Tecelinus Mith

sorbischer Geistlicher und religiöser Schriftsteller From Wikipedia, the free encyclopedia

Tecelinus Mith (auch Tecelin Mieth; obersorbisch Tecelin Mět; * 24. Oktober 1759 in Kuckau als Sebastian Mith/Bosćan Mět; † 18. Juli 1835 in Rosenthal) war ein Mönch des Klosters Neuzelle und sorbischer Schriftsteller.

Leben

Gedenktafel an der Administratur in Rosenthal

Er wurde als Sohn eines sorbischen Kleinbauern am 25. Oktober 1759 auf den Namen Sebastian getauft. 1775 war er im Wendischen Seminar in Prag. Am 17. Juni 1778 trat er in das Kloster Neuzelle ein und erhielt den Namen Tecelinus. Am 24. Juni 1779 legte er seine Profess ab. Seine Subdiakons- und Diakons- sowie die Priesterweihe durch den Bautzener Domdekan erhielt er 1784. Von 1786 bis 1793 arbeitete er als Seelsorger in Neuzelle und in der zum Pfarrbezirk Neuzelle gehörenden Diaspora. Anschließend war er bis 1816 Kaplan in Rosenthal und ab dem 25. März 1816 Administrator dort. Nach der Auflösung des Klosters 1817 blieb er bis zum 4. Februar 1822 in Rosenthal im Amt.

Er verstarb am 18. Juli 1835 in Rosenthal und ist in der dortigen Wallfahrtskirche beigesetzt. Er machte sich als sorbischer Schriftsteller verdient. Zu seinen Ehren wurde 1885 an seinem Elternhaus und 1935 an der Wallfahrtskirche ein Gedenkstein beziehungsweise eine Gedenktafel angebracht.

Schriften

  • Khatechismuis teje kżesczianskeje khathólskeje Wutżbé za ṁeṅsche Dżėcżi. Buduschṅe, Matthiae 1809.
    • Katechismus der christlich katholischen Lehre für kleine Kinder, Bautzen 1809.
  • Kżesczianske Khathólske Rozwztżeṅa, Buduschṅe, Matthiae 1809.
    • Christlich-Katholische Lehre
  • Pobożnoscz toho kżiżowoho Pucża. Buduschṅe, Lehmann 1822.
    • Kreuzwegandacht
  • Wot Krotżeṅa za Kréstusom, Żtwore knije z watżonskoho Na serbsku Rétż pżewożene. Buduschṅe, Lehmann 1823.
    • Nachfolge Christi, vier Bücher aus dem Lateinischen in die sorbische Sprache übersetzt
  • Dulia et Hyperdulia catholice propostia. Tżescżeṅo téch Sẇatéch ha Zczéwa wosebnite Tżescżeṅo S. Maré po khatólskim prėdkpowożene. Buduschṅe, Lehmann 1834.
    • Verehrung der Heiligen und Ganz besondere Verehrung der H. Maria katholisch vorgelegt

Quellen

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