Spritpreisbremse

staatliche Maßnahme zur Preisdrosselung From Wikipedia, the free encyclopedia

Die (vulgo) Spritpreisbremse ist eine temporäre österreichische staatliche Maßnahme aus 2026 zur Preisdrosselung nach starkem Preisanstieg bei den Fahrzeugtreibstoffen Benzin und Diesel.

Die rechtliche Basis wurde im März 2026 geschaffen. Am 2. April wurde die Spritpreisbremse erstmals wirksam. Die Preise von Treibstoffen liegen an diesem Tag um 2,00 €/Liter, die Spritpreisbremse soll eine Preisreduktion um 0,10 €/Liter bewirken, das ist etwa ein Zwanzigstel oder 5 % des Preises. Diese Reduktion soll zu gleichen Teilen, jeweils 5 Cent/Liter aus einer Reduktion der staatlichen Mineralölsteuer und einer Minderung der Marge der Tankstellen kommen.

Geltungsbereich

Die Spritpreisbremse gilt für alle öffentlichen Tankstellen außerhalb der Autobahnen. Nicht betroffen sind Tankstellen auf Autobahngrund. Diese haben typisch deutlich höhere Preise. Michael Strebl, der neue Vorstand der E-Control, vermutet am 1. April 2026 als Hintergrund, dass so Incoming-Tanktourismus (= Ausländer tanken in Österreich) nicht gefördert werden soll.

Nicht betroffen sind Betriebstankstellen von Frächtern, die Treibstoff für eigene Fahrzeuge und eventuell vertraglich verbundene Frächter abgeben. Auch nicht betroffen sind Flugzeugtreibstoffe (Kerosin und Flugbenzin) sowie Heizöl.

Vergleiche auch: Agrardiesel.

Auslösekriterium

Wenn erhobene Treibstoffpreise in einem bestimmten Zeitraum um mindestens 30 % steigen, tritt die SSB in Kraft.

Sonstiges

Kurz vor dem Beschluss der Spritpreisbremse wurde 2026 verordnet, dass alle öffentlichen Tankstellen die Abgabepreise nur mehr am Montag, Mittwoch und Freitag, jeweils 12 Uhr mittags anheben dürfen. Zuvor durften sie die Preise noch täglich oder werktäglich anheben.

Quellen

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