Wikiwand AI

Senatus consultum de Aphrodisiendibus

Senatsbeschluss From Wikipedia, the free encyclopedia

Das Senatus consultum de Aphrodisiensibus war ein am 2. Oktober 39 v. Chr. in Rom erlassener Senatsbeschluss zur Verwaltung des Reichs. Er verlieh der antiken kleinasiatischen Stadt Aphrodisias in Karien den Status einer civitas libera, einer freien Gemeinde. Mit dem Beschluss wurden Wohlwollen und Freundschaft zugesichert, was dem Bündnis zu Rom Auffrischung verlieh. Ebenso wurde mit der Stadt Plarasa verfahren. Die Bevölkerung wurde von öffentlichen Abgaben befreit, auch wurde die Steuerpflicht aufgehoben, dokumentiert durch die Streichung aus dem Steuerregister. Römische Bürger sollten ihre Streitigkeiten außerdem vor eigenen Gerichtshöfen austragen dürfen. Letztlich brauchten sie bei Finanzierungsbedarf keine Bürgschaftsrechtlichen Sicherheiten mehr auf Kredite leisten.

Neben den rechtlichen Aspekten geht der Beschluss detailliert auf historische Ereignisse der Gemeinde Aphrodisias in der Zeit des zweiten Triumvirats ein. Dabei wird schließlich ihr Status als civitas libera et foederata („freie und verbündete Gemeinde“) bestätigt. Mit außenpolitischer Wirkung erlangte Aphrodisias Schutzstatus die Zusicherung vor Gefahren und Verfolgung. Dieses Versprechen steht im Zusammenhang mit den kultischen Feierlichkeiten, die im zentralen Aphrodite-Tempel praktiziert wurden. Letztlich informiert das Konsult noch über die allgemeine Verwaltungsarbeit des Senats zum Ende der Zeit der Republik.

Eine griechische Übersetzung des Textes ist zumindest zur Hälfte in Form einer fragmentarisch erhaltenen Inschrift überliefert. In der epigraphischen Wissenschaft gilt diese trotz der unvollständigen Erhaltung als einer der längsten bekannten Rechtstexte.

Literatur

Related Articles

Timelines

Top Qs

Fact Checks