Tore Ellingsen

norwegischer Wirtschaftswissenschaftler From Wikipedia, the free encyclopedia

Werdegang, Forschung und Lehre

Ellingsen studierte Wirtschaftswissenschaft an der Norwegischen Handelshochschule. Dort graduierte er 1985 als Siviløkonom, dies entspricht einem Bachelorabschluss. 1988 schloss er als Siviløkonom HAE ab, dies entspricht einem Masterabschluss. Anschließend wechselte er zum Ph.D.-Studium an die London School of Economics and Political Science, das er 1991 unter Betreuung durch John Hardman Moore erfolgreich abschloss.

1991 schloss sich Ellingsen als Assistant Professor dem akademischen Personal der Handelshochschule Stockholm an. Ab 1996 lehrte er dort als Associate Professor, 2000 wurde er an der Hochschule zum ordentlichen Professor berufen. Zwischen 2006 und 2009 nahm er einen parallelen Lehrauftrag an der Universität Bergen sowie später auch an seiner Alma Mater, der Norwegischen Handelshochschule, wahr.

Ellingsens Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Institutionenökonomik, Geldpolitik sowie -theorie und Verhaltensökonomik. Dabei interessieren ihn insbesondere Fragestellungen, warum manche Organisationen und Volkswirtschaften erfolgreicher sind als andere.

2004 wurde Ellingsen als ausländisches Mitglied in die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften aufgenommen, 2013 bis 2019 war er Mitglied des Vorstandes. Zwischen 2007 und 2015 sowie erneut 2020 bis 2022 war er Mitglied im Auswahlkomitee der Schwedischen Zentralbank für den Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften. 2014, 2015 und 2022 leitete er dabei das Gremium. Er ist Fellow der European Economic Association.

Ellingsen nahm verschiedene Rollen in der Herausgeberschaft und Chefredaktion wirtschaftswissenschaftlicher Periodika wahr. Unter anderem verantwortete er zwischen 1999 und 2002 in leitender Funktion das International Journal of Industrial Organization sowie zwischen 2000 und 2007 Economica, zudem war er für das The Scandinavian Journal of Economics und Games and Economic Behavior tätig.

Ellingsen wurde mehrfach für seine Arbeiten ausgezeichnet. Unter anderem erhielt er 1998 den Erik-Lindahl-Preis, 2007 die Assar Lindbeck-medaljen und 2015 den Söderberg-Preis.

  • Ellingsen, Tore. In: hhs.se. 9. Oktober 2020, abgerufen am 4. Februar 2026 (englisch).

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