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Tereza Voborníková

tschechische Biathletin From Wikipedia, the free encyclopedia

Tereza Voborníková (* 31. Mai 2000 in Vrchlabí, Okres Hradec Králové) ist eine tschechische Biathletin. Sie ist zweifache Juniorenweltmeisterin und startet seit 2020 im Weltcup. Mit der Mixedstaffel wurde sie 2025 Vizeweltmeisterin, 2026 gewann sie die olympische Bronzemedaille im Massenstart.

Schnelle Fakten Karriere, Medaillenspiegel ...
Tereza Voborníková
Voborníková 2023 in Nové Město
Verband Tschechien Tschechien
Geburtstag 31. Mai 2000 (26 Jahre)
Geburtsort Vrchlabí
Größe 156 cm
Gewicht 48 kg
Karriere
Beruf Sportlehrerin, Studentin
Verein KB Jilemnice
Trainer Lukáš Dostál
Jakub Procházka
Aufnahme in den
Nationalkader
2022
Debüt im IBU-Cup 12. Januar 2019
Debüt im Weltcup 9. Januar 2020
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 0 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
WM-Medaillen 0 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
SWM-Medaillen 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
JWM-Medaillen 2 × Goldmedaille 2 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
JSWM-Medaillen 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 2 × Bronzemedaille
 Olympische Winterspiele
Bronze 2026 Mailand-Cortina Massenstart
 Biathlon-Weltmeisterschaften
Silber 2025 Lenzerheide Mixedstaffel
 Sommerbiathlon-Weltmeisterschaften
Gold 2024 Otepää Sprint
Bronze 2024 Otepää Massenstart
 Biathlon-Juniorenweltmeisterschaften
Silber 2019 Osrblie Einzel (Jugend)
Silber 2019 Osrblie Verfolgung (Jugend)
Gold 2022 Soldier Hollow Sprint
Gold 2022 Soldier Hollow Verfolgung
Bronze 2022 Soldier Hollow Einzel
 Sommerbiathlon-Junioren-WM
Gold 2018 Nové Město Mixedstaffel
Bronze 2021 Nové Město Supersprint
Bronze 2022 Ruhpolding Verfolgung
Weltcupbilanz
Gesamtweltcup 12. (2025/26)
Einzelweltcup 06. (2025/26)
Sprintweltcup 14. (2025/26)
Verfolgungsweltcup 16. (2024/25)
Massenstartweltcup 05. (2025/26)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
Massenstart 0 0 1
Staffel 0 0 2
IBU-Cup-Bilanz
Gesamt-IBU-Cup 31. (2020/21)
letzte Änderung: 31. März 2026
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Werdegang

Erfolge auf Juniorenebene

Tereza Voborníková trat als junges Mädchen einem regionalen Skilanglaufverein bei, im Jahr 2014 erfolgte der Wechsel zum Biathlon. Als Schülerin besuchte sie das Sportovní centrum in Jilemnice, an welchem auch schon andere Biathleten wie Jaroslav Soukup, Veronika Vítková und Lucie Charvátová lernten. Im Januar 2018 debütierte sie in Nové Město na Moravě im IBU-Junior-Cup und wurde 46. des Sprints. Im August des Jahres gab es den ersten Erfolg, als die Tschechin mit der Junioren-Mixedstaffel Gold bei den Sommerbiathlonweltmeisterschaften gewann. In der Folgesaison debütierte Voborníková mit 18 Jahren im IBU-Cup und wurde in Duszniki-Zdrój sofort 28. des Sprints. Kurz darauf gewann sie bei den Juniorenweltmeisterschaften in der Jugendkonkurrenz die Silbermedaillen in Einzel und Verfolgung. Nach guten Ergebnissen am Ende des Kalenderjahres 2019 gab Voborníková im Januar 2020 in Oberhof ihren Einstand im Biathlon-Weltcup, unter 100 Startern wurde sie 84. des Sprintrennens. Auch beim Folgeweltcup in Ruhpolding startete die Tschechin im Sprint und in der Staffel. Kurz darauf debütierte sie in Minsk auch bei den Europameisterschaften, bestes Ergebnis wurde Rang 8 mit der Mixedstaffel. Die Saison 2020/21 verlief für Voborníková nicht unbedingt nach Wunsch. Nachdem sie zu Beginn des Winters noch im Weltcup gestartet war, lief sie nach schwachen Ergebnissen für den Rest der Saison in der zweithöchsten Rennklasse. Ihre besten Ergebnisse feierte die Tschechin hier am Saisonende in Obertilliach. Zunächst stellte sie mit zwei 12. Plätzen persönliche Bestleistungen auf, woraufhin ihr mit der Mixedstaffel hinter den Teams aus Deutschland und Norwegen auch das erste Podium gelang.

Olympische Spiele und erste Weltcuppunkte

Erneute Bestleistungen erzielte Voborníková zu Beginn des Winters 2021/22 in Idre und Sjusjøen, von sechs Rennen schloss sie die Hälfte unter den besten Zehn ab. Dank dieser Ergebnisse startete die Tschechin in der weiteren Saison im Weltcup. In Hochfilzen gab es einen ersten Top-10-Platz mit der Staffel, in Antholz gewann sie mit Rang 29 im Einzel erstmals Weltcuppunkte. Zudem schrammte Voborníková nur knapp an einem Staffelpodest vorbei, nachdem Lucie Charvátová in der vorletzten Runde unglücklich stürzte und das Team auf Rang 6 ins Ziel führte. Erster Höhepunkt der Saison wurde die Nominierung für die Olympischen Spiele in Peking. Als mit Abstand jüngste Starterin des tschechischen Teams wurde sie 34. des Einzels, 58. im Sprint und im zugehörigen Verfolger überrundet. Ihre letzten Juniorenweltmeisterschaften in Soldier Hollow wurden 2022 auch Voborníkovás erfolgreichste, sie gewann Gold in Sprint und Verfolgung sowie Bronze im Einzelrennen. Als beste Athletin der Junioren-WM bekam die Tschechin schließlich eine Wildcard für das Saisonfinale in Oslo, wo sie 31. und 24. wurde und damit eine Bestleistung aufstellte. Den Winter schloss Voborníková als 66. der Gesamtwertung ab.

Etablierung in der erweiterten Weltspitze

Voborníková beim Liegendschießen

In der Saison 2022/23 etablierte sich Voborníková auch auf der höchsten Ebene. Im Verlauf des Winters unterbot sie mehrfach ihre beste Individualplatzierung in den Top 30, mit der Staffel ging es in Ruhpolding auf Platz fünf. Die größte Aufmerksamkeit erzielte die Tschechin bei den Weltmeisterschaften 2023. Als Startläuferin überzeugte sie bei allen Staffelrennen, im Sprint lief sie trotz eines Schießfehlers auf Rang 18. In der Verfolgung verbesserte sich Voborníková bis auf den siebten Rang und qualifizierte sich damit auch für ihren ersten Massenstart. Ihre bis dahin beste Platzierung erzielte sie beim Saisonfinale in Oslo, wo sie ohne Fehler Sechste des Sprints wurde und einen weiteren Massenstart antrat. In der Weltrangliste belegte sie am Saisonende Rang 43 und war damit drittbeste Tschechin. Bei den Sommerbiathlon-Weltmeisterschaften 2023 überzeugte sie zudem als Fünfte des Massenstarts und Sechste des Supersprints.

Ein erneuter Leistungssprung im läuferischen Bereich verhalf Voborníková im Winter 2023/24 zu ihrer mit Abstand besten Saison. Im Saisonverlauf schloss sie mit Ausnahme zweier Sprints jedes Einzelrennen unter den besten 40 ab, darunter 14-mal unter den Top 20. In der Lenzerheide belegte die Tschechin im Sprint den neunten Rang, eine Woche vorher wurde sie im Verfolger von Hochfilzen mit fehlerfreiem Schießen Elfte. Nach den Weltmeisterschaften 2024, bei welchen sie Rang 13 in der Verfolgung erreichte, zeigte Voborníková im dritten Trimester mit den Plätzen fünf und acht in Einzel und Massenstart von Oslo auf, womit sie ihr persönlich bestes Weltcupergebnis aufstellte. Das beste Saisonresultat mit der Damenstaffel erreichten die Tschechinnen als Fünfte in Soldier Hollow. Am Ende des Winters belegte Voborníková den 16. Rang in der Weltrangliste und war damit erstmals beste Athletin ihres Heimatlandes. Auch im darauffolgenden August war sie bei den Sommerbiathlon-Weltmeisterschaften 2024 äußerst erfolgreich, indem sie die Goldmedaille im Sprint sowie Bronze im Massenstart gewann.

Die Saison 2024/25 verlief zu Beginn eher schleppend, erst nach dem Jahreswechsel kamen in Ruhpolding und Antholz mit zwei elften und einem neunten Platz gute Ergebnisse zustande. Besonders am Saisonende zeigte die Tschechin aber ihr Können, als sie sich in Oslo zunächst im Verfolger von 25 auf sieben verbesserte und auch im abschließenden Massenstart, dank fehlerfreier Schießleistung, Platz acht belegte. Höhepunkt der Saison waren aber die Weltmeisterschaften, in deren Rahmen sie gemeinsam mit Jessica Jislová, Vítězslav Hornig und Michal Krčmář die Silbermedaille im Mixedwettkampf gewann. Diese stellte die vierte Mixedstaffelmedaille der WM-Geschichte sowie die erste Staffelmedaille seit den Weltmeisterschaften 2020 dar.

Olympisches Bronze und Podestplätze

Den Winter 2025/26 schloss Voborníková als Zwölfte der Weltcupgesamtwertung ab und zeigte in seinem Verlauf besonders am Schießstand ihre Qualitäten. Mit der Staffel lief sie schon im November 2025 in Östersund auf den dritten Rang und damit zum ersten Podestplatz tschechischer Damen seit Januar 2019. Beim Heimweltcup in Nové Město wurde sie Zehnte im Einzel, außerdem belegte sie gemeinsam mit Jessica Jislová, Vítězslav Hornig und Michal Krčmář erneut Platz drei. Saisonhöhepunkt war Voborníkovás zweite Teilnahme an Olympischen Spielen, bei denen sie zunächst drei Top-20-Platzierungen erreichte und mit der Staffel Fünfte wurde. Im abschließenden Massenstart ließ sie ihre stärkste Karriereleistung folgen, da sie nach dem letzten Schießen als Führende auf die Schlussrunde ging und schließlich hinter Océane Michelon und Julia Simon auf Rang drei die Ziellinie überquerte, was mit dem Gewinn der Bronzemedaille einherging. Bei den nacholympischen Wettkämpfen in Kontiolahti verpasste sie als Vierte des Einzels, Fünfte des Massenstarts und Vierte mit der Staffel das Podest jeweils knapp; beim Saisonfinale in Oslo ließ sie, erneut im Massenstart, einen weiteren dritten Platz folgen.

Persönliches

Voborníková lebt in Hostinné. Sie ist in einer Beziehung mit ihrem Teamkollegen Mikuláš Karlík. Derzeit studiert sie Ernährungswissenschaften an der Masaryk-Universität in Brünn.[1]

Statistiken

Weltcupplatzierungen

Die Tabelle zeigt alle Platzierungen (je nach Austragungsjahr einschließlich Olympische Spiele und Weltmeisterschaften).

  • 1.–3. Platz: Anzahl der Podiumsplatzierungen
  • Top 10: Anzahl der Platzierungen unter den ersten zehn (einschließlich Podium)
  • Punkteränge: Anzahl der Platzierungen innerhalb der Punkteränge (einschließlich Podium und Top 10)
  • Starts: Anzahl gelaufener Rennen in der jeweiligen Disziplin
  • Staffel: inklusive Mixed- und Single-Mixed-Staffeln
Weitere Informationen Platzierung, Einzel ...
Platzierung Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Staffel Gesamt
1. Platz 
2. Platz 
3. Platz123
Top 1035142841
Punkteränge91918123492
Starts1434231234117
Stand: Saisonende 2025/26
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Weltcupwertungen

Ergebnisse bei Weltcups (Disziplinen- und Gesamtweltcup) gemäß Punktesystem:

Weitere Informationen Saison, Einzel ...
Saison Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Gesamt
Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte
2021/2250.1278.1059.1766.39
2022/2345.1940.5147.2742.1243.109
2023/2412.6616.13319.12617.8416.409
2024/2536.3024.10916.12220.8821.349
2025/266.10314.13120.1095.16712.510
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Olympische Winterspiele

Voborníková im Staffelrennen der WM 2023

Ergebnisse bei Olympischen Winterspielen:

Weitere Informationen Einzelwettbewerbe, Staffelwettbewerbe ...
Einzelwettbewerbe Staffelwettbewerbe
Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Frauenstaffel Mixedstaffel
Olympische Winterspiele 2022 Olympische Winterspiele | China Volksrepublik Peking 34. 58. LAP
Olympische Winterspiele 2026 Olympische Winterspiele | Italien Mailand/Cortina 15. 19. 18. Bronze 3. 5. 11.
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Weltmeisterschaften

Ergebnisse bei Weltmeisterschaften:

Weitere Informationen Weltmeisterschaften, Einzelwettbewerbe ...
Weltmeisterschaften Einzelwettbewerbe Staffelwettbewerbe
Jahr Ort Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Frauenstaffel Mixedstaffel S.-M.-Staffel
2023Deutschland Oberhof 45. 18. 7. 18. 7. 5. 14.
2024Tschechien Nové Město 52. 32. 13. 7.
2025Schweiz Lenzerheide 24. 71. 12. 2. 14.
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Jugend-/Juniorenweltmeisterschaften

Voborníková nahm bis 2019 an den Jugend- und ab 2020 an den Juniorenwettkämpfen teil.

Weitere Informationen Weltmeisterschaften, Einzelwettbewerbe ...
Weltmeisterschaften Einzelwettbewerbe Frauenstaffel
Jahr Ort Einzel Sprint Verfolgung
2018Estland Otepää 29. 5. 20. 5.
2019Slowakei Osrblie 2. 11. 2. 8. (Junioren)
2020Schweiz Lenzerheide 36. 38. 17. 5.
2021Osterreich Obertilliach 27. 11. 7. 13.
2022Vereinigte Staaten Soldier Hollow 3. 1. 1. DNF
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Commons: Tereza Voborníková – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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