Tellur(I)-iodid

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

Tellur(I)-iodid ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Iodide.

Schnelle Fakten Kristallstruktur, Allgemeines ...
Kristallstruktur
Kristallstruktur von Tellur(I)-iodid
_ Te+ 0 _ I
Allgemeines
Name Tellur(I)-iodid
Andere Namen
  • Tellurmonoiodid
  • Tetratellurtetraiodid
Verhältnisformel TeI
Kurzbeschreibung

schwarzer Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
Wikidata Q7697690
Eigenschaften
Molare Masse 254,50 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

5,51 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

185 °C[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung
keine Einstufung verfügbar[3]
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Gewinnung und Darstellung

Tellur(I)-iodid kann durch Reaktion von Tellur mit Iod gewonnen werden.[4] Diese Synthese wurde zuerst 1973 von Rüdiger Kniep ausgeführt. Die Verbindung kann auch durch Reaktion von Tellur mit konzentrierter Iodwasserstoffsäure oder mit Tellurtetraiodid in einer ionischen Flüssigkeit dargestellt werden.[2]

Eigenschaften

Tellur(I)-iodid ist ein schwarzer Feststoff,[1] der in zwei Kristallstrukturen vorkommt. α-TeI kristallisiert triklin mit der Raumgruppe P1 (Raumgruppen-Nr. 2)Vorlage:Raumgruppe/2, z = 8, mit Gitterkonstanten a = 9,958(3), b = 7,992(2), c = 8,212(4) Å, α = 104,37(11), β = 90,13(4) und γ = 102,89(7)°. Der makromolekulare Bauzusammenhang der Subhalogenide des Tellurs ist im α-TeI zu einem Te4-Ring (dem Te4I4-Molekül) entartet. β-TeI kristallisiert monoklin mit der Raumgruppe C2/m (Raumgruppen-Nr. 12)Vorlage:Raumgruppe/12, z = 8, mit Gitterkonstanten a = 15,383(2), b = 4,182(2), c = 11,999(2) Å und β = 128,09(1)°. Die Struktur besteht aus unendlichen Ketten von Telluratomen, an welchen die Iodatome alternierend verbrückende und terminale Positionen besetzen.[5][4]

Aus Phasenuntersuchungen im System Te-TeI4 geht hervor, dass die Verbindung die einzige thermodynamisch stabile Phase des pseudobinären Systems ist. Bei der früher angenommenen Phasenbreite von TexI handelt es sich um eine weitere stöchiometrisch zusammengesetzte 1:1-Phase im Gemisch mit Te2I. Die in Bezug auf das Phasendiagramm stabile Verbindung wird α-TeI genannt, die Verbindungen β-TeI und Te2I haben metastabilen Charakter.[6]

Einzelnachweise

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