Vossloh Citylink

Bauart von Stadtbahnwagen für Straßen- und Eisenbahnbetrieb From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Citylink ist ein Stadtbahnfahrzeugtyp, der je Ausführung für den Einsatz im Straßenbahn- und Eisenbahnbereich geeignet ist. Die ersten Fahrzeuge wurden 2003 in Spanien eingesetzt. In Großbritannien, Deutschland, Österreich und Ungarn sind diese Fahrzeuge vor allem als Tram-Train im Einsatz und gehen dabei vom Straßen- bzw. Stadtbahnnetz auf Eisenbahnstrecken über. Dafür erfüllen sie sowohl Straßenbahn- als auch Eisenbahnnormen und sind mit unterschiedlichen Antriebssystemen ausgeliefert worden, etwa als Mehrsystemfahrzeuge für unterschiedliche Bahnstromsysteme. Manche Fahrzeugserien sind zusätzlich mit einem fahrdrahtunabhängigen Antrieb, Diesel oder Akku, ausgestattet. Grundsätzlich wurde der Citylink als Fahrzeug mit Niederflureinstiegen konstruiert, aber es gibt auch Varianten ohne Niederflurbereich.

Schnelle Fakten Citylink ...
Citylink
Citylink der ungarischen Staatsbahn MÁV
Citylink der ungarischen Staatsbahn MÁV
Citylink der ungarischen Staatsbahn MÁV
Anzahl: 505 (inkl. Bestellungen)
Hersteller: Vossloh España bzw. Stadler Rail Valencia
Baujahr(e): 2003–
Spurweite: 1000 mm
1435 mm
Breite: 2 650 mm
Höchstgeschwindigkeit: 100 km/h
Stromsystem: 600 V =
750 V =
1,5 kV =
15 kV/16,7 Hz ~
25 kV/50 Hz ~
je nach Ausführung
Stromübertragung: Oberleitung, Dieselgenerator oder Akkumulator
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Die Fahrzeuge wurden ursprünglich vom Hersteller Vossloh España in der Nähe von Valencia entwickelt und gebaut. Seit der Übernahme 2015 des Vossloh-Geschäftsbereichs Rail Vehicles durch Stadler Rail AG wird die Produktion von Stadler Rail Valencia fortgeführt.[1][2]

Versionen und Einsatzorte

Der Grundaufbau ist bei allen Versionen mit einem auf zwei Drehgestellen laufenden Mittelwagenkasten und darauf aufgesattelten Endwagenkästen gleich, doch die Versionen für die einzelnen Besteller weichen deutlich ab. Die Enddrehgestelle sind in jedem Fall Triebdrehgestelle, unter den Mittelwagen kommen sowohl Trieb- als auch Laufdrehgestelle vor. Bei Mittelwagenkästen mit tiefliegendem Wagenboden sind es generell Laufdrehgestelle. Der Wagenboden über den Enddrehgestellen ist wegen der Antriebe in keinem Fall niederflurig.

Die Wagen für Aarhus erhielten erstmalig einen vierten Wagenkasten mit einem weiteren Drehgestell, bei den Fahrzeugen für die Regionaltangente West hat dieser zweite Mittelwagen zwei Drehgestelle.

Spanien

Einheit der Reihe 4100 mit Niederflureinstiegen in Alicante

Erstbesteller von Citylink-Fahrzeugen war 2003 die spanische Verkehrsgesellschaft Ferrocarrils de la Generalitat Valenciana (FGV). Die meterspurigen, dreiteiligen Triebwagen der Baureihe 4100 sind Einsystemfahrzeuge für den Einsatz auf der Stadtbahn Alicante. Im Herbst 2017 orderten die FGV weitere Citylinks in Zweikraftausführung mit Dieselantrieb[3] als Baureihe 5000 für den nicht elektrifizierten Streckenabschnitt Benidorm–Denia. Diese unterscheiden sich auch durch eine neue Frontgestaltung.

Der Serveis Ferroviaris de Mallorca beschaffte 2009 bis 2011 sechs Einheiten, die im Wesentlichen der Reihe 4100 der Stadtbahn Alicante entsprechen. Diese wurden für die Wiederinbetriebnahme der Strecke Manacor – Arta bestellt, nach einem Regierungswechsel wurde der Wiederaufbau der Strecke jedoch 2012 abgebrochen. Wegen der abweichenden Bahnsteighöhen sind diese Wagen für die übrigen Strecken der SFM nur bedingt geeignet und ohne Anpassung nicht barrierefrei. Nach Anpassungen der Infrastruktur der Strecke Palma – Sa Pobla und Errichtung niedriger Bahnsteige sind die Züge seit Mai 2022 im planmäßigen Einsatz.[4]

Bei beiden Betrieben sind die Bereiche zwischen den Einstiegen in beiden Endwagen niederflurig. Zu den hochflurigen Bereichen führen jeweils drei Stufen. Eins der Mittelwagendrehgestelle ist ein zusätzliches Triebdrehgestell, damit ist die Achsfolge Bo’(Bo’2’)Bo’.

Deutschland und Österreich

In Deutschland werden Fahrzeuge dieses Typs in Karlsruhe als Stadtbahnfahrzeug NET 2012 und in Chemnitz als Mehrsystem-Zweikraft-Tram-Train für die City-Bahn eingesetzt. Diese Einheiten sind regelspurig und laufen wegen des Mischbetriebes auf Straßen- und Eisenbahnstrecken auf Kompromissradsätzen.

Darüber hinaus befinden sich Citylink-Fahrzeuge in unterschiedlichen Konfigurationen aus der gemeinsamen Beschaffung VDV-Tram-Train von sechs Verkehrsbetrieben in Deutschland und Österreich in Auslieferung. Ein weiteres zukünftiges Einsatzgebiet, für welches Citylink-Fahrzeuge bestellt sind, ist die Regionaltangente West.

Karlsruhe

Citylink in Karlsruhe

Für den Einsatz auf der Straßenbahn Karlsruhe sowie auf den Einsystem-Linien der Stadtbahn Karlsruhe (S1, S11, S12 und S2) bestellten im Jahr 2011 die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) und die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) 25 Fahrzeuge. Im April 2015 und März 2016 wurden jeweils 25 weitere Fahrzeuge dieses Typs bestellt, sodass insgesamt 75 Fahrzeuge beschafft wurden.[5][6][7] Die in Karlsruhe als NET2012 bezeichneten Fahrzeuge sind seit April 2015 in Betrieb, ihre Zulassung nach EBO erfolgte im Juni 2015.

Die NET 2012 sind reine Gleichstromwagen und verkehren auf dem Straßenbahnnetz und auf mit Gleichstrom elektrifizierten Eisenbahnstrecken nach EBO. Sie sind bislang die einzigen Citylink-Wagen in Einrichtungsbauart.

Chemnitz

Citylink im Bahnhof Mittweida

Für die Chemnitz Bahn wurden 2012 von der Verkehrsverbund Mittelsachsen GmbH (VMS) acht Triebwagen bestellt, die für Sommer 2015 erwartet wurden.[8] Der erste Wagen traf im August 2015 ein.[9] Im Juli 2015 wurden vier weitere Fahrzeuge nachbestellt.[10][11] Die Triebwagen sind 37 Meter lange Zweirichtungsfahrzeuge, sie sind für Eisenbahnbetrieb nach der EBO und Straßenbahnbetrieb nach der BOStrab zugelassen. Für Chemnitz wurden trotz des Einsatzes auch auf der elektrifizierten Strecke nach Mittweida nur Zweikrafttriebwagen beschafft. Sie sind für die Gleichspannungen von 600 (im Straßenbahnnetz von Chemnitz) und 750 Volt (auf der Strecke nach Stollberg (Erzgeb)) ausgelegt und zusätzlich mit zwei Dieselgeneratoren ausgerüstet. Ihre zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt auf BOStrab-Strecken 60 und auf EBO-Strecken 100km/h.[12] Zur Gewährleistung von stufenlosen Einstiegen auch bei unterschiedlichen Bahnsteighöhen sind die beiden mittleren der vier Türen höher angeordnet. Die Zweikrafttriebwagen für Chemnitz werden im Fahrzeugeinstellungsregister (NVR) unter der Baureihe 0690 geführt.

Der Fahrgastbetrieb wurde am 4. April 2016 aufgenommen, jedoch wegen fehlender Zulassung für den Straßenbahnverkehr zu Anfang nur auf Eisenbahnstrecken.[13][14] Die Zulassung erfolgte nach Anpassungsarbeiten insbesondere der Bahnsteigkanten im Netz der CVAG im Oktober 2016. Im April 2017 traf das erste Fahrzeug der Nachbestellung in Chemnitz ein.[15]

Die VMS beteiligten sich mit anderen Regionalbahnbetreibern an der Erarbeitung des Lastenhefts für den VDV-Tram-Train.[16] Als sich herausstellte, dass dies wesentlich von den VMS-Anforderungen abwich, erfolgte Ende 2020 eine eigene Ausschreibung über 19 Fahrzeuge für Chemnitz.[17] Am 31. März 2022 gab der VMS die Bestellung von weiteren 19 (mit Option auf 27 weitere[18]) Citylink-Triebwagen bekannt, deren Lieferung im Dezember 2025 begann und die ab 2027 eingesetzt werden sollen.[19] Die neuen Wagen haben eine Antriebsleistung von 750 kW und eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h. Wesentlicher Unterschied zu den Wagen der ersten Generation ist die Ausführung als vollelektrische Mehrsystemfahrzeuge für 600 V Gleichspannung im Stadtgebiet, 750 V Gleichspannung auf der Strecke nach Stollberg und 15 kV Wechselspannung im übrigen Umland.[20][21] Am 16. Dezember 2025 traf das erste der als eCitylink bezeichneten Fahrzeuge in Chemnitz ein.[22]

VDV-Tram-Train

Innenraum des VDV-Tram-Train (hier für die Saarbahn)

Mit dem Ziel, die Beschaffungskosten neuer Fahrzeuge zu verringern, hatten ab 2017 mehrere Stadtbahnbetreiber im Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) die Erarbeitung eines einheitlichen Fahrzeugtyps unter der Projektbezeichnung VDV-Tram-Train angestoßen. Dies mündete in eine gemeinsame Ausschreibung von sechs Verkehrsbetrieben aus Deutschland und Österreich (Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK), Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG), Saarbahn, Schiene Oberösterreich, Land Salzburg, Zweckverband Regional-Stadtbahn Neckar-Alb), die im Sommer 2020 den interessierten Herstellern übermittelt wurde.[23] Sie umfasste die Lieferung von bis zu 504 elektrisch angetriebenen Regionalstadtbahnwagen sowie deren Instandhaltung.[24]

Im Januar 2022 wurde mitgeteilt, dass Stadler Rail die Ausschreibung für sich entscheiden konnte und 246 Citylink mit einer Option über 258 weitere Fahrzeuge liefern wird.[25][3] Ein Fahrzeug der Saarbahn wurde 2024 auf der InnoTrans präsentiert.[26] Die ersten Vorserienfahrzeuge sollten 2024 geliefert werden.[27] Durch die Flutkatastrophe in Spanien 2024, die auch den Produktionsstandort in Valencia betraf, verzögerte sich die Auslieferung.[28] Am 9. Juni 2025 wurde der erste Triebwagen der Saarbahn öffentlich vorgestellt.[29] Im Dezember 2025 wurde das erste Fahrzeug an die AVG geliefert[30] und im Februar 2026 erhielt die Schiene Oberösterreich ihren ersten Wagen.[31]

Die Betreiber bestellen verschiedene Ausstattungsvarianten, die von einer Basisausführung abgeleitet werden, deren Entwicklungs- und Zulassungskosten sich die Partner teilen. Die Varianten unterscheiden sich beispielsweise in der Bahnsteighöhe, der Anzahl der Türen, dem Einbau einer Toilette und der Mehrsystemfähigkeit.[32][33] Die Züge der AVG und der Regional-Stadtbahn Neckar-Alb werden beispielsweise mit ETCS und Zugintegritätsüberwachung ausgerüstet sowie für ATO (im Automatisierungsgrad 2) sowie FRMCS vorbereitet.[34] Auch die Züge für Österreich sind mit ETCS ausgerüstet.[33]

Die Variante für die VBK ist, wie bereits der NET 2012, als Einrichtungswagen mit Triebdrehgestellen an den Enden und Laufdrehgestellen in der Mitte ausgeführt. In den Endteilen gibt es jeweils zwei Fahrgasttüren, im Mittelteil eine. Auch der mittlere Wagenteil ist stufenfrei erreichbar. Im Gegensatz dazu sind alle anderen Varianten Zweirichtungswagen, bei denen nur eines der mittleren Drehgestelle antriebslos ist. In den Endteilen sind jeweils beidseitig zwei Fahrgasttüren angeordnet. Der mittlere Wagenteil dagegen ist jeweils ohne Tür und nicht niederflurig ausgeführt.[35]

Die Varianten für die Saarbahn, Oberösterreich, Neckar-Alb und die AVG sind für eine Gleichspannung von 750 Volt sowie eine Wechselspannung von 15 kV und 16,7 Hertz ausgerüstet. Die Salzburger Variante ist nur für Gleichspannungen von 750 und 1000 Volt geeignet, die Variante für die VBK nur für eine Gleichspannung von 750 Volt.[35]

Die Varianten Oberösterreich, Neckar-Alb und die AVG haben in den Einstiegsbereichen eine Fußbodenhöhe von 600 mm über der Schienenoberkante und sind mit Schiebetritten auf verschiedenen Höhen für Bahnsteighöhen von 380 und 550 mm ausgelegt. Die Varianten für die VBK und Salzburg haben in den Türbereichen eine Fußbodenhöhe von 400 mm, diejenigen für die Saarbahn von 350 mm. Sie sind für Bahnsteighöhen von 340 mm (VBK), 350 mm (Saarbahn) und 380 mm (Salzburg) ausgelegt. Unabhängig von den Fußbodenhöhen sind Unter- und Oberkante des Fahrzeugs sowie die Oberkanten der Türen für alle Varianten einheitlich.[35]

Regionaltangente West

Für den Verkehr auf der Regionaltangente West bestellte die Fahrzeugmanagement Region Frankfurt RheinMain GmbH im Dezember 2025 27 Zweisystem-Fahrzeuge. Sie sind vierteilig, 50 Meter lang, verfügen über hochflurige Einsteige und sollen ab Ende 2030 zum Einsatz kommen (Stand der Auftragsvergabe). Zur Bedienung verschiedener Bahnsteighöhen (760, 800 und 960 Millimeter) sind Türen auf zwei verschiedenen Einstiegshöhen angeordnet.[36]

Großbritannien

Sheffield

Ein Citylink der Supertram Sheffield

Im englischen Sheffield setzt die Supertram seit 2017 sieben Zweisystemwagen für 750 V Gleich- und 25 kV Wechselspannung mit 50 Hz ein.[37] Mit den Triebwagen wird die Verlängerung auf einer Eisenbahnstrecke nach Rotherham betrieben. Die Citylink wurden 2015 und 2016 ausgeliefert und als Baureihe 399 im britischen Eisenbahnbezeichnungsschema eingeordnet.[38]

Wales

Citylink Baureihe 398 von Transport for Wales auf Testfahrten.

Transport for Wales plant den Einsatz von 36 Citylink auf Eisenbahnstrecken unter dem Namen Wales & Borders.[39] Die dreiteiligen Triebwagen wurden für die Eisenbahnstrecken hochflurig mit einer Fußbodenhöhe von 90 Zentimetern ausgeführt. Sie können unter 25 kV Wechselspannung und mit Batterie betrieben werden.[40] Die als britische Baureihe 398 eingeordneten Züge sollen ursprünglich 2024 den Betrieb aufnehmen[41], ein Einsatzbeginn ist mit Stand Dezember 2025 für 2026 vorgesehen.[42]

Ungarn

Zwölf Fahrzeuge werden seit November 2021 bei der Straßenbahn Szeged auf der Tram-Train-Strecke nach Hódmezővásárhely eingesetzt. Diese Zweikrafteinheiten für den Betrieb mit 600 V Gleichspannung und zwei Dieselgeneratorsätzen wurden von den Wagen der Chemnitzbahn abgeleitet.[43][44] Die unterschiedlichen Einstiegshöhen mit Schiebetritten entsprechen ebenfalls den Chemnitzer Wagen. Ein markanter Unterschied sind die im unteren Bereich seitlich eingezogenen Wagenkästen. Dies ist nötig, weil die Fahrzeuge auch auf Straßenbahnstrecken verkehren. Dort sind die Bahnsteige auf die nur 2,20 m breiten Straßenbahnfahrzeuge angepasst.

Mexiko

Zwei Dieseltriebwagen, die ursprünglich für das Stadtbahnprojekt in León vorgesehen waren, gelangten nach Mexiko in den Bundesstaat Puebla. Sie wurden ab Januar 2017 als Tren Turístico zwischen Puebla und Cholula eingesetzt. Die dreiteiligen Fahrzeuge sind 39,6 Meter lang und 2,55 Meter breit und können rund 280 Fahrgäste, davon 78 sitzend, befördern. In jedem Endwagen sind zwei Türen pro Seite vorhanden. Die inneren sind Niederflureinstiege (etwa 375 mm Höhe), die äußeren befinden sich über dem Drehgestell und erlauben den Zustieg von Hochbahnsteigen (etwa 1050 mm). Vier Radsätze werden mit elektrischen Fahrmotoren mit jeweils 130 kW Leistung angetrieben.[45][46] Nach Stilllegung des Betriebs am 31. Dezember 2021 wurden die beiden Citylink an den Corredor Interoceánico abgegeben.[47][48] Die Triebwagen sind als FIT-1001 und FIT-1002 eingestellt und seit 15. Dezember 2025 auf dem Tren Suburbano El Tehuanito zwischen Salina Cruz und Unión Hidalgo im Betriebseinsatz. Eine zweite Linie soll 2026 eröffnet werden.

Vereinigte Staaten

Am 22. Oktober 2024 hat der Verwaltungsrat der Utah Transit Authority die Bestellung von zunächst 20 Fahrzeugen für die Stadtbahn Salt Lake City beschlossen, wobei die Bestellung zunächst einen Auftragswert von 129 Mio. US-$ beinhaltet und zusätzlich eine Option auf bis zu 60 zusätzliche Fahrzeuge besteht. Die Produktion der Fahrzeuge soll im Stadler-Werk in Salt Lake City stattfinden.[49][50] Die Auslieferung der ersten Fahrzeuge ist für das Jahr 2027 vorgesehen, während ein Einsatz im Plandienst ab 2028 geplant ist.[51] Im Oktober 2025 wurden 20 der optionalen Fahrzeuge bestellt.[52]

Die Fahrzeuge werden als dreiteilige Gelenkwagen mit aufgesattelten Endwagen und kurzem, auf einem Fahrwerk laufenden Mittelteil ausgeführt.[52] Dadurch unterscheiden sie sich grundlegend von allen zuvor gebauten, mit langem Mittelteil auf zwei Drehgestellen ausgeführten, Citylinks.

Dänemark

Im Dezember 2025 erhielt Stadler einen Auftrag über acht und optional zwölf weitere Fahrzeuge für Angebotsausweitungen im Stadtbahnsystem Aarhus Letbane. Diese Variante ist vierteilig und mit 49 Metern erheblich länger als die bis dahin bestellten Citylinks. Sie erhalten Traktionsbatterien für bis zu zehn Kilometer oberleitungsfreie Reichweite.[53] Ihr Zweck ist hauptsächlich der ungestörte Betrieb im Winter, insbesondere bei vereisten Oberleitungen.[54]

Übersicht

Spalte Bauart: ER = Einrichtungsfahrzeug, ZR = Zweirichtungsfahrzeug

Weitere Informationen Betrieb, Land ...
Betrieb Land Typ Baujahre Anzahl Bauart Achsformel Länge Spurweite Stromsystem bzw. -versorgung Bemerkung
Alicante Spanien Reihe 4100 2003 9 ZR 37,01 m[55] 1000 mm 750 V =[55]
Reihe 5000[56] 2018–2019 6 ZR Bo’(2’2’)Bo’[57] 37,5 m[55] 1000 mm 750 V =, Diesel[55] Zweikrafttriebwagen, 2 × 390 kW Diesel
Palma de Mallorca Spanien Reihe 9100 2009–2011 6 ZR Bo’(Bo’2’)Bo’[58] 1000 mm 1500 V =
Karlsruhe Deutschland NET 2012 2014–2019 75 ER Bo’(2’2’)Bo’[59] 37,2 m 1435 mm 750 V =
VDV-Tram-Train AVG[60] 2025– 75 ZR Bo’(Bo’2’)Bo’[35] 37,2 m 1435 mm 750 V =, 15 kV/16,7 Hz ~ Option auf 73 weitere Fahrzeuge
VDV-Tram-Train VBK[60] 2026– 73 ER[23] Bo’(2’2’)Bo’[35] 37,2 m 1435 mm 750 V = Option auf 52 weitere Fahrzeuge
Chemnitz Deutschland Reihe 0690 2015–2017 12 ZR Bo’(2’2’)Bo’[59] 1435 mm 600/750 V =, Diesel Zweikrafttriebwagen, 2 × 390 kW Diesel
eCitylink
Reihe 0491
2025– 19[20] ZR Bo’(Bo’2’)Bo’ 37,1 m[22] 1435 mm 600/750 V =, 15 kV/16,7 Hz ~ Option auf 27 weitere Fahrzeuge,

vollelektrisch mit 6 × 125 kW Antriebsleistung

Regional-Stadtbahn Neckar-Alb Deutschland VDV-Tram-Train[60]
Baureihe 0492[61]
2027 30 ZR Bo’(Bo’2’)Bo’[35] 37,2 m 1435 mm 750 V =, 15 kV/16,7 Hz ~ Option auf 57 weitere Fahrzeuge
Saarbrücken Deutschland VDV-Tram-Train[60] 2024 (Vorserie)
2025 (Serie)
28 ZR Bo’(Bo’2’)Bo’[35] 37,2 m 1435 mm 750 V =, 15 kV/16,7 Hz ~
Salzburg Schiene (Salzburger Lokalbahn) Österreich VDV-Tram-Train[60] 2026 20 ZR Bo’(Bo’2’)Bo’[35] 37,2 m 1435 mm 750/1000 V = Option auf 5 weitere Fahrzeuge,

ursprünglich für das Projekt Regionalstadtbahn Salzburg beschafft, nach dessen Absage nun Einsatz nur auf Bestandsstrecken

Regionalstadtbahn Linz Österreich VDV-Tram-Train[60] 2026, 2028–2030[31] 20 ZR Bo’(Bo’2’)Bo’[35] 37,2 m 1435 mm 750 V =,

15 kV/16,7 Hz ~[62]

Option auf 50 weitere Fahrzeuge

mit Toilette[63]

Regionaltangente West Deutschland 27 ZR 1435 mm
Sheffield Vereinigtes Königreich Baureihe 399 2015–2016 7 ZR Bo’(Bo’2’)Bo’[59] 1435 mm 750 V =, 25 kV/50 Hz ~
South Wales Metro Vereinigtes Königreich Baureihe 398 2022– 36 ZR Bo’(2’2’)Bo’ 40,07 m[64] 1435 mm 25 kV/50 Hz ~,

Akkumulatoren

Szeged Ungarn MÁV-Reihe 406 2021–2022 12 ZR Bo’(2’2’)Bo’[57] 37,2 m[65] 1435 mm 600 V =, Diesel[65] Zweikrafttriebwagen
Tren Suburbano El Tehuanito Mexiko FIT-1001, FIT-1002 2 ZR 39,6 m 1435 mm Diesel Dieseltriebwagen mit Hoch- und Niederflureinstiegen, ursprünglich für León (Spanien) vorgesehen, 2017–2021 Einsatz als Tren Turístico zwischen Puebla und Cholula (Mexiko) als AQT-001 und AQT-002
Salt Lake City Vereinigte Staaten 2027– 40 ZR 1435 mm Option auf 40 weitere Fahrzeuge
Aarhus Dänemark 8 (+12 als Option) ZR 49 m 1435 mm Traktionsbatterien
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Commons: Stadler Citylink – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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