Streifen-Backenhörnchen
Art der Gattung Streifenhörnchen (Tamias)
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Das Streifen-Backenhörnchen (Tamias striatus (Linnaeus, 1758)[1]), auch Östliches Chipmunk und Hackee[2] genannt, ist ein waldbewohnendes Nagetier aus der Familie der Hörnchen (Sciuridae). Es wird in die eigene monotypische Gattung Tamias gestellt. Die Streifenhörnchen aus dem Westen Nordamerikas, die lange Zeit ebenfalls zu Tamias gehörten, wurden in die Gattung Neotamias verschoben.[3]

| Streifen-Backenhörnchen | ||||||||||||
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Streifen-Backenhörnchen (Tamias striatus) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name der Gattung | ||||||||||||
| Tamias | ||||||||||||
| Illiger, 1811 | ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Art | ||||||||||||
| Tamias striatus | ||||||||||||
| (Linnaeus, 1758) |
Merkmale
Das Streifen-Backenhörnchen ist ein 13 bis 19 cm großes Streifenhörnchen. Die Länge des buschigen Schwanzes beträgt 7,5 bis 11,5 cm. Das Tier ist am Rücken grau bis schwarz und zum Bauch hin hellbraun gefärbt. Seinen Namen verdankt es seinen schwarzen und weißen Streifen an der Körperseite und seinen großen Backentaschen, welche dem Transport seiner Nahrung dienen.
Der mittlere, dunkle Rückenstreifen ist schmal. Er wird von zwei helleren Streifen flankiert, die mehr als doppelt so breit sind. Die vier dunklen Streifen an den Seiten des Rückens sind kurz und reichen nicht bis auf die Schulter und das Hinterteil. Die Ohren sind breit und an den Spitzen abgerundet. Der Schwanz ist länger als 40 % der Gesamtlänge. Das antorbitales Foramen (Voraugenloch) ist abgerundet. Das Gaumenbein ist lang und reicht weit über die Ebene der letzten Molaren hinaus. Die Paukenblasen relativ klein sind relativ klein. Der Penisknochen ist fast gerade, weist einen leichten ventralen Kiel auf und ist an der Spitze nach oben gebogen. Der Karyotyp ist 2n = 38.[3]
Verbreitung
Lebensweise
Die maximale Lebenserwartung der tagaktiven Streifen-Backenhörnchen beträgt ca. fünf Jahre, meist aber nur zwei bis drei Jahre.

Zu seiner Nahrung zählen verschiedene Baumfrüchte wie Eicheln, Nüsse, Samen, Pilze und Beeren. Die Nacht oder ihre Winterruhe verbringen diese Tiere in selbstgegrabenen unterirdischen Bauten. Für die kalte Jahreszeit legen diese Hörnchen Nahrungsvorräte in hohlen Baumstümpfen u. ä. an. Diese Tiere sind standorttreu und verteidigen ihr Revier (Größe: 0,08 bis 0,60 ha) energisch gegen fremde Artgenossen. Zu den natürlichen Feinden zählen vor allem Falken, Füchse, Waschbären, Wiesel, Schlangen, Rotluchse, Kanadischer Luchs sowie Hauskatzen.
Fortpflanzung
Von Mitte März bis Anfang April und Mitte Juli bis Mitte August wirft das Weibchen, nach einer Tragzeit von 31 Tagen bis zu 15 Junge, meist 3 bis 5, welche nach fünf Wochen entwöhnt werden. Danach folgen sie ihrer Mutter noch ein paar Monate, bis sie sich selber, ein eigenes Revier suchen.
Bestand und Gefährdung, Schutz
Je nach Verfügbarkeit der Nahrung schwankt die Population der Art stark. Diese Art wird als nicht gefährdet (Least Concern) eingestuft.
Innere Systematik
Es sind elf Unterarten anerkannt:
- T. s. doorsiensis (Wisconsin): Ähnelt T. s. peninsulae mit bleichem Fell, aber mit hellerem und auffälligerem Fleck hinter den Ohren, dorsal grauer, der Schwanz ist stärker weiß gesprenkelt.
- T. s. fisheri (Unterlauf des Hudson River, nach Süden bis Virginia und Ost-Kentucky, im Westen bis Ohio): Bleicher und grauer als Typunterart.
- T. s. griseus (westlich der Großen See, Oberes Mississippi-Tal): Größer und weniger ausgeprägtes Fellmuster als die Typunterart, dafür grauer.
- T. s. lysteri (Neuengland, Upstate New York und südöstliches Kanada zwischen dem Huronsee und Nova Scotia)[5]
- T. s. ohionensis (Ohio): Sehr dunkles und mattes Fell.
- T. s. peninsulae (Wisconsin und Michigan): Mittelgroß, mit sehr bleichem und kupferfarbenem Fell.
- T. s. pipilans (Louisiana): Größte und kräftigstgefärbte Unterart mit gelblichbraun gefärbten Wangen und Flanken.
- T. s. quebecensis (Québec): Ähnelt T. s. griseus, aber kleiner und dunkler, die weißen dorsalen Streifen enden vor der Basis des Schwanzes.
- T. s. rufescens (Nordwestohio, südliche Halbinsel Michigans):[6] Kurzer Schwanz und auffallend rötliche Zeichnung.
- T. s. striatus (südliches Ohio bis Georgia)
- T. s. venustus (südwestliches Ende der Vorkommens, westlich des Mississippis, südlich Arkansas’):[7] Streifen auf dem Rücken sind heller und kräftiger gefärbt, aber kürzer als bei T. s. striatus.
Literatur
- Philip Withfield (Hrsg.): Das große Weltreich der Tiere. 2000 Säugetiere, Vögel, Fische, Reptilien und Amphibien auf einen Blick. Marshall, London 1992, ISBN 3-8247-8614-1, S. 160–161 (Übersetzung aus dem Englischen).
- Wilhelm Eigener (Hrsg.), Erna Mohr: Enzyklopädie der Tiere. Band 2, Weltbild, Augsburg 1991, ISBN 978-3-89350-361-2, S. 429.
- Jiří Felix (Hrsg.), Alena Čepická: Tierwelt Amerikas in Farbe. Aus dem Tschechischen von Jaroslav Konšal. Karl Müller Verlag, Erlangen 1989, S. 198–199.