Tellur(I)-iodid
chemische Verbindung
From Wikipedia, the free encyclopedia
Tellur(I)-iodid ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Iodide.
| Kristallstruktur | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| _ Te+ _ I− | |||||||
| Allgemeines | |||||||
| Name | Tellur(I)-iodid | ||||||
| Andere Namen |
| ||||||
| Verhältnisformel | TeI | ||||||
| Kurzbeschreibung |
schwarzer Feststoff[1] | ||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | |||||||
| |||||||
| Eigenschaften | |||||||
| Molare Masse | 254,50 g·mol−1 | ||||||
| Aggregatzustand |
fest | ||||||
| Dichte |
5,51 g·cm−3[2] | ||||||
| Schmelzpunkt | |||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||
| |||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). | |||||||
Gewinnung und Darstellung
Tellur(I)-iodid kann durch Reaktion von Tellur mit Iod gewonnen werden.[4] Diese Synthese wurde zuerst 1973 von Rüdiger Kniep ausgeführt. Die Verbindung kann auch durch Reaktion von Tellur mit konzentrierter Iodwasserstoffsäure oder mit Tellurtetraiodid in einer ionischen Flüssigkeit dargestellt werden.[2]
Eigenschaften
Tellur(I)-iodid ist ein schwarzer Feststoff,[1] der in zwei Kristallstrukturen vorkommt. α-TeI kristallisiert triklin mit der Raumgruppe P1 (Raumgruppen-Nr. 2), z = 8, mit Gitterkonstanten a = 9,958(3), b = 7,992(2), c = 8,212(4) Å, α = 104,37(11), β = 90,13(4) und γ = 102,89(7)°. Der makromolekulare Bauzusammenhang der Subhalogenide des Tellurs ist im α-TeI zu einem Te4-Ring (dem Te4I4-Molekül) entartet. β-TeI kristallisiert monoklin mit der Raumgruppe C2/m (Raumgruppen-Nr. 12), z = 8, mit Gitterkonstanten a = 15,383(2), b = 4,182(2), c = 11,999(2) Å und β = 128,09(1)°. Die Struktur besteht aus unendlichen Ketten von Telluratomen, an welchen die Iodatome alternierend verbrückende und terminale Positionen besetzen.[5][4]
Aus Phasenuntersuchungen im System Te-TeI4 geht hervor, dass die Verbindung die einzige thermodynamisch stabile Phase des pseudobinären Systems ist. Bei der früher angenommenen Phasenbreite von TexI handelt es sich um eine weitere stöchiometrisch zusammengesetzte 1:1-Phase im Gemisch mit Te2I. Die in Bezug auf das Phasendiagramm stabile Verbindung wird α-TeI genannt, die Verbindungen β-TeI und Te2I haben metastabilen Charakter.[6]