Samarium(III)-oxid

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Samarium(III)-oxid ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Oxide.

Schnelle Fakten Kristallstruktur, Allgemeines ...
Kristallstruktur
Kristallstruktur von Samarium(III)-oxid
_ Sm3+ 0 _ O2−
Allgemeines
Name Samarium(III)-oxid
Andere Namen
  • Samariumsesquioxid
  • Disamariumtrioxid
  • Samaria
Verhältnisformel Sm2O3
Kurzbeschreibung

geruchloser gelblicher Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 12060-58-1
EG-Nummer 235-043-6
ECHA-InfoCard 100.031.845
PubChem 159425
Wikidata Q421401
Eigenschaften
Molare Masse 348,72 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

8,347 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

2325 °C[1]

Siedepunkt

4118 °C[2]

Löslichkeit

nahezu unlöslich in Wasser (20 °C)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[2]
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze[2]
Toxikologische Daten

> 5000 mg·kg−1 (LD50, Ratte, oral)[1]

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Geschichte

Samarium(III)-oxid wurde 1879 von Paul Émile Lecoq de Boisbaudran im Samarskit entdeckt.[3]

Gewinnung und Darstellung

Samarium(III)-oxid kann durch Verbrennung von Samarium an Luft gewonnen werden.

Es kann auch durch thermische Zersetzung von Samariumsalzen wie Samariumoxalat oder Samariumcarbonat bei Temperaturen um 700 °C gewonnen werden.[4]

Samarium(III)-oxid-Nanopartikel können durch Reaktion von Samariumhydrid mit Sauerstoff gewonnen werden.[5]

Insgesamt werden etwa 700 Tonnen pro Jahr hergestellt.[6]

Eigenschaften

Samarium(III)-oxid

Samarium(III)-oxid ist ein geruchloser gelblicher Feststoff, der unlöslich in Wasser ist.[1] Er kommt in einer monoklinen und einer kubischen Kristallstruktur vor, wobei die kubische Form stabiler und häufiger ist.[5]

Verwendung

Samarium(III)-oxid wird in Infrarotstrahlung absorbierendem Glas verwendet. In der organischen Chemie katalysiert es die Reaktion von acyclischen primären Alkoholen zu Aldehyden und Ketonen. Eine weitere Anwendung ist die Herstellung von anderen Samariumsalzen[7] wie Samarium(III)-sulfid.[8]

Einzelnachweise

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