Sovexportfilm
staatliche Filmverleihgesellschaft in der Sowjetunion
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Sovexportfilm (russisch Совэкспортфильм; auch Sovexport) war die staatliche Filmverleihgesellschaft in der Sowjetunion, die von 1930 bis 2012 bestand.
Geschichte
1930 wurde die staatliche Filmverleihgesellschaft Sojusintorgfilm gegründet, die für den Verleih sowjetischer Filme besonders im Ausland zuständig war. Im April 1945 übernahm diese auch den Filmvertrieb in der Sowjetischen Besatzungszone in Deutschland, mit den Filmtheatern der UFA und weiterer Filmgesellschaften und deren Filmen.[1][2] Im November 1945 wurde sie in Sovexport umbenannt. Ab April 1946 hatte sie außerdem die alleinigen Rechte über den Vertrieb von allen Filmen der neu gegründeten Filmgesellschaft DEFA. Sie durfte diese sogar alleine zulassen, ohne die Genehmigung anderer sowjetischer Behörden.[3] Ab 1948 konnte der neu gegründete DEFA-Filmverleih einige Filme selber vertreiben. 1950 schlossen sich beide zum Progress Film-Verleih in der DDR zusammen, aus dem Sovexport 1955 als Gesellschafter ausschied.[4]
Auch im sowjetisch besetzten Teil Österreichs war Sovexportfilm für den Verleih von Filmen bis 1948 allein zuständig.[5] In der Sowjetunion wurde das Monopol als einziger Filmverleiher ab 1990 aufgelöst, als die größte Filmgesellschaft Mosfilm erklärte, ihre Filme zukünftig selber zu vertreiben.[6] Sovexportfilm bestand in Russland bis etwa 2012 mit dem Vertrieb sowjetischer Filme bis etwa 1988.
Weblinks
- Sojusintorgkino / Sovexportfilm DEFA-Stiftung
- Sovexport Filmportal, mit verliehenen Filmen 1946–1950