Internationale Sommerakademie für Bildende Kunst Salzburg

Salzburger Sommerakademie From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Internationale Sommerakademie für Bildende Kunst Salzburg, 1953 von Oskar Kokoschka als „Schule des Sehens“ auf der Festung Hohensalzburg gegründet, ist die älteste ihrer Art in Europa. Jährlich besuchen derzeit ca. 300 Teilnehmer aus über 50 Staaten (Stand: 2019) ca. 20 Kurse an den zwei fixen Kursorten Festung Hohensalzburg und Kiefer Steinbruch in Fürstenbrunn, sowie an temporären Standorten. Die Salzburger Sommerakademie ist prinzipiell für alle Interessierten offen. Gut zwei Drittel der Teilnehmer sind Professionelle (Künstler und Kunststudierende). Alle Teilnehmer durchlaufen ein Bewerbungsverfahren, bei dem die Lehrenden über ihre Aufnahme entscheiden.

Lehrinhalte

Renommierte Künstler aus der ganzen Welt geben Kurse in Malerei, Zeichnung, Druckgrafik, (Stein-)Bildhauerei, Installation, Mixed Media, Architektur, Schmuckgestaltung, Fotografie, Video, Performance, Kuratorischer Praxis und Schreiben über Kunst.[1] Die organisatorische Struktur der Sommerakademie ermöglicht es ihr, kurzfristig auf aktuelle Entwicklungen des Kunstbetriebs zu reagieren und jüngste Tendenzen mitzuprägen.

Geschichte

Die Akademie wurde 1953 von Oskar Kokoschka und Friedrich Welz als Schule des Sehens auf der Festung Hohensalzburg gegründet. Nachfolger als Direktor wurde 1964 Hermann Stuppäck.[2] Von 1981 bis 1999 war Wieland Schmied Präsident der Sommerakademie. Barbara Wally begann 1981 mit Schmied als Geschäftsführerin und übernahm 1999 die Gesamtleitung der Sommerakademie als Direktorin bis 2009. Sie wurde im März 2009 durch Hildegund Amanshauser abgelöst, die bis 2020 die Sommerakademie professionalisierte, auf globalisierte Zusammenhänge fokussierte und zu einer Globalen Akademie entwickelte. Mit 1. September 2020 ist Sophie Goltz neue Direktorin der Internationalen Sommerakademie. Ihre zentralen Anliegen sind künstlerische Praktiken, die sich einer experimentellen Pädagogik verschreiben und digitaler Technologien oder neuartiger, synthetisch generierter Materialien bedienen.

Professoren

Literatur

  • Hildegund Amanshauser (Hrsg.): Das schönste Atelier der Welt. 60 Jahre Internationale Sommerakademie für Bildende Kunst Salzburg. Jung und Jung, Salzburg/Wien 2013, ISBN 978-3-99027-038-7.

Einzelnachweise

Related Articles

Wikiwand AI