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Graslandtyrann

Art der Gattung Machetornis From Wikipedia, the free encyclopedia

Der Graslandtyrann (Machetornis rixosa) oder Stelzentyrann ist eine Art der Tyrannen. Er kommt ausschließlich in Südamerika vor.

Schnelle Fakten Systematik, Wissenschaftlicher Name der Gattung ...
Graslandtyrann

Graslandtyrann (Machetornis rixosa)

Systematik
Unterordnung: Schreivögel (Tyranni)
Familie: Tyrannen (Tyrannidae)
Unterfamilie: Tyranninae
Tribus: Tyrannini
Gattung: Machetornis
Art: Graslandtyrann
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Machetornis
G. R. Gray, 1841
Wissenschaftlicher Name der Art
Machetornis rixosa
(Vieillot, 1819)
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Erscheinungsbild

Der Graslandtyrann erreicht eine Körperlänge von 19 Zentimetern und wiegt rund 30 Gramm.[1] Er weist in seinem Erscheinungsbild gewisse Ähnlichkeit mit den Königstyrannen auf, und zwar insbesondere mit dem Trauertyrann. Allerdings haben genetische Untersuchungen bestätigt, dass diese Arten nicht näher miteinander verwandt sind.

Wie der Trauertyrann hat auch der Graslandtyrann eine leuchtend gelbe Körperunterseite. Die Körperoberseite ist überwiegend graubraun. Von der Schnabelbasis verläuft über das Auge ein dunkler Farbstreif. Verglichen mit dem Trauertyrann sind die Flügel kürzer und laufen weniger spitz aus. Seine Beine sind außerdem auffällig länger.

Graslandtyrann auf einem Capybara

Verbreitungsgebiet und Verhalten

Der Graslandtyrann kommt in Argentinien, Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Panama, Paraguay, Uruguay sowie Venezuela vor. Sein Lebensraum sind offene Graslandschaften. Der Graslandtyrann ist eine bodenbewohnende Art, die sich bevorzugt zwischen weidenden Rindern aufhält. Auf diesen sitzen sie auch auf und fangen von dort aus Insekten, die durch die Rinder aufgescheucht worden. Da Rinder erst seit einigen wenigen hundert Jahren in Südamerika beheimatet sind, geht man davon aus, dass der Stelzentyrann zuvor in seiner Lebensweise an Capybaras gebunden war.

Unterarten

Es sind folgende Unterarten bekannt:[2]

Etymologie und Forschungsgeschichte

Die Erstbeschreibung des Graslandtyranns erfolgte 1819 durch Louis Pierre Vieillot unter dem wissenschaftlichen Namen Tyrannus rixosus. Vieillot bezog sich auf Suiriri del suirirí[6] von Félix de Azara und nannte deshalb Paraguay als Verbreitungsgebiet.[5] 1841 führte George Robert Gray die Gattung Machetornis für den Graslandtyrann ein.[7] Der Begriff leitet sich von μαχητης, μαχη, μαχομαι makhētēs, makhē, makhomai für Kämpfer, Krieger, Schlacht, kämpfen und ορνις, ορνιθος ornis, ornithos für Vogel ab.[8] Der Artname »rixosa« leitet sich aus lateinisch rixosus, rixare, rixa streitsüchtig, zänkisch, streiten, prügeln ab.[9] Flavigularis ist ein Wortgebilde aus lateinisch flavus gelb, goldengelb und lateinisch gularis, gula -kehlig, Kehle[10], obscurodorsalis aus lateinisch obscurus dunkel, düster und lateinisch dorsalis, dorsualis, dorsal, dorsum den Rücken betreffend, Rücken.[11] Alfred Laubmann hatte für sein Werk Die Vögel von Paraguay sechs Bälge der Gran-Chaco-Expedition gesammelt durch Michael Mathias Kiefer (1902–1980) und Eugen Josef Robert Schuhmacher (1906–1973) zur Verfügung. Außerdem lagen zwei Exponate gesammelt von Emil Weiske (1867–1950) und Berthold Krüger in Concepción vor. In seinen Analysen kam Laubmann zu dem Schluss, dass nur die Nominatform in Paraguay präsent ist. Nachweise in der Literatur für die Art im Land führte er zahlreich an.[12]

Belege

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