Eidechsenfische
Familie der Ordnung Eidechsenfischverwandte
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Die Eidechsenfische (Synodontidae) sind eine Familie bodenbewohnender kleiner Raubfische, die in tropischen und subtropischen Regionen aller Weltmeere vorkommen.
| Eidechsenfische | ||||||||||||
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Synodus intermedius | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Synodontidae | ||||||||||||
| Gill, 1862 |
Aussehen
Eidechsenfische sind kleine bis mittelgroße Fische mit schlankem, länglichem Körperbau. Sie erreichen eine Länge von 10 bis 54 Zentimeter. Der Kopf ist abgeflacht, das schräg stehende Maul ist groß und mit vielen feinen sehr spitzen Zähnen besetzt. Die Maxillare ist reduziert oder sehr schlank. Am Gaumen befindet sich ein einzelnes Zahnband. Die seitlich gerichteten Augen sind klein bis mittelgroß. Am vorderen und hinteren Augenrand befindet sich ein Fettlid. Die Rückenflosse befindet sich etwa in der Mitte des Rückens. Ihre erste beiden Strahlen sind unverzweigt. Eine Fettflosse ist in der Regel vorhanden. Sie befindet sich über der Basis der Afterflosse. Die Bauchflossen werden von acht Flossenstrahlen gestützt, wobei die inneren Strahlen deutlich länger sind als die äußeren.[1] Die Schuppen entlang der Seitenlinie sind nicht vergrößert.[2] Die Anzahl der als Zahnplatten ausgebildeten Kiemenrechen beträgt 8 bis 26. Arten, die in Korallenriffen vorkommen, sind oft bunt und auffällig gefärbt, in tieferen Regionen oder auf Sandböden lebende Arten sind normalerweise einfarbig.[1]
- Flossenformel: Dorsale 10-15, Anale 8-16.[2]








Lebensraum und Lebensweise
Eidechsenfische lauern – entweder im Sandboden eingegraben oder zwischen Korallenbruch und aufgestützt auf ihre Bauchflossen – auf ihre Beute, die aus Krebstieren, kleinen Fischen oder Kopffüßern bestehen kann. Über die Vermehrung der Eidechsenfische ist nicht viel bekannt. Im Unterschied zu vielen anderen Eidechsenfischverwandten sind sie keine Hermaphroditen, sondern getrenntgeschlechtlich. Sie laichen im freien Wasser. Die nach zwei bis drei Tagen schlüpfenden transparenten Larven sind extrem langgestreckt. Sie leben zunächst planktonisch.[3]
Systematik
Die Familie Synodontidae wurde 1862 durch den US-amerikanischen Ichthyologen Theodore Nicholas Gill eingeführt.[4] Der niederländische Ichthyologe Pieter Bleeker beschrieb im Jahr 1875 das Taxon Harpadontini innerhalb der Synodontidae,[5] das von späteren Autoren als Unterfamilie (Harpadontinae) der Synodontidae[2] oder als eigenständige Familie (Harpadontidae) angesehen wurde.[3] In einer 2026 publizierten Arbeit über die Evolution der Eidechsenfische wurde schließlich nachgewiesen, dass die Synodontidae und die Harpadontidae völlig unterschiedliche Positionen im Stammbaum der Eidechsenfischartigen (Aulopiformes) einnehmen. Die Synodontidae trennten sich schon im Jura vor mehr als 135 Millionen Jahren von der Evolutionslinie, die zu den anderen Familien der Eidechsenfischartigen führte, und sind damit die basale Schwestergruppe einer von allen anderen Familien der Eidechsenfischartigen gebildeten Klade. Sie werden deshalb in eine monotypische Unterordnung Synodontoidei gestellt. Die Harpadontidae dagegen entwickelten sich erst während des Eozäns und bilden zusammen mit den Flaggenflossern (Aulopidae) und den Pseudotrichonotidae die Unterordnung Aulopoidei.[1]
Gattungen und Arten
Es gibt zwei Gattungen und über 50 Arten:[6]
- Gattung Synodus, die Schnauzenlänge entspricht dem Augendurchmesser oder ist größer. 8 bis 15 Strahlen in der Afterflosse.[1]
- Synodus amaranthus Waples & Randall, 1988
- Synodus binotatus Schultz, 1953
- Synodus capricornis Cressey & Randall, 1978
- Synodus dermatogenys Fowler, 1912
- Synodus doaki Russell & Cressey, 1979
- Synodus englemani Schultz, 1953
- Synodus evermanni Jordan & Bollman, 1890
- Synodus falcatus Waples & Randall, 1988
- Synodus foetens (Linnaeus, 1766)
- Synodus fuscus Tanaka, 1917
- Synodus gibbsi Cressey, 1981
- Synodus hoshinonis Tanaka, 1917
- Indischer Eidechsenfisch (Synodus indicus (Day, 1873))
- Synodus intermedius (Spix & Agassiz, 1829)
- Schwanzfleck-Eidechsenfisch (Synodus jaculum Russell & Cressey, 1979)
- Synodus janus Waples & Randall, 1988
- Synodus kaianus (Günther, 1880)
- Synodus lacertinus Gilbert, 1890
- Synodus lobeli Waples & Randall, 1988
- Synodus lucioceps (Ayres, 1855)
- Synodus macrocephalus Cressey, 1981
- Synodus macrops Tanaka, 1917
- Synodus macrostigmus Frable, Luther & Baldwin, 2013
- Synodus marchenae Hildebrand, 1946
- Synodus nigrotaeniatus Allen et al., 2017
- Synodus oculeus Cressey, 1981
- Synodus pacificus Ho et al., 2016
- Synodus poeyi Jordan, 1887
- Synodus randalli Cressey, 1981
- Rotmarmorierter Eidechsenfisch (Synodus rubromarmoratus Russell & Cressey, 1979)
- Synodus sageneus Waite, 1905
- Synodus saurus (Linnaeus, 1758)
- Synodus scituliceps Jordan & Gilbert, 1882
- Synodus sechurae Hildebrand, 1946
- Synodus similis McCulloch, 1921
- Synodus synodus (Linnaeus, 1758)
- Synodus tectus Cressey, 1981
- Synodus ulae Schultz, 1953
- Synodus usitatus Cressey, 1981
- Synodus variegatus (Lacepède, 1803)
- Gattung Trachinocephalus, die Schnauze ist relativ kurz. 15 bis 16 Strahlen in der Afterflosse.[1]
- Trachinocephalus atrisignis Prokofiev, 2019
- Trachinocephalus gauguini Polanco et al., 2016
- Trachinocephalus myops (Forster, 1801)
- Trachinocephalus trachinus Temminck & Schlegel, 1846