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Sułów (Milicz)

Siedlung in Polen From Wikipedia, the free encyclopedia

Sułów (deutsch Sulau) ist ein Ort in der Stadt- und Landgemeinde Milicz (Militsch) im Powiat Milicki der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen.

Schnelle Fakten Basisdaten ...
Sułów
?
Sułów (Polen)
Sułów (Polen)
Sułów
Basisdaten
Staat: Polen Polen
Woiwodschaft: Niederschlesien
Powiat: Milicki
Gmina: Milicz
Geographische Lage: 51° 30′ N, 17° 10′ O
Einwohner: 1583 (2011)
Postleitzahl: 56-300
Telefonvorwahl: (+48) 71
Kfz-Kennzeichen: DMI
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Geographische Lage

Sulau auf einer Landkarte von etwa 1905

Das Dorf liegt in Niederschlesien unweit der Bartsch (Barycz), etwa neun Kilometer südwestlich von Milicz und 43 Kilometer nördlich von Breslau.

Geschichte

Schloss Sulau
Katholische St.-Peter- und-Paul-Kirche, erbaut 1731
Marienkirche (bis 1945 evangelisch), erbaut 1765
Alter Getreidespeicher
Die Bartsch

1351 erwarb der Oelser Herzog Konrad I. die Burg Sulau. Sie lag zwischen zwei Flussarmen der Bartsch, deren Übergang sie schützen sollte. Nördlich der Burg entstand eine Siedlung, die 1474 zu den Städten gezählt wurde. Bereits 1329 war das Gebiet zusammen mit dem Herzogtum Oels als ein Lehen an die Krone Böhmen gelangt, die ab 1526 die Habsburger innehatten. Um 1500 wurde die Burg zerstört und nicht wieder aufgebaut. 1595 gelangte Sulau zusammen mit der Grundherrschaft an den Burggrafen Otto von Dohna. 1654 erlangte das „Städtlein“ Sulau mit den zugehörigen Dörfern den Rang einer Freien Minderherrschaft. 1680 errichteten die Grafen von Burghauß das Schloss Sulau. Das vom Standesherrn 1694 beantragte Stadtrecht wurde erst 1755 gewährt. Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 fiel Sulau mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen. Um 1800 umfasste die Minderherrschaft Sulau die Stadt Sulau und 14 Dörfern, darunter eine Kolonie,[1] und in Sulau war eine aus einer Schwadron Husaren vom Regiment Nr. 1 bestehende Garnison stationiert.[1]

1816 wurde es dem neu errichteten Landkreis Militsch eingegliedert, mit dem es bis 1945 verbunden blieb. 1874 entstand der Amtsbezirk Sulau-Land.[2] Die letzten Besitzer waren die Grafen von Schweinitz. Haupteinkommensquelle der Stadtbewohner war die Landwirtschaft. Um 1900 gab es in der Stadt eine evangelische und eine katholische Kirche.[3]

Im Jahr 1945 gehörte Sulau zum Landkreis Militsch im Regierungsbezirk Breslau der preußischen Provinz Niederschlesien des Deutschen Reichs. Die Einwohner der Stadt waren Deutsche und meist evangelisch.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Sulau 1945 zusammen mit fast ganz Schlesien von der sowjetischen Besatzungsmacht unter polnische Verwaltung gestellt. Die Polen führten für Sulau die Ortsbezeichnung Sułów ein und entzogen das Stadtrecht. In der Folgezeit wurden die deutschen Einheimischen von der örtlichen polnischen Verwaltungsbehörde aus Sulau vertrieben und durch Polen ersetzt. 1961 wurden etwa 1100 Einwohner gezählt.

Bevölkerungsentwicklung

Weitere Informationen Jahr, Einwohner ...
Jahr Einwohner Anmerkungen
17870614[4]
18250643die Schlossgemeinde daneben 641[4]
19051085meist Evangelische[3]
19331133[5]
19391175[5]
1961ca. 1100[4]
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Sehenswürdigkeiten

Unter Denkmalschutz stehen:

  • Die Stadtanlage aus dem 14. Jahrhundert und dem Jahr 1755
  • Die katholische Kirche der hll. Peter und Paul (Kościól ŚŚ Piotra i Pawła) wurde 1731–1734 in Fachwerk-Bauweise an der Stelle mehrerer Vorgängerbauten errichtet. Der Glockenturm entstand 1837.
  • Die bis 1945 evangelische Marienkirche heute Kirche der hl. Muttergottes von Tschenstochau (Kościól MB Częstochowskiej) wurde 1765–1767 als Rundbau in Fachwerk-Bauweise von Silvius von Burghauß errichtet. Nach 1945 wurde sie zugunsten der polnischen römisch-katholischen Kirche enteignet. Der freistehende Glockenturm wurde 1821 erbaut.
  • Das Ensemble des Schloss Sulau errichtet 1680 von den Grafen von Burghauß mit zugehörigem Schlosspark.
  • Das Haus am Ring (Rynek) 11, 18. und 19. Jahrhundert
  • Der Getreidespeicher aus Ziegel und Fachwerk aus der Zeit um 1800, Ul. Zamkowa 3
  • Das Wirtschaftsgebäude (derzeit Wohnhaus), Fachwerk aus dem Jahr 1820, Ul. Żmigrodzka 10

Sport

Seit 1946 gibt es den Ludowy Klub Sportowy Barycz Sułów. Er spielt im örtlichen 160 Zuschauer fassenden Stadion Stadion Miejski mit einer Spielfläche von 108 m × 64 m. Die Vereinsfarben sind weiß-orange.

Persönlichkeiten

Literatur

Commons: Sułów, Niederschlesien – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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