Synagoge Mansbach

Sakralgebäude in Mansbach (Hohenroda) From Wikipedia, the free encyclopedia

Die Synagoge Mansbach war die Synagoge der jüdischen Gemeinde in Mansbach, heute ein Ortsteil der Gemeinde Hohenroda im Landkreis Hersfeld-Rotenburg in Hessen. Sie befand sich in der Hauptstraße 59. Das Gebäude wurde spätestens im Jahr 1711 errichtet und im Jahr 1973 im Zuge einer Straßenverbreiterung abgebrochen.

Geschichte

Das Gebäude bestand nachweislich bereits im Jahr 1711. Darauf weist eine Inschrift in einem Decken- beziehungsweise Dachbalken hin. Ob das Gebäude bereits zu diesem Zeitpunkt als Synagoge genutzt wurde, ist bislang nicht nachgewiesen.

Die Synagoge verfügte über etwa 40 Sitzplätze. Wie in ländlichen Synagogen üblich, besaß sie eine Frauenempore. Im Keller befand sich eine Mikwe, das rituelle Tauchbad der jüdischen Gemeinde.

Das Gebäude diente nicht ausschließlich religiösen Zwecken. Zeitweise war dort auch die jüdische Schule untergebracht, bevor sie in ein eigenes Gebäude umzog. Darüber hinaus befanden sich im Synagogengebäude Räume für die Krankenpflege und die Unterstützung Bedürftiger sowie Versammlungsräume der Gemeinde.

Zeit des Nationalsozialismus

Während der Novemberpogrome 1938 blieb die Synagoge im Gegensatz zu vielen anderen jüdischen Gotteshäusern unzerstört. Nach örtlicher Überlieferung verhinderte der damalige Bürgermeister eine Brandstiftung, da er befürchtete, dass das Feuer auf die unmittelbar angrenzenden Wirtschaftsgebäude übergreifen könnte. Im Jahr 1939 erwarb die Gemeinde das Gebäude für 50 Reichsmark.

Nachnutzung und Abbruch

Nach dem Erwerb wurde das ehemalige Synagogengebäude unterschiedlichen Nutzungen zugeführt. Es diente unter anderem als Turnhalle, Schreinerei und Strumpffabrik. Im Jahr 1973 wurde das Gebäude im Zuge einer Straßenverbreiterung abgerissen.

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