Tim Gerresheim

deutscher Fechter From Wikipedia, the free encyclopedia

Timothäus „Tim“ Gerresheim (* 24. Februar 1939 in Berlin; † 3. März 2026 in Hamburg[1]) war ein deutscher Fechter, der mit dem Florett erfolgreich war.

Schnelle Fakten Karriere, Medaillenspiegel ...
Tim Gerresheim
Voller Name Timothäus Gerresheim
Nation Deutschland Bundesrepublik BR Deutschland
Geburtstag 24. Februar 1939
Geburtsort Berlin, Deutsches Reich
Größe 180 cm
Gewicht 70 kg
Sterbedatum 3. März 2026
Sterbeort Hamburg, Deutschland
Karriere
Disziplin Florett
Verein Fecht-Club Rothenbaum
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 0 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
Weltmeisterschaften 0 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Olympische Ringe
 Olympische Spiele
Teilnehmer für die Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch Gesamtdeutsche Mannschaft
Bronze 1960 Rom Florett Mannschaft
Weltmeisterschaften
Silber 1959 Budapest Florett Mannschaft
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Leben

Tim Gerresheim war Sohn der Fechtmeister Otto und Marie-Therese Gerresheim, die 1951 aus Berlin nach Hamburg gekommen waren und 1954 den Hamburger Fechtclub Rothenbaum gründeten.[2] 1959 gewann Tim Gerresheim erstmals die deutsche Meisterschaft mit dem Florett, im gleichen Jahr belegte er den zweiten Platz bei der Juniorenweltmeisterschaft. In der Erwachsenenklasse unterlag er mit der deutschen Mannschaft bei den Fechtweltmeisterschaften 1959 in Budapest erst im Finale gegen die sowjetische Equipe. Im Jahr darauf schied er bei den Olympischen Spielen 1960 in Rom im Einzelwettbewerb in der dritten Runde aus. Mit der Mannschaft erreichte er das Viertelfinale gegen Frankreich. Dort stand es nach 16 Gefechten Unentschieden mit 8:8 und Tim Gerresheim musste in den Entscheidungskampf gegen den vierfachen Olympiasieger Christian d’Oriola. Gerresheim gewann dieses Gefecht mit 5:0 Treffern. Im Halbfinale unterlagen die deutschen Fechter den späteren Olympiasiegern aus der Sowjetunion, gegen die Ungarn gewannen die Deutschen das Gefecht um Bronze mit 9:5 Punkten, wobei Gerresheim drei seiner vier Gefechte gewann.

Dafür erhielt er am 9. Dezember 1960 das Silberne Lorbeerblatt.[3]

1962 gewann Gerresheim seinen zweiten deutschen Meistertitel, 1963 wurde er internationaler Meister von Wien. Bei den Olympischen Spielen 1964 in Tokio belegte Gerresheim den sechsten Platz im Einzelwettbewerb, mit der Mannschaft erreichte er den fünften Platz. In den folgenden Jahren fehlte Gerresheim wegen verschiedener Verletzungen bei den meisten Turnieren. Mit einem zweiten Platz hinter Friedrich Wessel bei der deutschen Meisterschaft 1968 gelang ihm aber noch einmal der Sprung ins deutsche Olympiateam. Beim olympischen Turnier in Mexiko-Stadt schied Gerresheim im Einzelwettbewerb frühzeitig aus, mit der Mannschaft erreichte er den sechsten Platz.

Tim Gerresheim war Diplom-Sportlehrer und Fechtmeister. Bei den Olympischen Spielen 1972 in München betreute er Erika Bethmann vom Eimsbütteler TV.[4] Bis in das Alter von 80 Jahren war er Trainer im Fechtclub Rothenbaum.[5] Er betrieb zusammen mit seiner Frau eine Fechtschule in Hamburg und bildete daneben bis 2024[6] an mehreren Schauspielschulen junge Darsteller in szenischem Fechten aus. Er starb nach langer schwerer Krankheit.[5]

Literatur

  • Nationales Olympisches Komitee für Deutschland: Mexico 1968. Unsere Mannschaft, Frankfurt am Main 1968

Einzelnachweise

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