Sərdar Cəlaloğlu
aserbaidschanischer Politiker
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Sərdar Cəlaloğlu (alternative aserbaidschanische Schreibweise Särdar Cälaloğlu, eigentlich Sərdar Cəlal oğlu Məmmədov bzw. Särdar Cälal oğlu Mämmädov; * 3. Juni 1954 in Babək, Autonome Republik Nachitschewan) ist ein aserbaidschanischer Politiker und der erste Stellvertreter des Vorsitzenden der Aserbaidschanischen Demokratischen Partei. Seine Äußerungen über Frauen sorgten in den Medien für Kontroversen (siehe Politische Ansichten).

Leben
Sərdar Cəlaloğlu stammt aus einer Lehrerfamilie. 1970–1977 hat er die Aserbaidschanische Medizinische Universität erfolgreich abgeschlossen. Er ist einer der Mitgründer der Aserbaidschanischen Volksfront (1988–1990) und war Vorstandsmitglied. Er ist auch Mitgründer und erster Vorsitzender der Aserbaidschanischen Demokratischen Partei. Sərdar Cəlaloğlu ist auch Gründer von zwei Zeitungen – „Hürriyyat“ und „Haray“ – und der Zeitschrift „Oyanisch“.
Er wurde aufgrund seiner politischen Tätigkeiten dreimal kurzzeitig verhaftet. Im Jahr 2003, nach den Präsidentschaftswahlen in Aserbaidschan, wurde er erneut verhaftet und zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und sechs Monaten verurteilt, aber danach vom Europarat als politischer Gefangener anerkannt und freigelassen. Er ist verheiratet und hat vier Kinder.
Politische Ansichten
Cəlaloğlu vertritt ein traditionelles Rollenbild und äußerte sich wiederholt einschränkend über die Rechte und das Verhalten von Frauen. So erklärte er 2020, eine Frau dürfe sich ohne männliche Begleitung nicht frei bewegen.[1] Seine Aussagen über das Aussehen von Frauen zu Hause und in der Öffentlichkeit lösten 2026 eine Kontroverse in den aserbaidschanischen Medien aus.[2]
Werke
- „Mahiyyat“ – („Wesen“) – politisch-philosophisches Werk
- „Azadliga mahkumuq“ („Wir sind zur Freiheit verurteilt“) – politisch-philosophisches Werk
- „Insanlar va adamlar“ – („Der Mensch und der humane Mensch“) – politisch-philosophisches Werk
- „Turkachara“ – („Medizinalpfuscherei“) – politisch-philosophisches Werk
- „İlahi siyasat“ – („Geistliche Politik“) – wissenschaftlich-philosophisches Werk