St. Martin (Günzburg)
Stadtpfarrkirche in Günzburg
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St. Martin ist die römisch-katholische Stadtpfarrkirche von Günzburg, der Kreisstadt des schwäbischen Landkreises Günzburg in Bayern. Das denkmalgeschützte Bauwerk ist in der Liste der Baudenkmäler in Günzburg unter der Nr. D-7-74-135-117 eingetragen. Die Pfarrei gehört zum Dekanat Günzburg des Bistums Augsburg.

Geschichte
Zum ersten Mal wurde 1162 eine Kirche in Günzburg erwähnt, welche mit großer Wahrscheinlichkeit auch auf die Pfarrkirche St. Martin zu beziehen ist. Mit dem heutigen Namen erscheint sie erstmals im Jahr 1300 in einem Ablassbrief von Papst Bonifatius Vlll.[1]
Der gotische Bau erfuhr um 1680 eine Barockisierung, in dem die Fenster ausgerundet und die Decken stuckiert wurden.
1844 wurde die Kirche umgebaut und 1885 erweitert.
1964 wurde das alte Kirchenschiff abgebrochen und durch ein neues nach Plänen des Regierungsbaumeisters Willy Hornung (1908–1980) im Stil der Moderne ersetzt.
Die letzte Renovierung fand 1989 – 1992 statt.[1]
Architektur und Ausstattung
Das Langhaus der Saalkirche wurde 1963/64 an den gotischen, dreiseitig geschlossenen Chor nach Westen angebaut, auch die unteren romanischen Geschosse aus Buckelquadern des Chorflankenturms an dessen Südwand blieben erhalten. Der Turm wurde zur Unterbringung der Uhr und des Glockenstuhls mit vier Kirchenglocken aufgestockt und mit einem spitzen Helm bedeckt.
Zur Kirchenausstattung gehören die um 1500 entstandenen Statuen von Maria und Anna selbdritt, die von Assistenzfiguren begleitet sind, ferner ein Kruzifix aus dem 17. Jahrhundert.
Orgel
1970 errichtete Rudolf Kubak eine Orgel mit 25 Registern auf zwei Manualen und Pedal. 2009 wurde die Orgel durch Vandalismus beschädigt.[2]
Die Disposition lautet:[3]
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- Koppeln: Normalkoppeln
- Bemerkungen: Schleiflade, mechanische Spiel- und Registertraktur
1978 wurde eine Chororgel mit 5 Registern der Orgelbaufirma Sandtner aufgestellt.[4]
Literatur
- Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Bayern III, Schwaben. Deutscher Kunstverlag, München 2008, S. 413–414.