Stefan Rößle
deutscher Politiker (CSU), Landrat des Landkreises Donau-Ries
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Stefan Rößle (* 16. März 1964 in Oberndorf am Lech) ist ein deutscher Politiker (CSU) und war von 2002 bis 2026 Landrat des Landkreises Donau-Ries. Zudem hatte Rößle von 2008 bis 2025 das Amt des Landesvorsitzenden der Kommunalpolitischen Vereinigung Bayern (KPV) inne.

Leben
Nach Beendigung des Gymnasiums studierte er am Fachbereich Polizei der Beamtenfachhochschule und wurde Diplom-Verwaltungswirt (FH). Rößle schlug eine Polizeilaufbahn ein und ging zur Bereitschaftspolizei Eichstätt. Während dieser Tätigkeit war er Dienstgruppenleiter bei der Polizeiinspektion Neuburg an der Donau, arbeitete in der Polizeidirektion Ingolstadt, im Polizeipräsidium Oberbayern, in der Dienststelle für überregionale Kriminalität Augsburg und war zuletzt Kriminalhauptkommissar im Bereich organisierte Kriminalität.
Rößle war von 1996 bis 2002 Erster Bürgermeister seiner Heimatgemeinde Oberndorf am Lech. Seit 2002 ist er Landrat des Landkreises Donau-Ries. Bei den bayerischen Kommunalwahlen im März 2008, im März 2014 und im März 2020 wurde er jeweils im Amt bestätigt. Rößle war Mitglied der Bundesversammlungen 2012 und 2017.
Überregionale Aufmerksamkeit erhielt Rößle im Jahr 2008, als er als erster deutscher Landrat für zwei Monate in Elternzeit ging.[1]
Entgegen der damals geltenden Priorisierung wurde Rößle bereits Anfang 2021 gegen COVID-19 geimpft.[2] Durch die Regierung von Schwaben wurde anschließend bestätigt, dass dabei jedoch kein erkennbarer Verstoß gegen die Impfreihenfolge vorgelegen habe.
Am 4. November 2024 gab Rößle bekannt, dass er bei den Kommunalwahlen in Bayern 2026 auf eine weitere Kandidatur als Landrat verzichten werde.[3] Seine Amtszeit als Landrat endete nach 24 Jahren am 30. April 2026.
Rößle ist römisch-katholisch, verheiratet und hat fünf Kinder.
1000 Schulen für unsere Welt
Rößle ist Ideengeber von „1000 Schulen für unsere Welt“, einer Gemeinschaftsinitiative der kommunalen Spitzenverbände in Deutschland und gehört zu den drei wichtigsten Akteuren – zusammen mit der Schirmherrin Reem Alabali Radovan, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (vormals Gerd Müller, ehemals Bundesminister und jetzt Generaldirektor der Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung (UNIDO) sowie Svenja Schulze) sowie zahlreichen verschiedenen Projektpartnern, unter anderem der Stiftung „Fly & Help“.[4] Einen Schulbau in Malawi, sowie inzwischen mehrere weitere Projekte hat er persönlich finanziert.[5] Aus der Idee, 10 Schulen durch Spenden aus dem Landkreis Donau-Ries zu finanzieren, sind bereits mehr als 250 Schulbauprojekte angestoßen worden (Stand 2025), insgesamt 100 davon allein aus Spenden aus dem Landkreis Donau-Ries.[6]
Weblinks
- Lebenslauf von Stefan Rößle auf der Internetseite der CSU