Steinabrückl

Ortschaft im Bezirk Wiener Neustadt From Wikipedia, the free encyclopedia

Steinabrückl ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde in der Gemeinde Wöllersdorf-Steinabrückl in Niederösterreich. Die Ortschaft hat 2222 Einwohner (Stand 1. Jänner 2025)[1]. Bis Ende 1971 war Steinabrückl eine eigenständige Gemeinde.[2]

Schnelle Fakten
Steinabrückl (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Steinabrückl
Steinabrückl (Österreich)
Steinabrückl (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Wiener Neustadt (WB), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Wiener Neustadt
Pol. Gemeinde Wöllersdorf-Steinabrückl
Koordinaten 47° 52′ 16″ N, 16° 12′ 12″ Of1
Höhe 312 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 2222 (1. Jän. 2025)
Fläche d. KG 2,9 km² (31. Dez. 2023)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 06667
Katastralgemeindenummer 23434
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
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2222

BW

Geografie

Der Ort befindet sich nordwestlich von Wiener Neustadt an der Piesting.

Geschichte

Die erste Nennung des Ortes erfolgte 1244 in einer Urkunde von Friedrich II. dem Streitbaren als steinenpruk, was vermutlich auf eine möglicherweise römischen Steinbrücke hinweist, die hier über die Piesting führte. Matthias Corvinus eroberte den Ort und brannte ihn nieder, worauf er für Jahrzehnte verödete. Auch anlässlich der Türkenbelagerungen wurde der Ort schwer in Mitleidenschaft gezogen.

Ab dem 18. Jahrhundert entwickelte sich der Ort stetig und erhielt eine Kapelle, die später zur Pfarrkirche ausgebaut wurde, eine Schule und Industriebetriebe. Einen wirtschaftlichen Aufschwung erlebte der Ort 1803 durch die Errichtung einer „Zitz- und Cottonmanufaktur“ der Gebrüder Glanz am Standort der ehemaligen Haidemühle an der Piesting. 1819 wurde sie in eine mechanische Baumwollspinnerei umgerüstet.[3] Um die Mitte des 19. Jahrhunderts arbeiteten ungefähr 300 Personen in der Fabrik. Als der Betrieb gegen Ende des Jahrhunderts eingestellt wurde, erwarb die „Pulver- und Munitionsfabrik G. Roth Aktiengesellschaft“ aus Felixdorf die Anlage.

Im Jahr 1900 wurde Steinabrückl an die Verbindungsbahn zwischen der Gutensteiner und der Leobersdorfer Bahn angeschlossen.

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Steinabrückl zwei Bäcker, ein Baumeister, ein Dachdecker, drei Fleischer, ein Friseur, drei Gastwirte, vier Gemischtwarenhändler, eine Hebamme, ein Kino, ein Konsumverein, eine Milchhändlerin, eine Obst- und Gemüsehändlerin, ein Sauerstofferzeuger, zwei Schuster, eine Stärkefabrik, ein Tischler, ein Viehhändler und einige Landwirte ansässig.[4]

Der Ort wurde mit 1. Jänner 1972 mit Wöllersdorf zu Wöllersdorf-Steinabrückl vereinigt.[2]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Öffentliche Einrichtungen

In Steinabrückl befinden sich zwei Kindergärten[5] und eine Volksschule.[6]

Literatur

  • Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Wienerwald. 7 von 34 Bänden. 6. Band: Schöngraben bis St. Valentin. Schmidl, Wien 1833, S. 152 (SteinabrücklInternet Archive).
Commons: Steinabrückl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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