Santa-Isabel-Nacktschwanzratte

Art der Gattung Nacktschwanzratten (Solomys) From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Santa-Isabel-Nacktschwanzratte (Solomys sapientis) ist ein auf der zu den Salomonen zählenden Insel Santa Isabel endemisches Nagetier in der Gattung der Nacktschwanzratten.[1] Die Art wurde als Typus dieser Gattung festgelegt. Die Schwesterart ist vermutlich die Bougainville-Nacktschwanzratte (Solomys salebrosus). Die Trennung zwischen diesen Arten erfolgte schätzungsweise vor 14.000 Jahren.[2] Eine ausgestorbene Population auf der Insel Malaita zählte vermutlich zu dieser Art.[3]

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name ...
Santa-Isabel-Nachtschwanzratte
Systematik
Familie: Langschwanzmäuse (Muridae)
Unterfamilie: Altweltmäuse (Murinae)
Tribus: Hydromyini
Uromys-Gruppe
Gattung: Nacktschwanzratten (Solomys)
Art: Santa-Isabel-Nachtschwanzratte
Wissenschaftlicher Name
Solomys sapientis
(Thomas, 1902)
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Von den Einheimischen wird das Tier kakahu genannt.[4]

Merkmale

Das Tier ist mit einer Kopf-Rumpf-Länge von 188 bis 250 mm und einer Schwanzlänge von 190 bis 257 mm ein mittelgroßer Vertreter der Unterfamilie Murinae, aber größer als andere Nacktschwanzratten. Die Hinterfüße sind 50 bis 67 mm lang und die Länge der Ohren liegt bei 17,5 bis 19 mm. Das borstige Fell besteht hauptsächlich aus 12 bis 15 mm langen Haaren mit zusätzlichen 20 bis 23 mm langen Deckhaaren. Nur am Anfang des Schwanzes befinden sich Haare und der mit Schuppen besetzte hintere Teil erscheint nackt. Auf der Oberseite ist zimtfarbenes Fell vorhanden, das im unteren Bereich der Flanken in rosa Fell mit gelbbraunen Tönen übergeht. Diese Nacktschwanzratte hat hellgrau Vorderpfoten und Füße. Bei Weibchen sind vier Zitzen vorhanden. Die Anzahl der sichtbaren Hauptarme in den Chromosomensätzen beträgt 52 (FN 52).[2]

Verbreitung und Lebensweise

Die Art lebt im Flachland der Insel bis 30 Meter Höhe. Sie bewohnt feuchte tropische Wälder und klettert mit Hilfe ihres Greifschwanzes. Laut Berichten der Einheimischen kann das Tier die harten Schalen von Früchten der Gattung Canarium und von Kokosnüssen knacken. In den Kronen der Bäume wird aus Blattwerk ein Nest errichtet.[2][3]

Zwischen 1991 und August 2023 gab es keine Sichtungen der Art.[4]

Gefährdung

Baumfällungen zur Holzgewinnung und Umwandlung von Wäldern in Anbaugebiete stellen die größten Bedrohungen dar. Gelegentlich wird die Art als Fleischquelle gejagt. Da die Insel mit einer Fläche von etwa 3000 km² unter einem für die IUCN entscheidenden Wert liegt, wird die Santa-Isabel-Nacktschwanzratte als stark gefährdet (endangered) gelistet.[3]

Einzelnachweise

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