Kloster St. Gallenberg
Benediktinerinnenkloster in der Gemeinde Oberbüren im Kanton St. Gallen, Schweiz
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Das Kloster St. Gallenberg ist ein Benediktinerinnenkloster bei Oberbüren in der Schweiz. Es ist Mitglied der Schweizerischen Benediktinerinnenföderation.

Das Kloster entstand aus Erwerbung der Burg Glattburg aus dem Besitz der Schenk von Glattburg durch das Kloster St. Gallen. Diese erfolgte 1648 vom Landvogt Rudolf Reding, der es 1628 gekauft hatte. 1754 gründete der damalige Ortspfarrer Josef Helg einen „Verein frommer Jungfrauen“ zum Zweck der Ewigen Anbetung. Lebensfähig wurde die Gemeinschaft, als sich das Kloster St. Gallen ihrer annahm. Fürstabt Cölestin Gugger von Staudach übergab ihr 1760 die Regel des hl. Benedikt mit der Bedingung, die Ewige Anbetung beizubehalten.[1][2] Fürstabt Beda Angehrn schenkte es 1781 den Klosterfrauen von Libingen zur Verwendung.[3] Das Kloster wurde 1984 zur Abtei erhoben. Äbtissin ist seit 2013 Ancilla Zahner.[4]
Nach der Auflösung des Benediktinerinnenklosters der Hl. Wiborada zu St. Georgen 1834 wurden aus dessen Eigentum wertvolle Reliquien nach Glattburg verbracht, so insbesondere eine Reliquienbüste der Heiligen.[5]
Literatur
- Wiborada Zislin: Klosterchronik 1750–1781 (Band 1) und 1781–1799 (Band 2, –1959). Klosterarchiv St. Gallenberg
- Otto Henne am Rhyn: Orts-Lexikon der Kantone St. Gallen und Appenzell. St. Gallen 1868.
- Josef Grünenfelder: Benediktinerinnenabtei St. Gallenberg Glattburg, Oberbüren (= Schweizerische Kunstführer, Serie 72, Band 714). GSK Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 2002, ISBN 3-85782-714-9.
- Markus Kaiser: Benediktinerinnen-Abtei St. Gallenberg in Glattburg bei Oberbüren. Verlag am Klosterhof, St. Gallen 2004, ISBN 3-906616-67-3.
- Helvetia Sacra. III/1, S. 1807–1812. (Online).