Italien Giancarlo Salvi1963–1964
1965–1976
55
9 Italien Attilio Lombardo1989–1995 54
10 ItalienItalien Sudafrika Eddie Firmani1955–1958 53
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Trainerhistorie

Weitere Informationen Cheftrainer, Amtszeit ...
Cheftrainer
AmtszeitName
1946–1947Italien Giuseppe Galluzzi
1947–1950Italien Andrea Stigliano
1950–1951Italien Giuseppe Galluzzi
Italien Gipo Poggi und Italien Alfredo Foni
1951–1952Italien Alfredo Foni
1952–1953Italien Gipo Poggi
Italien Ivo Fiorentini
1953–1954Italien Paolo Tabanelli
1954–1955Italien Paolo Tabanelli
Ungarn Lajos Czeizler
1955–1956Ungarn Lajos Czeizler
1956–1957Ungarn Lajos Czeizler
Italien Pietro Rava
Italien Ugo Amoretti
England Bill Dodgin sr.
1957–1958England Bill Dodgin sr.
Italien Adolfo Baloncieri
1958–1961Italien Eraldo Monzeglio
1961–1962Italien Eraldo Monzeglio
Italien Roberto Lerici
1962–1963Italien Roberto Lerici
Osterreich Ernst Ocwirk
1963–1964Osterreich Ernst Ocwirk
1964–1965Osterreich Ernst Ocwirk
Italien Giuseppe Baldini
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Weitere Informationen Cheftrainer, Amtszeit ...
Cheftrainer
AmtszeitName
1965–1966Italien Giuseppe Baldini
Italien Fulvio Bernardini
1966–1968Italien Fulvio Bernardini
1971–1973Paraguay Heriberto Herrera
1973–1974Italien Guido Vincenzi
1974–1975Italien Giulio Corsini
1975–1977Italien Eugenio Bersellini
1977–1978Italien Giorgio Canali
1979–1980Italien Lamberto Giorgis
Italien Lauro Toneatto
1980–1981Italien Enzo Riccomini
1981–1982Italien Enzo Riccomini
Italien Renzo Ulivieri
1982–1984Italien Renzo Ulivieri
1984–1986Italien Eugenio Bersellini
1986–1992Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik Vujadin Boškov
1992–1997Schweden Sven-Göran Eriksson
1997–1998Argentinien César Luis Menotti
Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik Vujadin Boškov
1998–1999Italien Luciano Spalletti
England David Platt und Italien Giorgio Veneri
Italien Luciano Spalletti
1999–2000Italien Gian Piero Ventura
2000–2001Italien Luigi Cagni
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Weitere Informationen Cheftrainer, Amtszeit ...
Cheftrainer
AmtszeitName
2001–2002Italien Luigi Cagni
Italien Gianfranco Bellotto
2002–2007Italien Walter Novellino
2007–2009Italien Walter Mazzarri
2009–2010Italien Luigi Delneri
2010–2011Italien Domenico Di Carlo
Italien Alberto Cavasin
2011–2012Italien Gianluca Atzori
Italien Giuseppe Iachini
201200000Italien Ciro Ferrara
2012–2013Italien Delio Rossi
2013–2015Serbien Siniša Mihajlović
201500000Italien Walter Zenga
2015–2016Italien Vincenzo Montella
2016–2019Italien Marco Giampaolo
201900000Italien Eusebio Di Francesco
2019–2021Italien Claudio Ranieri
2021–2022Italien Roberto D’Aversa
202200000Italien Marco Giampaolo
2022–2023Serbien Dejan Stanković
2023–2024Italien Andrea Pirlo
2024Italien Andrea Sottil
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Mannschaft der Frauen

Die Frauenfußballabteilung besteht seit dem Jahr 2020 und spielte durch die Übernahme der Lizenz von Florentia San Gimignano SSD zwischen 2021 und 2025 in der Serie A.

Literatur

  • Marco Ansaldo, Renzo Parodi: Una storia blucerchiata. L’epopea della Sampdoria dagli inizi ai nostri giorni Sportmedia, 2017, ISBN 978-88-87588-45-3.
  • Roberto Bordi, Vittorio Masi: Quanto sei sampdoriano da zero a cento? Il quiz della lanterna Sportmedia, 2017, ISBN 978-88-87588-43-9.
  • Marco Ansaldo, Renzo Parodi: Il bacio al pallone. Lo spirito vincente di Mancini e Vialli dallo scudetto della Sampdoria alla Nazionale Il Canneto Editore, 2021, ISBN 979-12-80239-14-3.
  • Gianluca Vialli, Roberto Mancini: La bella stagione Arnoldo Mondadori Editore, 2021, ISBN 978-88-04-73864-0.
  • Marco Benvenuto: Vinto, visto, vissuto. Lo scudetto della Samp nei racconti di chi c'era Galata S.r.l., 2022, ISBN 978-88-95369-69-3.
Commons: Sampdoria Genua – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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