2,2,4-Trimethyl-1,3-pentandiolmonoisobutyrat

chemische Verbindung From Wikipedia, the free encyclopedia

2,2,4-Trimethyl-1,3-pentandiolmonoisobutyrat ist eine Mischung mehrerer chemischer Verbindungen aus der Gruppe der Esteralkohole. Sie ist außerdem ein Ester der Isobuttersäure.[5]

Schnelle Fakten Strukturformel, Allgemeines ...
Strukturformel
Strukturformeln von Texanol
Gemisch der beiden Monoisobuttersäureester von 2,2,4-Trimethylpentan-1,3-diol. Beide Ester sind zudem noch Racemate, die Stereochemie ist hier nicht angegeben.
Allgemeines
Name 2,2,4-Trimethyl-1,3-pentandiolmonoisobutyrat
Andere Namen
  • Texanol
  • Trimethylpentandiolisobutyrat
  • Isobuttersäure, Monoester mit 2,2,4-Trimethylpentan-1,3-diol
  • 2-Methylpropionsäure-2,2,4-trimethyl-1,3-pentandiester
  • TMPD-MIB
  • TRIMETHYL HYDROXYPENTYL ISOBUTYRATE (INCI)[1]
Summenformel C12H24O3
Kurzbeschreibung

farblose Flüssigkeit mit schwachem charakteristischen Geruch[2]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 25265-77-4
EG-Nummer 246-771-9
ECHA-InfoCard 100.042.505
PubChem 6490
ChemSpider 6245
Wikidata Q2575511
Eigenschaften
Molare Masse 216,32 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

0,95 g·cm−3[3]

Schmelzpunkt

−50 °C[4]

Siedepunkt

244 °C[4]

Dampfdruck
Löslichkeit

sehr schwer löslich in Wasser: 0,5–0,858 g·l−1 (18–22 °C)[4]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung[2]
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze[2]
Toxikologische Daten

3200 mg·kg−1 (LD50, Ratte, oral)[2]

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0°C, 1000 hPa).
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Das Stoffgemisch wurde 1961 von Eastman Chemical unter dem Markennamen „Texanol“ auf den Markt gebracht.[3]

Gewinnung und Darstellung

2,2,4-Trimethyl-1,3-pentandiolmonoisobutyrat kann ausgehend von Isobutanal dargestellt werden.[6]

Strukturisomerie und Stereoisomere

Da Texanol ein Monoester von racemischem 2,2,4-Trimethyl-1,3-pentandiol mit Isobuttersäure ist, enthält es abgesehen von kleineren Verunreinigungen (2,2,4-Trimethyl-1,3-pentandiol und dessen Diisobuttersäureester) insgesamt vier verschiedene Ester. Der (RS)-(±)-Ester [1:1-Gemisch von zwei Stoffen, dem (R)-Enantiomer und dem (S)-Enantiomer] – wird erhalten durch Veresterung der primären Hydroxygruppe des Diols:

Weiterhin entsteht ein zweiter (RS)-(±)-Ester [1:1-Gemisch von zwei Stoffen, dem (R)-Enantiomer und (S)-Enantiomer] – erhalten durch Veresterung der sekundären Hydroxygruppe des Diols:

Verwendung

2,2,4-Trimethyl-1,3-pentandiolmonoisobutyrat wird als Koaleszenzmittel (Filmbildehilfsmittel) für Latexfarben verwendet.[4] Die jährliche Produktionsmenge lag im Jahr 1995 bei knapp 100.000 t.[7]

Einzelnachweise

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