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Tamás Fabiny

ungarischer lutherischer Bischof From Wikipedia, the free encyclopedia

Tamás Fabiny (* 5. Februar 1959 in Budapest, Ungarn) ist ein ungarischer lutherischer Theologe und Pfarrer. Er amtierte ab 2005 als Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Ungarn und ab 2018 leitender Bischof der Kirche[1].

Tamás Fabiny, 2018

Leben

Sein Vater Tibor Fabiny war lutherischer Geistlicher, Kirchenhistoriker und Universitätsprofessor. Fabiny studierte nach seiner Schulzeit evangelische Theologie. Nach der Ordination 1982 war er vier Jahre als Geistlicher in Siófok am Balaton tätig. Danach war er 13 Jahre in Amt im Budapester Stadtteil Kőbánya und unterrichtete seitdem auf der Evangélikus Hittudományi Egyetem (Evangelisch-Lutherische Theologische Universität in Budapest)[2]. Er war zu theologischen Studienzwecken in den Jahren 1984/85, später 1993/94 und 1997/98 in Erlangen (wo er im Fach Neues Testament promoviert wurde) sowie 1985/86 in Chicago.

Fabiny wurde 2005 zum Bischof der Norddiözese in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Ungarn gewählt. Von 2010 bis 2017 und erneut ab 2023 war er einer von sieben Vizepräsidenten des Lutherischen Weltbundes.[3] 2021 wurde er zum Präsidenten des Martin-Luther-Bundes gewählt.[4] Anfang 2026 trat Fabiny in den Ruhestand; sein Nachfolger als Bischof der Norddiözese wurde Pál Keczkó.[5]

Fabiny ist der geschäftsführende Direktor der Christlich-jüdischen Gesellschaft in Ungarn.[6]

Fabiny ist verheiratet und hat drei Kinder.

Filme

Seit 1996 hat er für Duna Televízió als externer Mitarbeiter bei religiösen Programmen mitgewirkt.

  • 2001: Roma közösségek és az egyházak (Roma Gemeinschaften und die Kirchen) – der Hauptpreis bei der Kamera Hungaria in der Kategorie populärwissenschaftliche Filme
  • 2002: Ordass Lajos mártírsorsú püspök (Lajos Ordass – Martyrium des Bischofs) – der Sonderpreis bei den 3. Ökumenischen Filmtagen[7][8]

Bücher

  • Nézz föl! Budapest, 1988 (zusammen mit Iza Tekusné Szabó)
  • „Hogy néki szent házat építs“ – Józsa Márton és a siófoki templom. Budapest, 1990.
  • Keken András életregénye. Budapest, 1992.
  • Erzählte Dramen. Budapest, Evangélikus Hittudományi Egyetem, 2000, ISBN 963-00-3804-8.
  • Ajtórésnyi zsoltár. Budapest, Evangélikus Sajtóosztály, 2001, ISBN 963-7470-75-1.

Einzelnachweise

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