The Apemen
deutsche Band
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The Apemen ist eine Mod-Band aus Saarbrücken. Sie machte sich durch ihre vergleichsweise härtere musikalische Gangart einen Namen.
| The Apemen | |
|---|---|
The Apemen in Saarbrücken (2013) | |
| Allgemeine Informationen | |
| Genre(s) | Rhythm & Blues, Soul, Beat |
| Aktive Jahre | seit 1991 |
| Website | the-apemen.de |
| Gründungsmitglieder | |
| J. B. John | |
| Matthias „Nuss“ Mühlum | |
| Tom Platte | |
| Jean-Marc | |
| Aktuelle Besetzung | |
Gesang | Tom Platte |
Gitarre | Markus Brixius (seit 1997) |
E-Bass | Matthias „Nuss“ Mühlum |
Schlagzeug | Thommy Rough (Thomas Rau) (seit 1997) |
| Ehemalige Mitglieder | |
Gitarre | J. B. John (bis 1997) |
Schlagzeug | Jean-Marc (bis 1997) |
Bandgeschichte
Vor der Gründung der Apemen spielten Gitarrist J. B. John, Bassist „Nuss“ und Schlagzeuger Jean-Marc in einer 60er-Jahre-Garage-Rock-Band, allerdings nur mit mäßigem Erfolg. Sänger Tom Platte war vor Gründung der Apemen mit seiner Sixties-Garage-Rock-Band „The Biting Butterflies“ eine lokale Größe in Saarbrücken.
1991 beschloss man gemeinsam die Gründung einer Mod-Band und damit einen musikalischen Stilwechsel weg vom Garage Rock und hin zum Rhythm & Blues, Soul und Beat der 1960er-Jahre. Dabei verstanden sich The Apemen nie als reine Retro-Coverband, sondern ließen auch Punkrock- und Powerpop-Einflüsse in ihre Musik einfließen. Von Anfang an definierten sich The Apemen, angeführt von Sänger Platte, eher als Live-Band denn als Studioband. Der Name ist angelehnt an das bekannte Lied Apeman der englischen Beat-Band The Kinks.
Ihren ersten Auftritt unter dem Namen „The Apemen“ hatte die Band in dem Saarbrücker Szeneclub „Hades“ im Oktober 1992. Der erste Auftritt vor einem reinen Mod-Publikum erfolgte beim zweiten „Smart Mod Weekender“ in Unkel im November 1992. 1993 folgten zahlreiche Auftritte, unter anderem in Saarbrücken, Berlin, Hamburg, Köln und Antwerpen, womit The Apemen sich einen Namen innerhalb der Mod- und Sixtiesszene machte. Im März 1993 erschien die noch selbstproduzierte Single I Got Soul / Somebody Help Me. Ende 1993 unterzeichneten sie einen Vertrag mit dem englischen Independent-Label „Detour Records“.
1994 wurde zusammen mit der englischen Mod-Band „The Clique“ und der Saarbrücker Sixties-Mädchenband „Thee Cherylinas“ eine zweiwöchige Europatour geplant. Der Tour sollte im gleichen Jahr ein Sampler der drei Bands folgen. Die Tour führte von Deutschland nach Italien, Österreich und Belgien. Im Antwerpener Stadtradio Radio Centraal spielten The Apemen zusammen mit The Clique ein Konzert, das live ausgestrahlt wurde. Der Sampler erschien unter dem Titel Shout & Scream und wurde in den Londoner „Toe Rag Studios“ von Liam Watson aufgenommen und produziert. Noch im selben Jahr folgte eine Mini-Englandtour mit Konzerten in Folkestone, Brighton, Bournemouth, Nottingham, Edinburgh und London. Die zweite Single Love Train / Let the Good Times Surround You erschien ebenfalls im Jahr 1994. Im Unterschied zur ersten Single I Got Soul klang Love Train deutlich härter und die Powerpop-Elemente überwogen.
1996 erschien das erste und einzige Album Phantacity, ebenfalls beim Independent-Label „Detour Records“. Das musikalische Spektrum des Albums reichte von Powerpop (Tell the Truth), Freakbeat (Someone Like Me) bis hin zu psychedelisch angehauchten Stücken (Mary-Anne). Das letzte Stück des Albums ist ein Live-Mitschnitt einer Coverversion des Jimi-Hendrix-Klassikers Fire, aufgenommen beim Beat-O-Mania-Festival in München 1995. Von 1994 bis 1996 waren The Apemen regelmäßiger Gast beim alljährlichen Festival Beat-O-Mania in München.
Ihr letztes Konzert in Originalbesetzung gaben The Apemen 1997 im Rahmen eines Mod-Weekenders auf der Isle of Wight. Gitarrist John und Schlagzeuger Jean-Marc verließen die Band. Die Besetzung wechselte in den folgenden Jahren mehrmals bis zur Besetzung mit Gitarrist Brix (Markus Brixius) und Schlagzeuger Thommy Rough, die seit 1999 besteht. In den Jahren nach dem Wechsel spielten The Apemen weiterhin Konzerte im In- und Ausland. 1999 erschien ihre letzte Single Lucky in Love / The Sun Doesn’t Shine Anymore Without Happiness.
Die Band pausierte von 2004 bis Dezember 2012. Seit Januar 2013 sind The Apemen wieder aktiv. The Apemen ist die einzige Band, die auf allen bisherigen Modstock-Festivals (1994, 2004, 2014, 2024) aufgetreten ist. 2014 erschien Emily’s Gone auf dem Modstock – 21st Century Club Classics-Sampler, im Januar 2015 veröffentlichten The Apemen ihr erstes Live-Album Live at Das Modul.
2024 veröffentlichte die Band ein neues Video mit dem Song Moon auf YouTube. Die Single Moon erschien am 7. Oktober 2025 bei Detour Records. Der Song wurde auch auf dem Sampler Into Tomorrow – The Spirit Of Mod 1983-2000 veröffentlicht. In 2024 gingen The Apemen erneut auf Tour. Im ersten Halbjahr traten sie u. a. in London (Modstock 2024), in Berlin und auf Festivals auf. Im August folgte ihre erste USA-Tour in Kalifornien mit Auftritten in Clubs und auf Festivals in San Diego - The Casbah (music venue) + Tiki Oasis Festival, Long Beach, Oceanside und Los Angeles.
Diskografie

Alben
- 1996: Phantacity (Detour Records – DRCD011/DRLP011) – UK (LP/CD)
- 2015: Live at Das Modul (Paisley Archive – PA041) – UK (CD)
Singles
- 1993: I Got Soul (All About Music Records – aam cd-1262) – (7")
- 1994: Love Train (Detour Records – DR021) – UK (7")
- 1999: Lucky in love (Detour Records – DR071) – UK (7")
- 2025: Moon (Detour Records – DR164) – UK (7")
Sampler
- 1994: Shout & Scream (Detour Records) – UK (CD/LP)
- 1994: Modstock 94 (Detour Records) – UK (CD/LP)
- 1995: Hi Numbers (Flavour Of Sound) – Japan (CD)
- 1995: Beat-O-Mania at Its Best Vol. 1 (Fortune Records) – (LP)
- 1996: Beat-O-Mania at Its Best Vol. 2 (Fortune Records) – (CD)
- 1998: a fever! comp., (Bip bip Records) – Spain (CD)
- 2001: Takin' a Detour Vol. 2, (Detour Records) – UK (CD)
- 2014: Modstock - 21st Century Club Classics (Detour Records) – UK (CD/LP)
- 2023: Into Tomorrow – The Spirit Of Mod 1983-2000 (Cherry Red) – UK (4CD/LP)
Video
- Beat-O-Mania at Its Best (V/A), 1996 (VHS-Video)
- Video auf YouTube: Moon
Weblinks
- Offizielle Website (englisch)
- The Apemen bei Discogs
