Son de Mar – Nicht ohne dich
Film von Bigas Luna (2001)
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Son de Mar – Nicht ohne dich, auch Son de mar (deutsch Klang des Meeres) ist ein spanischer Film, der 2000[2] von Bigas Luna nach dem gleichnamigen und sehr erfolgreichen[2] Roman (deutscher Titel: Der Gesang der Wellen) von Manuel Vicent gedreht wurde. Der Film kam am 8. Juni 2001[3] in die spanischen, am 26. September 2002[4] in die deutschen Kinos.
| Film | |
| Titel | Son de Mar – Nicht ohne dich |
|---|---|
| Originaltitel | Son de mar |
| Produktionsland | Spanien |
| Originalsprache | Spanisch |
| Erscheinungsjahr | 2001 |
| Länge | 95 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Stab | |
| Regie | Bigas Luna |
| Drehbuch | Rafael Azcona Roman von Manuel Vicent |
| Produktion | Andrés Vicente Gómez Lolafilms S.A. Televisón Española Via Digital |
| Musik | Piano Magic |
| Kamera | José Luis Alcaine |
| Schnitt | Ernest Blasi |
| Besetzung | |
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Handlung

An einem Tag am Ende des Sommers kommt Ulises in eine kleine Stadt an der Mittelmeerküste, um dort als neuer Literaturlehrer zu arbeiten. Dort entdeckt er die Schönheit des Mittelmeers, den Duft der Orangenbäume und die köstlichen Pommes frites, die ihm eine junge Frau namens Martina zubereitet.
Ulises verliebt sich Hals über Kopf in sie. Martina ist fasziniert von den antiken Versen aus Vergils Aeneis, die er ihr rezitiert. Sie heiraten und bekommen ein Kind, aber eines Morgens, als er mit seinem kleinen Fischerboot zum Thunfischfang hinausfährt, verschwindet Ulises und wird für tot gehalten. Nach kurzer Zeit heiratet Martina Alberto Sierra, einen reichen lokalen Bauunternehmer. Als sie sich in diesem Leben voller Luxus eingelebt hat, taucht Ulises nach Jahren zerlumpt wieder auf, weil er sie nicht vergessen konnte.
Entschlossen, ihm eine zweite Chance zu geben, sperrt Martina ihren früheren Ehemann in einer Wohnung in einer halbfertigen Spekulationsruine ihres Mannes ein, damit niemand entdeckt, dass er noch lebt. Von da an werden die Begegnungen des Paares immer leidenschaftlicher. Schließlich bekommt Sierra heraus, dass Ulises noch lebt und sorgt dafür, dass die fliehenden Martina und Ulises mit seiner Yacht Son de mar untergehen. Die Schlusseinstellung zeigt die beiden nackten Wasserleichen unter einer grauen Plastikplane im Leichenschauhaus. Plötzlich bewegen sie sich und umarmen sich lachend.
Rezeption
In einem positiven Vorbericht über die Dreharbeiten in Denia schreibt Laia Portaceli, dass der Film „eine leidenschaftliche Geschichte aus dem Mittelmeerraum“ zum Thema hat, „die sich mit der Liebe einer Frau zu zwei Männern befasst“.[2]
Kritischer urteilen Casimiro Torreiro und Hector Marquez in einem Bericht[3] vom Festival de Cine de Malaga. Das Drehbuch nutze den Kern der Geschichte des Romans, um die Anatomie einer überschäumenden Leidenschaft zu zeigen. Dieser Prozess vollziehe sich, wie immer in den Filmen von Bigas Luna, mit der zärtlichen Ironie, mit der er seine Figuren betrachte. „Aber etwas stimmt nicht in der subtilen Alchemie zwischen Figuren und Umgebungen. Und dieses Etwas hat mit dem Ungleichgewicht zwischen Watlings strahlender Verkörperung ihrer Figur und Mollàs matter Darstellung seiner Figur zu tun. Wenn Son de mar sehenswert ist, dann nicht wegen seines männlichen Hauptdarstellers, der sich zurückzieht und versteckt, weil der Schauspieler dazu neigt, Ticks und Tricks eines Handwerks zu wiederholen, das er in- und auswendig kennt, sondern wegen Watlings übernatürlicher Fähigkeit, sich in eine einfache Figur hineinzuversetzen, die sie komplex, tiefgründig und außergewöhnlich spielt.“[3]
Wolfgang Hamdorf hält den Film für eine lustlose Literaturverfilmung.[4] „Klischees wohin man schaut: Literatur und Leidenschaft gegen den habgierigen Realitätssinn der Wirtsleute, wobei altbacken der literarische Ungeist des 19. Jahrhunderts hinüberschwappt.“[4] Die literarische Vorlage sei arg geglättet. „Bigas Luna schafft es jedoch nicht, die Geschichte über die Klischees hinaus zu verdichten, und findet nie zu der satirischen oder poetischen Kraft früherer Filme.“[4]