Šaban Sejdi
jugoslawischer Ringer
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Šaban Sejdi (mazedonisch Шабан Сејди oder Saban Sejdiu oder Shaban Sejdiu; * 6. Mai 1959 in Blace, Petrovec, SFR Jugoslawien, heute Nordmazedonien) ist ein ehemaliger Ringer aus Jugoslawien. Er gewann zwei olympische Bronzemedaillen im Freistilringen. Bei Weltmeisterschaften errang er zwei Silbermedaillen. Hinzu kamen zwei Europameistertitel und zwei Goldmedaillen bei Mittelmeerspielen.
Sportliche Karriere
Der 1,72 Meter große Sejdi begann in der Gewichtsklasse bis 62 Kilogramm. Von 1976 bis 1981 trat er in der Klasse bis 68 Kilogramm an, von 1983 bis 1988 in der Klasse bis 74 Kilogramm. Auf Vereinsebene war er beim Ringclub in Skopje.
Im August 1975 siegte er in der Gewichtsklasse bis 62 Kilogramm bei den Mittelmeerspielen in Algier vor dem Griechen Panagiotis Koutsoupakis und dem Franzosen Theodule Toulotte.[1]
In der Gewichtsklasse bis 68 Kilogramm war er 1976 Zweiter der Jugendeuropameisterschaften und 1977 Zweiter der Juniorenweltmeisterschaften. Bei seiner ersten Olympiateilnahme 1976 in Montreal schied Sejdi nach Niederlagen in seinen beiden ersten Kämpfen aus.[2] Bei den Europameisterschaften 1977 in Bursa gewann Sejdi den Titel vor dem Türken Mehmet Sarı und Ichaki Gaidarbekow aus der Sowjetunion.[3] Im August 1977 trat er bei der Universiade in Sofia an und erkämpfte die Bronzemedaille, es siegte der Bulgare Konstantin Trajkow.[4] Zwei Monate später bei den Weltmeisterschaften in Lausanne gewann Pawel Pinigin aus der Sowjetunion vor Šaban Sejdi und dem Mongolen Dsewegiin Oidow.[5] 1978 verteidigte Pinigin seinen Titel bei den Weltmeisterschaften in Mexiko-Stadt, Sejdi belegte den fünften Rang.[6]
Im April 1979 bei den Europameisterschaften in Bukarest siegte Nikolai Petrenko aus der Sowjetunion vor dem Bulgaren Iwan Jankow und Eberhard Probst, Šaban Sejdi erreichte den vierten Platz.[7] Bei den Balkanspielen 1979 in Jambol siegte der Bulgare Kamen Penew vor Sejdi.[8] Vier Monate später siegte Sejdi bei den Mittelmeerspielen in Split vor dem Franzosen Didier Nicolas und dem Türken Huseyn Yalin.[9] Nach einem zehnten Platz bei den Europameisterschaften 1980 trat Sejdi bei den Olympischen Spielen in Moskau an. In der ersten Runde bezwang er den Australier Zsigmond Kelevitz und in der zweiten Runde den Kubaner José Ramos. Es folgten Siege über den Belgier Oscar Segers und den Finnen Pekka Rauhala. Mit dem Sieg über Eberhard Probst in seinem fünften Kampf hatte Sejdi seine olympische Medaille sicher. In seinen letzten beiden Kämpfen verlor er gegen den Gewinner der Goldmedaille Saipulla Absaidow und den Olympiazweiten Iwan Jankow.[10] 1981 bei den Weltmeisterschaften in Skopje siegte Absaidow vor Sejdi und Kamen Penew.[11] Es war die einzige Medaille für Jugoslawien bei den Heimweltmeisterschaften.
Zwei Jahre später trat Sejdi in der Gewichtsklasse bis 74 Kilogramm an. Bei den Europameisterschaften 1983 in Budapest gewann er den Titel vor Pekka Rauhala und Wladimir Djugutow aus der Sowjetunion.[12] Bei den Mittelmeerspielen in Casablanca belegte Sejdi nur den fünften Platz.[13] 1984 bei den Europameisterschaften in Jönköping schied Sejdi frühzeitig aus. Im August 1984 bei den Olympischen Spielen in Los Angeles siegte Sejdi in seinem ersten Kampf gegen den Neuseeländer Zane Coleman und in seinem zweiten Kampf gegen den Spanier Ignacio Ordóñez. Nach einem Drittrundensieg über den Iraker Ali Hussain Faris wurde Sejdi in der vierten Runde von David Schultz aus den Vereinigten Staaten geschultert. Mit Siegen über Pekka Rauhala und über den Südkoreaner Han Myung-woo erreichte Sejdi den Kampf um Bronze, den er nach Punkten gegen den Inder Rajinder Singh gewann.[14]
In den folgenden Jahren belegte Sejdi dreimal den sechsten Platz bei Europameisterschaften: 1985 in Leipzig, 1987 in Weliko Tarnowo und 1988 in Manchester. Dazwischen gewann er bei den Mittelmeerspielen 1987 in Lattakia die Bronzemedaille hinter Fevzi Şeker aus der Türkei und Ioakim Vasiliadis aus Griechenland.[15] Bei seiner vierten Olympiateilnahme 1988 in Seoul unterlag Sejdi nach einem Freilos und zwei schnellen Siegen in der vierten Runde dem späteren Olympiasieger Kenneth Monday. In der fünften Runde schied er dann gegen den Südkoreaner Yoon Kyung-jae aus.[16]
Sejdi ist der Vater der Sängerin Altuna Sejdiu.
Weblinks
- Šaban Sejdi in der Datenbank von Olympedia.org (englisch)